Imoca Open 60
Skipperwechsel auf "Hugo Boss"

Alex Thomson übergibt für Transatlantik-Rennen an Ryan Breymaier – was dessen ehemaliger Co-Skipper Boris Herrmann über den Wechsel denkt

  • Jochen Rieker
 • Publiziert am 21.04.2014

Alex Thomson Racing Die aktuelle "Hugo Boss", zu erkennen am neongelben Bugspriet, zählt zu den derzeit schnellsten Open 60s

Der amerikanische Segelprofi Ryan Breymaier wird am 1. Juni beim neuen New-York-Barcelona-Rennen der Imoca-Klasse auf dem Open 60 "Hugo Boss" starten. Er vertritt Stamm-Skipper Alex Thomson, der zur gleichen Zeit die Geburt seines zweiten Kindes erwartet und daher nicht an Bord sein wird. Das gab Thomsons Team in der vergangenen Woche bekannt.

Boris Herrmann, der mit Breymaier beim letzten Barcelona World Race auf dem relativ betagten Open 60 "Neutrogena" Fünfter wurde, bewertet die Entscheidung in einem Kommentar für YACHT online als große Chance. Für ihn ist Breymaier einer der Favoriten des Rennens.

FNOB Ryan Breymaier (l.) wurd mit Boris Herrmann Fünfter beim Barcelona World Race

Hier Boris Hermanns Einschätzung: 

Für Ryan ist das Zweihand-Transatlantik-Rennen auf der top ausgestatteten "Hugo Boss", einem der schnellsten Schiffe der Flotte, eine grandiose Gelegenheit, wertvolle Erfahrung und Publicity für seine zukünftigen Offshore-Ambition zu ergattern.

Dass die Wahl auf ihn fiel, ist dabei kein Zufall. Es besteht bereits eine lang andauernde Management-Kooperation zwischen Ryan und Alex Thomsons Team mit dem Ziel, Sponsoren für das "Project USA" zu finden – Ryans geplanter Teilnahme am Vendée Globe.

Ryan ist seit gut 10 Jahren im Imoca-Zirkus aktiv. Er kam als Rigger von der amerikanischen Ostküste zum bretonischen Rennstall Kairos um Roland Jourdain, wo er u.a. mit "Veolia" am Europa-Rennen und mit mir zusammen auf "Neutrogena" am Barcelona World Race teilnahm. Er genießt in der Szene einen guten Ruf als exzellenter Techniker und harter Segler.

Er qualifiziert sich durch eine äußerst vielseitige Erfahrung in verschiedenen Offshore-Klassen. So segelte er neben den Open 60 auch Class40 mit Jörg Riechers auf "Mare", MOD70 mit Sydney Gavignet und Roland Jourdain, VOR70 mit Giovanni Soldini auf "Maserati" und darüber hinaus auf zahlreichen Maxis im Mittelmeer und der Karibik.

"Jetzt verstehe ich, warum wir zeitweise so weit zurücklagen", sagte Ryan in Erinnerung an unser Barcelona World Race 2010/11. Sein neues Boot ist in allen Bereichen schneller, radikaler.

"Hugo Boss" ist ein Schwesterschiff des letzten Vendée-Globe-Siegers "Macif", lediglich mit einem anderen Decks- und Mastlayout. Sie wurde vom Alex Thomson Racing Team weiter optimiert und wird nun in wenigen Tagen auf einer Transatlantik-Überführung ausgiebig abgestimmt und getestet. Die Strecke in seine Heimat ist eine gute Vorbereitung für Ryan.

Sein Co-Skipper Pepe Ribes hat ebenfalls großes Potenzial. Es zählt zu den profiliertesten spanischen Skippern derzeit. Meiner Meinung nach haben die beiden alle Voraussetzungen um das New-York-Barcelona-Rennen zu gewinnen."


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Themen: Alex ThomsonBarcelona World RaceBoris HerrmannHugo BossNeutrogenaOpen 60Pepe RibesRyan BreymaierTransatlantik-Regatta

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