Regatta-News
Stamm gewinnt dritte Around-Alone-Etappe

Verfolger Thierry Dubois mit technischen Problemen

  • Mathias Müller
 • Publiziert am 10.01.2003

J. Vapillon Rivacom Bernard Stamm

Der Schweizer Bernard Stamm hat auch die dritte Etappe der Einhandregatta um die Welt gewonnen. Am Donnerstag nachmittag erreichte er mit seinem Open 60 "Bobst Group-Armor Lux" das Ziel in Tauranga, Neuseeland.

25 Tage, 12 Stunden und 24 Minuten benötigte Stamm für die rund 7000 Seemeilen von Kapstadt nach Tauranga. Damit unterbot er den bisherigen Etappenrekord, den Giovanni Soldini mit "Fila" vor vier Jahren aufstellte, um ganze zwei Tage. Die Ziellinie in Neuseeland hätte jedoch für den Schweizer keine Meile weiter entfernt liegen dürfen. Nur Sekunden nach dem Sieg brach an Bord der "Bobst Group-Armor Lux" die Pinne, sodass weiteres Steuern unmöglich war.

Stamm bleiben nun jedoch ganze vier Wochen, um sich und sein Schiff wieder auf das nächste Teilstück (von Tauranga nach Salvador, Brasilien) vorzubereiten. Dies darf als immenser Vorteil gegenüber der Konkurrenz gewertet werden. Und es scheint schon jetzt so, als sei dem Schweizer der Gesamtsieg bei der Around Alone nicht mehr zu nehmen. Zumal er alle drei Etappen der Regatta bisher für sich entscheiden konnte.

J. Vapillon Rivacom Bobst Group-Armor Lux

Völlig desillusioniert war dagegen der Zweitplazierte Thierry Dubois, als er vom Zieleinlauf seines Widersachers hörte. Der Franzose, zu diesem Zeitpunkt noch 194 Seemeilen von Tauranga entfernt, scheint das Pech gepachtet zu haben. "Schon vor 4000 Seemeilen ist mein großer Gennaker gerissen, sodass ich nur noch mit normaler Fock und Stagsegel vor dem Wind segeln kann", schreibt er enttäuscht. Außerdem, so der Franzose, sei die Elektronik seiner "Solidaires" ausgefallen. Nur aufgrund dessen habe er einen viel zu nördlich liegenden Kurs gewählt und die schneller Route, auf der Stamm unterwegs gewesen sei, verlassen.

Spannend wird noch das Rennen um den dritten Rang bei dieser Etappe. Graham Dalton schickt sich mit seiner "Hexagon" zum ersten Mal seit Beginn des Rennens an, einen Platz auf dem Podium zu erreichen. Und das vor heimischem Publikum. Einen Strich will ihm jedoch Simone Bianchetti durch diese Rechnung machen. Der Italiener, der nach Havarie auf der zweiten Etappe, erst kurz vor dem Neustart in Kapstadt angekommen war, segelt seitdem mit einem Ersatzmast vor dem führenden Stamm - und das nicht schlecht. Gerade mal 25 Seemeilen trennten ihn von Dalton, als beide noch rund 650 Meilen vom Etappenziel entfernt waren.

J. Vapillon Rivacom Bobst Group-Armor Lux

Auf dem fünften und sechsten Rang folgten Emma Richards ("Pindar"/895 Meilen zum Ziel) und Bruce Schwab ("Ocean Planet"/978 Meilen zum Ziel).
In der Klasse zwei des Rennens (Open 50s und Open 40s) führte am Donnerstag Brad Van Liew mit seiner "Tommy Hilfiger". Sein Abstand bis zum Etappenziel in Tauranga betrug 912 Seemeilen. Dahinter segelte Tim Kent ("Everest Horizontal"/1694 Meilen zum Ziel) vor Derek Hatfield ("Spirit of Canada"/1904 Meilen zum Ziel). Außerdem: Kojiro Shiraishi ("Spirit of Yukoh"/2173 Meilen zum Ziel) und Alan Paris ("BTC Velocity"/2783 Meilen zum Ziel).


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