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Sportcat contra Tandemsurfboard – große Show beim Internationalen Hafenfest 2006 im Duisburger Innenhafen

  • YACHT Online
 • Publiziert am 23.06.2006

A. Buchholz Doppelrumpf gegen Doppelsegel – Speed-Spektakel in Duisburg

Schon seit einigen Jahren wird mit zunehmendem Ehrgeiz und Materialeinsatz ein Wettstreit zwischen Surfern und Katamaranseglern ausgetragen. Wer ist schneller? Genau darum ging es auch am vergangenen Wochenende beim Hafenfest in Duisburg.

Schon beim „Multivan Surf Festival Fehmarn 2006“ kam es zum Wettkampfspektakel zwischen Surfbrett, Katamaran und Kite-Board. Es galt, die Insel in weniger als drei Stunden und drei Minuten zu umrunden. Dieser Rekord wurde von Racing-Ass Helge Wilkens 2003 aufgestellt, und ihn galt es zu schlagen. Der Deutsche Meister im Speedkiten Dirk Hanel sowie der amtierende Deutsche Meister im Hobie Cat Ingo Delius gemeinsam mit Vorschoterin Katrin Weise-Dohse nahmen den 80 Kilometer langen Rundkurs um Fehmarn in Angriff.

Die Idee, ein Tandem-Surfbrett gegen einen modernen Katamaran in einem Binnenhafen gegeneinander segeln zu lassen, ist dagegen neu. Eingeladen hatten auf Initiative von Enno Klapper die Organisatoren des Hafenfests. Dem Pressesprecher des Seglerverbands Nordrhein-Westfalen und der Vereiniguzng der Topcat-Segler war es gelungen, den früheren Topcat-Katamaran-Weltmeister Bernd Breymann (München) mit Vorschoterin Carola Fischer (Jugendkoordinatorin der Topcat Klassenvereinigung) gegen das amtierende deutsche Spitzen-Ranglistenteam im Tandem-Surfen Tobias Schenk und Kai Abel antreten zu lassen.

Aufgrund der verschiedenen Leistungsverhältnisse, das heißt dem Quotienten aus Gewicht (Mannschaft und Boot/Board) und Segelfläche, war nicht von Beginn an klar, wer gewinnen würde. Das Rennen versprach spannend zu werden. Ein wichtiger Faktor waren sicherlich die in einem Innenhafen herrschenden besonderen Windverhältnisse.

Der Startschuss fiel um 15 Uhr. Die gegnerischen Parteien sollten zweimal einen Up-and-down-Kurs im Hafenbecken segeln. Zunächst lieferten sich die Crews ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Mal hatte der Katamaran den Bug vorn, mal das Tandem-Board. Schließlich aber konnte sich der Katamaran besonders auf dem Downwind-Kurs nach vorn schieben, und mit großem Vorsprung die Ziellinie überqueren. Das gleiche Schauspiel bot sich im zweiten Durchgang, der Sieg für den Katamaran fiel am Ende also deutlich aus.

Insgesamt ein interessanter Vergleich und ein sehenswertes Ereignis. Und eine Weltpremiere noch dazu. Denn noch nie wurde ein ähnliches Rennen zwischen zwei Rümpfen und zwei Surfsegeln in einem Binnenhafen ausgetragen.

Carola Fischer


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Themen: Hafenfest DuisburgTandem-SurfboardTopcat

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