Bacardi Cup
Tiefschläge an der Küste vor Miami

Die deutschen Starboote starteten mit unterschiedlichem Erfolg in die Prestige-Regatta. Einzig Polgar/Koy blieben im Erwartungsbereich

  • Lars Bolle
 • Publiziert am 09.03.2011

2011 Bacardi Cup/Franco Pace Auch Lööf/Salmiren (SWE), die zu den Topfavoriten zählen, liegen nach zwei Wettfahrten nur auf Rang 14

93 Boote stark ist die Konkurrenz, an schwergewichtigen Namen fehlt es nicht – wie immer beim Bacardi Cup vor Miami. Mit den Plätzen 19 und neun und Gesamtrang elf segelten Johannes Polgar und Markus Koy an den beiden ersten Tagen einen soliden Auftakt. Entsprechend fällt der Kommentar von Polgar aus:

„Sensationell spannende Rennen! Riesige Kurse, satte Winddreher und enge Zweikämpfe. Nach zwei Wettfahrten liegen wir auf Rang 11 von 93, in guter Schlagdistanz nach vorne. Freuen uns auf die kommenden Rennen!“, heißt es auf der Facebook-Seite des Teams.

Weniger glücklich lesen sich dagegen die Kommentare von Johannes Babendererde und Timo Jacobs, derzeit 32. Sie schleppen eine Wiedergutmachung mit sich herum. Wie es dazu kam, beschreiben Sie auf ihrer Homepage so:

„Rennen zwei wurde bei 10-11 Knoten gestartet. Wir hatten einen mittelmäßigen Start, rechts und links Boote mindestens auf gleicher Höhe. Dank guten strategischen Entscheidungen gepaart mit einer überragenden Bootsperformance fanden wir uns auf Platz 8 an der Luvtonne wieder. Dann warf Timo einen routinemäßien Blick aufs Frühstarterboard und erkennt unsere Nummer. Ungläubig gucken wir uns an, weil wir mitten in einem Paket gestartet waren und überhaput nicht das Gefühl hatten, dass wir drüber gewesen sein konnten.

An Land entschieden wir uns dazu, Antrag auf Wiedergutmachung einzureichen. Wir ließen uns die Tonbandaufzeichnungen von der Wettfahrtleitung vorspielen und siehe da: Wir wurden mit einem anderen deutschen Boot mit der Segelnummer 8333 (wir: 8433) vertauscht. Wie international leider so üblich, bekamen wir nicht unseren 8. Platz zurück, sondern bekommen jetzt die Durchschnittspunktzahl von den Rennen 1, 3, 4 und 5 für das heutige Resultat. Somit zählen die nächsten Tage umso mehr.“

Auch Alexander Schlonski und Matthias Bohn hatten in der zweiten Wettfahrt Pech, sie liegen nur auf Rang 49. Wieder Facebook:

„Was für ein Malheur im zweiten Rennen... Nach einer Kollision an der Luvmarke mussten wir das Rennen heute aufgeben. In diesen Minuten wird unser ‚Pippifax’ repariert, wir hoffen, unser Boot ist morgen wieder fertig! Allerdings muss unser Schiff daheim noch einmal in die Mader Werft... Wir sind etwas enttäuscht, hoffen aber, dass alles repariert werden kann.“

Der Bacardi-Cup dauert noch bis zum Wochenende. Für die deutschen Kaderteams geht es dabei „nur“ um die Ehre, die Regatta zählt nicht zur Olympiaqualifikation.

Die Facebook-Seiten von:
Facebook Polgar/Koy
Homepage Babendererde/Jacobs
Facebook Schlonski/Bohn

Veranstalterseite
Ergebnisse


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