Middle Sea Race
Stürmisches Ende einer Flautenregatta

Der Sieger steht fest: Die Crew der J 122 "Artie" unter Skipper Lee Satariano segelte auf Platz eins. 34 Yachten mussten aufgeben

  • Michael Rinck
 • Publiziert am 24.10.2014

Rolex/ K. Arrigo Rennyacht mit Sturmsegel: Am vierten Tag gab es statt Flaute Sturm

Das Gewinnerteam auf der "Artie" erreichte am Donnerstag in den frühen Morgenstunden das Ziel. Nach vier Tagen, 13 Stunden und 35 Minuten war Skipper Lee Satariano sichtlich erleichtert: "Viel wichtiger als der Sieg war es überhaupt anzukommen. Bis zum Schluss hatten wir bei diesen Bedingungen Sorge, es nicht zu schaffen."

Rolex/ K. Arrigo Die Sieger überqueren auf der "Artie" die Ziellinie

Nach drei Tagen bleierner Flaute war am Mittwoch Starkwind aufgekommen, der sich dann bis zum Sturm steigerte. Viele Crews mussten abbrechen und den nächstgelegenen Hafen anlaufen.

Coast Guard Insgesamt 34 Crews brachen das Rennen ab und mussten Schutz in Nothäfen suchen

Schümann auf Platz 43

Die Crew der "Esimit Europa 2" um Skipper Jochen Schümann bekam vom Sturm nichts mehr mit. Sie war nach drei Tagen, zehn Stunden und 42 Minuten bereits als erstes Boot im Ziel. Doch nach berechneter Gesamtwertung landete das Team um Jochen Schümann nur auf Platz 43. Das liegt daran, dass die kleineren Yachten am vierten Tag durch den starken Wind mit richtig Speed unterwegs waren, Wind, den die Crew der "Esimit" nicht mehr ausnutzen konnte, da sie schon im Hafen war.

Starkwind beim Rolex Middle Sea Race 2014

13 Bilder

Erst Flaute, dann Sturm beim Rolex Middle Sea Race 2014

Die Mannschaft der deutschen M34 "Isakareen" trotzte dem Sturm und belegte nach korrigierter Zeit den 21. Platz. Angesichts der 34 Crews, die aufgeben mussten, ein sehr gutes Ergebnis.

Rolex/ K. Arrigo Volvo Open 70 in Rauschefahrt vorm Wind

Der Skipper der "Neo Bank Sails Racing" Paolo Semerara zeigte sich ebenfalls von dem Wetterumschwung überrascht: "Wir hatten einen Ocean-Race-Veteran an Bord, der sagte, er habe niemals gedacht, dass er solch ein Wetter auf dem Mittelmeer erleben würde, mit Wellen bis acht Meter Höhe und Windgeschwindigkeiten bis 45 Knoten. Und das zwölf Stunden lang."

Das Rolex Middle Sea Race startet und endet auf Malta und führt die Segler über einen 608 Seemeilen langen Kurs rund Sizilien und Lampedusa.

Die ruhigen Bedingungen nach dem Start waren dieses Jahr trügerisch.

ROLEX Middle Sea Race 2014

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Beeindruckende Bilder: Alle Bedingungen beim Rolex Middle Sea Race rund Sizilien 2014


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Themen: ArtieEsimit Europa 2Rolex Middle Sea RaceSchümann

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