Extreme Sailing
Team Gaebler: Platz 3. im Finalrennen!

"Es war sicher eine der emotionalsten Segelserien des Jahres", sagt Gäbler nach fünf Tagen Up and down bei Leichtwindbedingungen

  • Lasse Johannsen
 • Publiziert am 17.10.2011

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Gaebler weiter: "Nur an einem Tag hatten wir die schöne auflandige Thermik. Ansonsten war die Serie eher von leichten und sehr drehenden Winden geprägt, die teilweise sehr an den Nerven aller Teilnehmer zerrte.
 
Mit einem dritten Platz im Finalrennen, welcher von den Punkten doppelt zählt, gab es ein schönes Erlebnis zum Ende der Regatta für unser Team, welches sich für diese Regatta neu formiert hatte. Insgesamt wurden wir 10.
 
Wie es mit dem Veranstalter OC abgemacht war, mussten wir auch diesmal einen lokalen Segler mit an Bord holen. Diesmal war es Anton Paz, der als Vorschoter 2008 die Olympia-Goldmedaille im Tornado gewonnen hatte. Er sorgte für einen perfekten Gennaker- und Focktrimm während der Regatta. Verstärkt durch den Engländer Tom Buggy als Bowman und Nahid am Großsegel waren wir ein sehr harmonisches Team und hatten sichtlich unseren Spaß bei all den turbulenten Rennen.
 
Erneut gab es einen Crash. Diesmal am letzten Tag mit dem französischen Boot ‚Gitana‘, welches uns kurz nach einem Frühstart seitlich ins Heck fuhr. Zum Glück war es diesmal nicht so schlimm, und es platzte nur die oberste Carbonschicht ab. Wir konnten diesmal weitersegeln. Es ist aber fraglich, ob wir das letzte Rennen in Singapur dabei sind.
 
Wie es im nächsten Jahr weiter geht mit unserem Extreme-Sailing-Team, entscheidet sich in den nächsten Wochen. Gestern wurden uns die neuen Termine, die Regatta-Orte und der Meldeschluss (2. Dezember) für die Extreme Sailing Series 2012 vorgelegt. In den nächsten Wochen wird sich die Zukunft unseres Projekts entscheiden.

Ohne Frage gehört diese Rennserie zu den weltbesten Yachting-Events. Keine andere Yachting-Serie geht über so viele Kontinente. Im nächsten Jahr wird man sicher viele der aktuellen Teams und Teilnehmer wieder sehen. Und neue Teams stehen auch schon in der Warteschlange. Ob wir dabei sind, hängt nun von potenziellen Sponsoren und Partnern ab, die sich im internationalen Segelsport engagieren möchten.
 
Neben der America’s-Cup-World-Serie ist die Extreme Sailing Series sicher der Top-Event. Viele Zuschauer. TopPräsenz in den Medien. Segeln, wie man es besser nicht darstellen kann. Doch man muss mit einem Budget von rund 1,4 Millionen Euro pro Jahr rechnen, wenn man mit einem professionellen Team in der obersten Liga mitspielen möchte. Dazu gehört auch ein intensives Wintertraining, welches uns aktuell mit dem Team Oman angeboten wird. Es könnte schon im Januar losgehen.
 
In diesem Jahr waren wir ein ‚Last-Minute-Projekt‘, welches es gerade mal zum ersten Start schaffte und praktisch für jeden Event das Team für den Veranstalter neu umbesetzen musste. Das hatte sportfachlich große Nachteile, und wir fingen praktisch bei jeder Regatta von vorn an. Aber das war eben der Deal mit OC. Und es hat auch Spaß gemacht, mit all den nationalen Segelstars zu segeln.
 
Doch jetzt wünschen wir uns ein Team, mit dem wir das ganze Jahr 2012 durchsegeln können. Wir haben ansatzweise gezeigt, dass wir ganz vorn mitsegeln können. Doch um das die ganze Saison über leisten zu können, muss es jetzt ein professionelles Upgrade im Projekt geben. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob wir dafür die finanzielle Grundlage schaffen können, um ab 2012 für Deutschland durchstarten zu können."

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