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Start verschoben: Ziel noch nicht in Sicht

Weit hinter dem Zeitplan quälen sich Vovo-70-Racer mit leichten Winden bei Schottland herum. Proviant und Diesel werden auf den Yachten knapp. Start zum In-Port-Race verschoben.

  • Matthias Beilken
 • Publiziert am 08.06.2006

Mal davon abgesehen, dass die Durchquerung des notorischen Pentland Firth' mit seinen bis zu neun Knoten starken Tidenströmen eine ordentliche navigatorische Leistung darstellt, markiert die Enge zwischen Schottland und den Orkneyinseln nur gut zwei Drittel der Gesamtdistanz der achten Etappe des Volvo Ocean Race. Das anhaltende Leichtwindwetter, aufgrund dessen die Crews ihre Vorräte längst rationiert haben, zwingt CEO Glenn Bourke zu einer Entscheidung: "Wir werden erst am Sonntag in Rotterdam segeln".

Zwar haben Bourke und sein Team die Etappe "bereits so stark verkürzt, wie es überhaupt möglich war", das ETA für die ersten Boote wird derzeit dennoch mit 24 Uhr am Freitag angegeben — frühestens. Erschwerend hinzu kommt, dass sich östlich von Schottland eine Art Flautenbarriere zwischen die ersten und die letzten drei Yachten geschoben hat. "Der Abstand der vorderen drei beträgt jetzt wohl um die 100 Meilen", nörgelt Starskipper Paul Cayard. Mit "Pirates of the Caribbean" liegt er derzeit auf Platz vier. Speed der Yacht: Maximal vier Knoten. "Unter normalen Umständen haben wir keine Chance mehr, die drei noch einzuholen. Und selbst unter den unnormalen Bedingungen dieser Etappe, die längst lächerlich geworden ist, wird es schwierig".
Die drei vorderen Yachten, "Ericsson", "Brasil 1" und "ABN Amro ONE, jagen sich die Spitzenreiterposition quasi im Minutentakt ab, der aktuelle Positionsreport zeigt "Ericsson" als führende Yacht. Für die Dreiergruppe jedoch wichtiger ist, dass sie mit rund 12 Knoten Speed die Nordsee runterrasen — immerhin erwartensie in Rotterdam viele viele prominente Yachten, die bereits früher das Whitbread oder das Volvo Ocean Race geseglt sind, im Rahmen der "Whitbread Reunion". Dabei: "Steinlager 2" oder "Peter von Seestermühe".


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Themen: Rotterdam

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