Regatta
Spithill dominiert RC-44-WM

Coutts gewinnt Fleetraces/Spithill Gesamtsieger/Harm Müller-Spreer und Markus Wieser holen Gesamtrang sechs/AEZ Gesamtzehnter

  • Pascal Schürmann
 • Publiziert am 18.10.2010

Nico Martinez / RC44 Class Team AEZ in Führung liegend im siebten Rennen

Der Australier James Spithill hat mit seinem US-Team "17“ die RC-44-Weltmeisterschaft vor Lanzarote gewonnen. Nach dem Gewinn der Matchraces genügte am Ende ein zweiter Platz bei den Fleetraces, um sich den Gesamtsieg zu sichern.

Den ersten Platz beim Fleetrace-Wettbewerb holte sich BMW Oracle Racing mit Profi-Steuermann Russell Coutts. Damit haben die Amerikaner weiterhin beste Chancen, die gesamte RC-44-Serie für sich zu entscheiden. Nur noch eine Regatta steht aus: der Miami RC 44 Cup Anfang Dezember. Gegenüber Verfolger "No Way Back" führt man derzeit mit zwei Punkten.

Vor Puerto Calero erwischten Spithill und sein Team um Anders Myralf zunächst einen schlechten Start in die Rennen des letzten Tages. In Führung liegend, setzte das US-Team mit einem Fehlstart und mehreren Strafen die Chancen auf den Gesamtsieg leichtfertig aufs Spiel.

Nico Martinez / RC44 Class Die Gesamtsieger: US-Team "17" mit James Spithill und Anders Myralf

“Wir fühlen uns großartig", sagte der 31-jährige Spithill. “Das war ein harter Tag auf dem Wasser für uns. Wir haben uns bemüht, uns von Strafen frei zu halten, doch das ist uns nicht gelungen." Die Bedingungen auf dem Wasser seien einfach zu unberechenbar gewesen. "Egal, am Ende des Tages haben wir es geschafft."

Wie knapp es zuging, zeigt ein Blick auf die Ergebnisliste vor dem letzten Lauf. Da lagen die drei führenden Teams — "No Way Back", "BMW Oracle Racing" und "17" lediglich einen Punkt auseinander.

Da "No Way Back" und "17" Strafkringel im letzten Rennen aufgebrummt bekamen, konnte "BMW Oracle Racing", geführt von Taktiker Russell Coutts und dem einheimischen Steuermann Jose Juan Calero, das Fleetrace für sich entscheiden.

Nico Martinez / RC44 Class Beste im Fleetrace: BMW Oracle Racing

“Ich bin Russell Coutts und Herrn Ellison sehr dankbar, dass sie mir die Chance gegeben haben, ihr Boot zu steuern", sagte Calero nach dem Erfolg.

"No Way Back", gesteuert von Eigner Pieter Heerema/Niederlande, lag am Ende mit 55 Punkten auf Rang drei. Taktiker an Bord war der Neuseeländer Ray Davies. Zusammen mit dem sechsten Platz beim Matchrace bedeutete dies am Ende Gesamtrang drei.

Der deutsche Harm Müller-Spreer steuerte die "Sea Dubai", sein Taktiker war Markus Wieser. Mit ihrem Team gelang ihnen ein erster Platz im fünften von insgesamt zehn Rennen. “Dieses Rennen ist gut für uns gelaufen. Wir kamen von einer schlechten Position nach der ersten Amwind-Bahn", so Müller-Spreer. “Dann aber haben wir die ganze Zeit über hart gekämpft und am Ende den Führenden tatsächlich noch kurz vor der Ziellinie eingeholt.”

Alles in allem müsse man aber noch konstanter werden in der Leistung. Nur ein Rennen zuvor sei man noch weit hinten auf Platz zehn gelandet. “Ich bin dennoch zufrieden mit dem Ergebnis, segele ich dieses Boot doch erst zum dritten Mal", so Müller-Spreer.

Auch die Österreicher vom AEZ RC 44 Sailing Team schafften immerhin einen Sieg, und zwar im siebten Rennen. „Wenn man bedenkt, wer hier am Start ist, und berücksichtigt, dass wir nach wie vor die einzigen Amateure sind, ist dieser Sieg einfach fantastisch", frohlockte Taktiker Christian Binder. Wir messen uns hier mit den besten Seglern der Gegenwart und haben bewiesen, dass auch mit einem kleinerem Budget Großes möglich ist.“ Gesteuert wurde das Boot in den Fleetraces von René Mangold.

Der Islas Canarias Puerto Calero Cup (RC-44-WM)

Ergebnis der Fleetraces:

1. BMW Oracle Racing (USA) Jose Juan Calero/Russell Coutts — 49 Punkte
2. 17 (USA) Anders Myralf/Jimmy Spithill — 54 Punkte
3. No Way Back (NED) Pieter Heerema/Ray Davies — 55 Punkte
4. Team Sea Dubai (UAE) Harm Müller-Spreer/Markus Wieser — 58 Punkte
5. Katusha (RUS) Guennadi Timtchenko/Paul Cayard — 58 Punkte
6. Ceeref (SLO) Igor Lah/Rod Davis — 61 Punkte
7. Artemis (SWE) Torbjorn Tornqvist/Terry Hutchinson — 65 Punkte
8. Team Aqua (UAE) Chris Bake/Cameron Appleton — 69 Punkte
9. Mascalzone Latino (ITA) Vincenzo Onorato/Francesco Bruni — 79 Punkte
10. AEZ RC 44 Sailing Team (AUT) René Mangold/Christian Binder — 86 Punkte
11. Islas Canarias Puerto Calero (ESP) Daniel Calero/Jose Maria Ponce — 89 Punkte
12. Peninsula Petroleum (ESP) John Bassadone/Inaki Castaner — 92 Punkte
13. Synergy Russian Sailing Team (RUS) Maxim Logutenko/Evgeniy Neugodnikov — 100 Punkte


Endergebnis aus Fleetrace und Matchrace:

1. 17 1-2 — 3 Punkte
2. BMW Oracle Racing 3-1 — 4 Punkte
3. No Way Back 6-3 — 9 Punkte
4. Katusha 4-5 — 9 Punkte
5. Artemis 2-7 — 9 Punkte
6. Sea Dubai 8-4 — 12 Punkte
7. Ceeref 7-6 — 13 Punkte
8. Aqua 5-8 — 13 Punkte
9. Mascalzone Latino 9-9 — 18 Punkte
10. AEZ RC 44 Sailing Team 10-10 — 20 Punkte
11. Islas Canarias Puerto Calero 11-11 — 22 Punkte
12. Peninsula Petroleum 12-12 — 24 Punkte
13. Synergy 13-13 — 26 Punkte

Zwischenstand vor dem letzten Event in der Gesatmserie:
BMW Oracle Racing — 8 Punkte
No Way Back — 10 Punkte
17 — 12 Punkte
Artemis — 12 Punkte
Team Aqua — 13 Punkte
Sea Dubai — 19 Punkte
Katusha — 21 Punkte
Ceeref — 26 Punkte
Islas Canarias Puerto Calero — 34 Punkte
AEZ RC44 Sailing Team — 38 Punkte
Mascalzone Latino — 43 Punkte
Peninsula Petroleum — 47 Punkte
Synergy — 48 Punkte
Organika — 48 Punkte


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