YACHT MdM
Segeln zum Anfassen auf der Außenalster

28 Teams starten bei der Yacht Meisterschaft der Meister

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 23.10.2003

H.-G. Kiesel Streamlines auf der Alster

Die 24. YACHT Meisterschaft der Meister ist der sportliche Paukenschlag zum Auftakt der 44. Internationalen Bootsausstellung Hamburg. Wenn am Sonnabend Morgen die hanseboot 2003 zum ersten Mal ihre Pforten öffnet, treffen sich Deutschlands erfolgreichste Segler zum Kräftemessen auf der Außenalster.

Für 28 Teams aus 27 verschiedenen Segeldisziplinen geht es an diesem Wochenende um den hanseboot-Pokal und die Ehre, "Meister aller Klassen" zu werden. Das traditionsreiche Kult-Event der Segelelite zählt zu den beliebtesten Segelveranstaltungen der Aktiven und lockt auch in diesem Jahr Welt- und Europameister in die Hansestadt.

"Segeln zum Anfassen", so lautet das Motto der zweitägigen Regattaserie, die direkt vor den Stegen des gastgebenden Hamburger Segel-Clubs (gegenüber dem Hotel Atlantik) stattfindet. Alsterspaziergänger und Segelfans sind auf dem Club-Gelände herzlich willkommen. ARD-Sportreporter André Keil wird die spannenden Wettfahrten täglich live kommentieren.

Aus seglerischer Sicht lautet die Parole dieser Yacht Meisterschaft der Meister: Alle jagen Dr. Wolfgang Hunger! Der Kieler Orthopäde, frühere 470er-Weltmeister und aktuelle 505er-Weltmeister ist mit fünf Siegen gemeinsam mit seinem Dauer-Rivalen Karol Jablonski Rekordgewinner der Hamburger Traditionsveranstaltung. Weil aber Jablonski seinen Start in diesem Jahr absagen musste, hat Hunger die Chance, in Führung zu gehen. Doch der erfahrene Steuermann ist nicht konkurrenzlos: Carsten Kemmling, zweifacher Deutscher Meister im Match Race, könnte den "Meistersegler" ebenso gefährden wie einige der Teams aus dem Olympiakader des Deutschen Segler-Verbandes.

Die Serie wird wie in den vergangenen Jahren am Sonnabend zunächst im Fleet Race in Gruppen gestartet. Am Sonntag dann geht es für die besten acht Teams des Vortags im Match Race um den Sieg. Gesegelt wird auf dynamischen Drei-Mann-Booten des Typs Streamline, sportliche und extrem agile Regattaboote, die sich im deutschen Match -Race-Zirkus als de-facto-Standard etabliert haben. 49er-Europameister Marcus Baur, der in seiner Bootsklasse mit Vorschoter Max Groy zu den deutschen Medaillenhoffnungen für die Olympischen Spiele in Athen zählt, geht an diesem Wochenende mit bescheidenen Wünschen an den Start: "Wenn ich olympisch segle, habe ich immer bestimmte Zielsetzungen. Hier in Hamburg will ich Spaß haben und ein wenig über Match Racing lernen." Für die meisten der 106 Segler und sechs Seglerinnen ist das Segeln auf den Streamlines eine neue Erfahrung. Baur dagegen kennt das Boot: "Ich bin schon mal Streamline gefahren. Einen Tag in Travemünde. Da lagen wir in Führung. Dann musste ich weg. Daran können wir ja anknüpfen..."

Als Hauptpartner konnte die YACHT-Redaktion neben ihrem bewährten Partner hanseboot in diesem Jahr erstmals die auch im America´s Cup erfolgreich aktive BMW AG gewinnen, die vor Ort von ihrer Niederlassung Hamburg vertreten wird. Gefeiert wird - auch das ist längst liebgewonnene Tradition - mit allen Teilnehmern am Sonnabend Abend im Hamburger Segel-Club. Dort wird es auf der hanseboot-Party bei der berühmt-berüchtigten Laudatio von YACHT-Moderator Christoph Schumann hoch hergehen. Den hanseboot-Cup überreicht YACHT-Chefredakteur Jochen Rieker den Siegern am Sonntag im Anschluss an das Match-Race-Finale im Aktionszentrum auf der hanseboot gegen 16 Uhr.


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