Kieler Woche
Traditionssegler überfährt 29er

Trotz Warnung ist ein Traditionssegler in das Regattafeld gefahren und überfuhr einen 29er. Die Crew rettete sich per Sprung ins Wasser

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 20.06.2016

www.segel-bilder.de Schöne, aber anspruchsvolle Segelbedingungen für die Yachten im Welcome Race

Landeshauptstadt Kiel/Thomas Eisenkrätzer Der KiWo-Matrose heißt einen kleinen Besucher in Kiel willkommen

Schrecksekunden auf der Kieler Förde: Am Sonntag ist ein Traditionssegler trotz Warnung ins Regattafeld der Jollen gefahren. Dabei überführ das Schiff einen 29er. Die Crew konnte sich durch einen beherzten Sprung in die Förde retten, blieben unverletzt und wurden durch Einsatzkräfte von DGzRS, Wasserschutzpolizei und Race Repair Service schnell abgeborgen. "Trotzdem ist es ein dramatischer Vorfall. Die Segler waren ziemlich geschockt", sagte Organisationsleiter Dirk Ramhorst.

Sportlich segelte die 122. Kieler Woche am ersten Wochenende auf der Erfolgswelle. 1000 Seglerinnen und Segler in den internationalen Klassen freuten sich an beiden Tagen über ideale Windbedingungen und ein volles Programm. Rekordsieger Wolfgang Hunger hat seinen 22. Kieler-Woche-Titel weiter im Visier. Nach zwei von vier Regattatagen und sechs Rennen der internationalen Bootsklassen liegt der 505er-Steuermann aus Strande mit seinem Vorschoter Julien Kleiner mit nur zwei Punkten Rückstand auf die britischen Spitzenreiter Ian Pinnell und Alex Davies auf Platz drei.

www.segel-bilder.de Wolfgang Hunger und Julien Kleiner im 505er auf Rekordjagd

Am Auftakt-Wochenende konnten die Veranstalter der weltgrößten Regatta im deutschen Norden Segeln satt und insgesamt 89 Rennen in schönen WInden servieren. "Die Windvorhersage für die kommenden Tag ist etwas schlechter", sagte Ramhorst am Sonntagabend, "aber bisher war es sehr gut, und für die Bahnen in Richtung Eckernförde mit Wind und Welle sogar höchst anspruchsvoll."

okpress Hat sichtlich Spaß beim Segeln: André Budzien in seiner OK-Jolle

©www.segel-bilder.de Die J/24-Crew mit Steuermann Tobias Feuerherdt

Bei der Internationalen Deutschen Meisterschaft der Seesegler hat nach der ersten Langstrecke über Nacht in der größten Klasse ORC I die holländische "Tonnere de Breskens" die Führung übernommen. Im Feld der mittelgroßen Yachten liegt die "X-Day" mit dem Hamburger Skipper Max Gurgel vorne. Spitzenreiterin in der kleinsten Klasse ORC III/IV ist Henning Tebbes "Patent3" aus Hamburg. Der internationale Teil der Kieler Woche endet am Dienstag. Danach steigen die Olympioniken von Mittwoch bis zum "Super Sunday" ins Geschehen ein.

www.segel-bilder.de Ulf Kipckes Folkeboot-Crew im KiWo-Einsatz

Hier geht es zu den Ergebnissen

Landeshauptstadt Kiel/Stefanie Weide "Leinen los": Vizekanzler und Wirtschaftsminister Siegmar Gabriel eröffnet die Kieler Woche


Lesen Sie die YACHT. Einfach digital in der Delius Klasing Kiosk App (iTunes und Google Play) oder bestellen Sie es im Shop als Abo oder Einzelheft:

iTunes Store Google Play Store Delius Klasing Verlag

Themen: 29erDirk RamhorstFördeKieler WocheTraditionssegler

Anzeige