ISAF Segel Weltcup
Sieben Sieger vor dem Medalrace

Man stelle sich vor, es ist Finale – und keiner geht hin. Weil man die Sieger schon kennt. Ein Albtraum? Undenkbar? Nicht in Hyères

  • Dieter Loibner
 • Publiziert am 29.04.2011

Guillaume Durand/ Jean-Marie Liot FFV/DPPI Mittendrin und doch nirgendwo: Deutschlands Segler in den Zweimannjollen. Hier das 49er-Team Heil/Plössel

Wer beim vierten Wettbewerb des Isaf-Segel-Weltcups auf ein heißes Finale hoffte, wird enttäuscht. In sieben Klassen wird der Schlusstag eine ziemlich koffeinfreie Angelegenheit, weil die Sieger schon feststehen. Gekämpft wird dort nur noch um die Ehrenplätze.

Guillaume Durand/ Jean-Marie Liot FFV/DPPI So sehen Sieger aus: Pacheco/Betanzos (ESP), die bei den 470er-Frauen überlegen segelten

Die sieben Künstler, die vor Schluss fertig haben und dafür Gold abräumen, sind: Ben Ainslie (GBR) im Finn; Tara Pacheco/Berta Betanzos (ESP) bei den 470er-Damen; Pierre Leboucher/Vincent Garos (FRA) bei den 470er-Männern; Robert Scheidt/Bruno Prada (BRA) im Star; Damien Seguin (FRA) im 2,4 mR; Alexandra/Niki Birrell (GBR) im Skud und Bruno Jourdren/Eric Flageul/Nicolas Vimont Vicary (FRA) im Sonar. Nur noch theoretisch vom ersten Platz zu verdrängen sind die Sibello-Brüder (ITA) im 49er, wo allerdings sechs Boote noch Podestchancen haben.

Jean-Marie Liot FFV/DPPI Knapp am Medalrace vorbeigeschrammt sind Babendererde/Jacobs im Star

Während die Glorreichen Sieben nicht mehr antreten müssten, würden sich etliche deutsche Segler freuen, wenn sie denn nochmal antreten dürften. Sailing Team Germany hat nur zwei Boote beim Medalrace dabei. Simon Grotelüschen, der bei den Lasern eine starke Serie gesegelt war, punktete im letzten Lauf der Goldflotte noch flott  und fiel auf Platz 5 zurück. Auf den Dritten fehlen 12 Zähler, also sechs Plätze. Im Star werden Robert Stanjek/Frithjof Kleen (8.) Deutschlands Farben zwar im Medalrace vertreten, aber, anders als in Palma, nicht ums Treppchen mitreden. Johannes Babendererde/Timo Jacobs mussten sich trotz eines abschließenden zweiten Ranges mit dem undankbaren 11. Platz bescheiden. Eine Disqualifikation im neunten Lauf war der Sargnagel für ihre Top-10-Hoffnungen. Theoretische Treppchenchancen gibt's für Heiko Kröger (6.) und  Lasse Klötzing (7.) im 2,4 mR, die sechs bzw. sieben Punkte vom dritten Platz achteraus liegen. Der Haken: Die letzte Wettfahrt bei den 2,4 mR ist kein Medalrace, daher gibt’s auch keine doppelten Punkte.

Guillaume Durand/ Jean-Marie Liot FFV/DPPI Der Franzose Pierre Le Coq freut sich über den Einzug ins Medalrace bei den RS:X Männern

The rest of the best vom Sailing Team Germany: Finn: 15. Jan Kurfeld (mit einem Sieg im letzten Lauf der Goldflotte); RS:X Damen: 16. Moana Delle; 470er Damen: 18. Victoria Jurczok/Josephine Bach; 470 Männer: 19. Lucas Zellmer/Heiko Seelig; 49er: 20. Tobias Schadewaldt/Hannes Baumann; RS:X Männer: 25. Toni Wilhelm; Laser Radial: 27. Franziska Goltz.

Guillaume Durand/Jean-Marie Liot FFV/DPPI Manche, wie der Franzose Benjamin Montagut am Finn, kämpften sprichwörtlich gegen den Abstieg

Wo geht's also noch um Gold? In beiden Windsurfklassen, beim Laser und Laser Radial sowie beim Frauen-Matchrace, bei dem es zu einer Wiederauflage des WM-Finales von 2010 kommt, Weltmeisterin Lucy Macgregor (GBR) gegen Vizeweltmeisterin Sally Barkow (USA).

Isaf-Segel-Weltcup, Hyères 2011

17 Bilder

Eindrücke vom vierten Weltcup-Event, bei dem einige Nationen schon um Olympiatickets kämpften

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Zur Event- Website mit allen Ergebnissen.


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Themen: Ben AinslieHyèresIsaf-SegelweltcupRobert ScheidtSimon GrotelüschenTimo Jacobs

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