Farr 40
"Struntje light" glänzt in Amerika

Wolfgang Schäfers "Struntje light"-Crew hat bei den Nordamerikanischen Farr-40-Meisterschaften Platz zwei hinter "Flash Gordon" erkämpft

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 24.08.2015

Sara Proctor Vor Santa Barbara kämpften 15 Teams um die Rolex Farr 40 Nordamerikanische Meisterschaft

15 Yachten aus vier Ländern haben vor Santa Barbara um die Nordamerikanische Meisterschaft gekämpft. Am Ende konnte Stararchitekt Helmut Jahn aus Chicago seiner umfangreichen Titelsammlung einen weiteren hinzufügen. Seine "Flash Gordon"-Crew gewann die Serie mit vier Punkten Vorsprung vor Wolfgang Schäfers "Struntje light" und der italienischen "Enfant Terrible" von Alberto Rossi.

Sara Proctor "Struntje light"-Crew im Einsatz in amerikanischen Gewässern

Vor der Kulisse der Santa-Ynez-Berge lieferten sich die Teilnehmer packende Kämpfe. Jahns Team hatte die Meisterschaftsserie ab dem zweiten Tag angeführt und sich von der Spitzenposition nicht mehr verdrängen lassen. "Wir waren gut und glauben, dass wir diesen Titel verdient haben", sagte Jahn bei der Preisverleihung zu seinem zweiten Titel nach 2009, "es ist immer großartig, eine Meisterschaft zu gewinnen. Dabei war unsere Konstanz der Schlüssel zum Erfolg. Wir haben viele erste, zweite und dritte Plätze ersegelt. So wussten wir am Finaltag ziemlich genau, auf wen wir zu achten hatten."

Sara Proctor Stararchitekt Helmut Jahn aus Chicago jubelte mit seinem Team über den zweiten Klassentitel nach 2009

Jahns Taktiker Morgan Larson beschrieb das finale Rennen als nervenaufreibend, "weil der Druck hoch ist, die Punktabstände eng waren und das Niveau in dieser Flotte so hoch ist". Larson sagte weiter: "Obwohl wir gewonnen haben, würde ich uns nicht zu den drei besten Teams zählen. Wir entwickeln uns noch, haben viel zu beweisen und viel zu lernen. Wir haben uns bemüht, nicht an den Champagner zu denken."

Die Mannschaft von Wolfgang Schäfer hat sich am Finaltag mit einem dritten Rang im Finale noch auf den zweiten Platz verbessert und wurde auf dem Podium gefeiert. "Der Wettkampf hier ist sehr gut", sagte Schäfer, "wir kommen gerne hierher nach Kalifornien. Auch in ein paar Wochen wieder zur Weltmeisterschaft nach Long Beach. Insbesondere, weil es eine Rolex-Regatta ist. Für mich sind Rolex-Regatten eine Art Verpflichtung. Wir müssen einfach kommen! Eine Rolex zu gewinnen, das ist ein Ziel. Doch das Niveau in dieser Klasse ist sehr hoch. Wenn man sich umschaut, dann sieht man das 'Who's who' der Taktiker. Jeder, der einen Namen hat, ist hier dabei. Und es ist sehr schwer, sie zu schlagen."

Schäfer ließ auch wissen, was er von seinem Taktiker, dem italienischen America's-Cup-Segler und Matchracer Francesco Bruni erwartet, mit dem er zum zweiten Mal antritt: "Da ist Luft nach oben. Es gibt viel zu lernen, doch das wichtigste Ziel ist die schnellstmögliche Verbesserung unserer Kommunikation, weil die Kommunikation 50 Prozent der gesamten Sache ausmacht. Es hilft nicht, wenn der Taktiker eine gute Idee hat. Er muss sie erklären und er muss sicher sein, dass die Crew ihm folgen kann. Die Kommunikation muss schnell funktionieren, es darf keine Verzögerungen geben. Das ist ein ausschlaggebender Punkt. Die wirklich guten Jungs wissen das." Mit der Kommunikation an Bord von "Struntje light" hat es vor Santa Barbara am Ende offensichtlich gut geklappt. Die Weltmeisterschaft der Farr-40-Klasse findet vom 24. bis 27. September vor Long Beach statt.


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Themen: Farr 40Flash GordonHelmut JahnNordamerikanische MeisterschaftSanta BarbaraStruntje lightWolfgang Schäfer

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