Route du Rhum
Spektakuläres Mega-Starterfeld

Francis Joyon meldet seine Teilnahme am Transatlantik-Rennen im November in der "Ultimes"-Klasse. Das Rennen verspricht Spektakel pur

  • Andreas Fritsch
 • Publiziert am 26.08.2014

Team Idec An der Startlinie für die Route du Rhum am 2. November: Trimaran "Idec"

Joyon, derzeit schnellster Einhand-Weltumsegler mit seinem Maxi-Tri "Idec", Halter diverser Rekorde und anerkannt einer der besten der Multi-Szene, freut sich auf das Rennen, dessen Feld er für deutlich stärker als bei der letzten Auflage hält. "Es sind eine Reihe sehr unterschiedliche Boote am Start, jedes hat spezifische Stärken in bestimmten Bedingungen. Daher ist es schwer vorherzusagen, wer Favorit ist." Trotzdem ließ der Franzose durchblicken, dass er Yann Guichards riesige "Spindrift 2" (131 Fuß) für eines der schwer zu schlagenden Boote hält, vorausgesetzt, die Bedingungen stimmen.

Joyon war mit seiner "Idec" zuletzt auf diversen eher exotischen Rekordstrecken unterwegs, auch weil sein Dauer- und Erzrivale Thomas Coville mit "Sodebo" sich nach wie vor die Zähne an Joyons Bestzeiten um die Welt und transatlantik ausbeißt. Doch auch Coville ist mit einem neuen Boot am Start und will nun endlich einen bedeutenden Sieg einfahren. Er geht mit der komplett umgebauten und modernisierten Ex-"Geronimo" von Olivier de Kersauson an den Start. Das Boot ist 102 Fuß lang und damit nur unwesentlich größer als Joyons "Idec".

Mer&Media Francis Joyon

Ein ohne Frage starker Mitstreiter wird die "Banque Populaire VII", die alten "Groupama 3" und zugleich Sieger der letzten Route du Rhum, sein, wenn auch noch nicht klar ist, wer sie skippert. Armel Le Cléac’h, der das Boot eigentlich segeln sollte, hat sich laut der Regattaleitung der Route du Rhum an der Hand verletzt und es wird zurzeit nach einem Ersatz-Skipper gesucht. Das 105 Fuß lange Boot ist genau wie "Spindrift 2" ursprünglich für Rekordfahrten mit voller Crew gebaut worden.

Die Underdogs im Rennen sind auf dem Papier wohl die beiden 70-Fußer der Mod-One-Design-Klasse mit Sydney Gavignet ("Oman Musandam") und Sebastian Josse ("Edmond de Rothschild") sowie der 80-Fußer von Lionel Lemonchois. Doch gerade die hochgezüchteten Mod 70 gelten im Vergleich zu den sehr großen Booten, die für das Einhand-Rennen leistungsmäßig abgespeckt wurden, als harte Gegner, etwa bei Leichtwind-Bedingungen. 

Nicht zuletzt deutete Francis Joyon an, dass ein weiterer Hot-Shot der Szene noch an den Start kommen könnte, der Franzose Yann Eliès. Er hat zwar offiziell noch kein Boot, doch es ist kein Geheimnis, dass Thomas Covilles alte "Sodebo" zur Charter angeboten wurde. Zuletzt war der Schweizer Bernard Stamm als Skipper für das technisch startklare Boot im Gespräch, doch vielleicht reichte das Budget nicht aus. Man darf in den nächsten Wochen vor dem Start am 2. November also noch mit der einen oder anderen News rechnen.


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Themen: Francis JoyonIdecRoute du Rhum

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