Middle Sea Race
Überraschungssieger aus Südafrika

Glückliche Sieger, ausgelaugte Segler und ein kräftiges Gewitter – das Middle Sea Race findet ein langsames, aber spannendes Ende

  • Bendix Hügelmann
 • Publiziert am 26.10.2012

Rolex / Kurt Arrigo Die Crew der "Hi Fidelity" feiert den Gesamtsieg beim Rolex Middle Sea Race 2012

Die unter südafrikanischer Flagge segelnde Welbourne 46 "Hi Fidelity" hat die Gesamtwertung des Rolex Middle Sea Race gewonnen. Nach ihrer Ankunft auf Malta am Morgen des 25. Oktober begann das Gerechne. Nachdem die Yacht kurz vor der Ziellinie in ein kräftiges Gewitter geriet, stand nach einer gesegelten Zeit von 4 Tagen, 16 Stunden,  48 Minuten und 15 Sekunden bereits am Abend fest: Keine der zu dem Zeitpunkt noch im Rennen stehenden 55 Yachten würde Malta schnell genug erreichen können, um berechnet den Gesamtsieg zu erringen. Allenfalls die Crews der "Artie RTFX" und der "Xp-Act" hätten eine Chance gehabt, fanden jedoch nicht genug Wind, um auf dem Schlussspurt richtig anzugreifen. Nach Teams aus Österreich, Frankreich, Griechenland, Großbritanien, Italien, Malta, Deutschland und den Vereinigten Staaten von Amerika ist Südafrika die neunte Nation, die das Rolex Middle Sea Race für sich entscheiden konnte.

Rolex / Kurt Arrigo Beständig gut gesegelt – die Welbourne 46 "Hi Fidelity" auf dem Weg zum Gesamtsieg

Vier Tage volle Konzentration

Der Erfolg der betagten Konstruktion aus dem Jahr 2002 ist hauptsächlich auf die hohe Kontinuität der Leistung während der Regatta zurückzuführen. Mit zwei Profis an Bord konnte das Amateurteam zeit des Rennens das volle Leistungspotenzial aus Crew und Yacht herausholen. Doch auch die Wettersituation spielte dem verhältnismäßig langsam vermessenen Schiff in die Karten:

"Das war schon eine sehr fordernde und anstrengende Regatta", sagte Co-Skipper Mark Sadler. "Aus navigatorischer und taktischer Sicht war es angesichts der Wetterlage sehr schwer, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Wir hatten jederzeit viele Optionen auf dem Tisch und konnten anhand der Positionsmeldungen der führenden, größeren Yachten abschätzen, wo wir Wind finden würden", so Sadler weiter.

Den Anschluss an die Führungsgruppe berechnet schnellerer Boote nicht zu verlieren sollte sich als entscheidend erweisen. "Hi Fidelity" segelte konstant oberhalb des Rennwerts und machte dabei kaum Fehler. Ein verdienter Sieg.

Gesamtzweiter bleibt weiterhin die deutsche Marten 49 "Speedy" von Eigner Hans-Jürgen Riegel, während "Varuna" inzwischen vom achten auf den 11. Rang zurückgefallen ist. Dennoch angesichts der Qualität der Spitzengruppe eine mehr als respektable Leistung der überwiegend jungen Crew.

Laufendes Gesamtergebnis


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