Regatta
Spithill gewinnt RC-44-Matchrace-WM

Terry Hutchinson holt mit Team Artemis Silber, Bronze geht an BMW Oracle Racing unter Russell Coutts. Markus Wieser wird Achter

  • Pascal Schürmann
 • Publiziert am 14.10.2010

Nico Martinez / RC44 Class James Spithill und sein US-Team 17

Souverän hat sich vor Lanzarote das US-Syndikat 17 in der erstmals ausgetragenen Matchrace-WM der RC-44-Klasse gegen die Konkurrenz durchgesetzt. Mit dem Australier James Spithill am Ruder lag man am Ende mit beeindruckenden 8 : 1 Punkten vorn.

Die WM, bei der nun im zweiten Teil Fleetraces auf dem Programm stehen, ist eingebettet in die Championship Tour 2010 der RC-44-Klasse.

"Es fühlt sich gut an, wirklich fantastisch", sagte der 31-jährige Spithill nach dem Sieg. "Wir haben uns gut behauptet, sowohl angesichts teils harter Segelbedingungen als auch einer Top-Konkurrenz."

Es war Spithills erster Sieg bei einer Matchrace-Veranstaltung im Rahmen der RC-44-Regattaserie. "Als Team segeln wir inzwischen viel besser als noch zu Jahresbeginn, als wir in die Klasse eingestiegen sind", so Spithill. Vor der WM habe man viel Zeit auf eine gute Vorbereitung verwendet.

Markus Wieser, Skipper von Sea Dubai, musste sich im letzten Duell dem slowenischen Team Ceeref unter Rod Davis geschlagen geben. Dadurch rutschte der Deutsche, der für die Vereinigten Arabischen Emirate startet, am Ende auf Platz acht.

AEZ Schell AEZ RC 44 Sailing Team

Einziges deutschsprachiges Team unter den insgesamt 13 teilnehmenden Crews ist das AEZ RC 44 Sailing Team aus Österreich, geführt von Christian Binder. Die Österreicher zogen in der Best-of-three-Serie gegen Mascalzone Latino mit 1 : 2 den Kürzeren und beendeten den Matchrace-Wettbewerb auf Rang zehn. Am Ende waren Binder und Co. dennoch zufrieden, konnte man doch immerhin das Auftaktmatch für sich entscheiden.

„Auf der einen Seite freuen wir uns über den in Summe gelungenen Auftritt, zumal das Matchrace-Segeln bekanntermaßen unsere Schwachstelle ist. Auf der anderen Seite ist es schade, dass wir die Italiener noch von der Leine gelassen haben. Das Timing am Start war schlecht, einmal waren wir zu passiv, dann um eine Spur zu früh dran“, zog Christian Binder Bilanz.

„Wir wollen in einzelnen Wettfahrten um einen Podestplatz mitfahren und die Serie im Mittelfeld beenden“, gab AEZ-Trainer Alfred Pelinka die Marschrichtung fürs Fleetrace vor. „Wenn wir an die seglerische Leistung der letzten Tage anknüpfen, bin ich zuversichtlich, dass uns die eine oder andere Überraschung gelingt.“

Das Fleetrace ist mit maximal zwölf Wettfahrten angesetzt.

Endstand RC-44 Matchrace:

1. 17 (USA) James Spithill
2. Artemis (SWE) Terry Hutchinson
3. BMW Oracle Racing (USA) Russell Coutts
4. Katusha (RUS) Paul Cayard
5. Team Aqua (UAE) Cameron Appleton
6. No Way Back (NED) Ray Davies
7. Ceeref (SLO) Rod Davis
8. Team Sea Dubai (UAE) Markus Wieser
9. Mascalzone Latino (ITA) Vincenzo Onorato
10. AEZ RC 44 Sailing Team (AUT) Christian Binder
11. Islas Canarias Puerto Calero (ESP) Daniel Calero
12. Peninsula Petroleum (ESP) John Bassadone
13. Synergy Russian Sailing Team (RUS) Evgeniy Neugodnikov

Mehr Infos unter www.rc44.com .


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Themen: CayardCouttsDuellFleetklasseLanzaroteMatchRaceRC 44RegattaSegelnSpithillWieserWM

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