Extreme Sailing
Schrecken, Schrammen, Schraler

Die Fetzen flogen, gestern am Bosporus. Viele hatten Probleme mit Böen und Drehern. Nur "Artemis" nicht. Die liegen ganz gut vorn

  • Dieter Loibner
 • Publiziert am 27.05.2011

Lloyd Images Schnell, eng, spektakulär: Extreme Sailing Series vor Istanbul

Elf schnelle Extreme-40-Kats, drehender Wind unterschiedlicher Stärke und nur wenig Platz: Es ist das perfekte Rezept für Chaos am Kurs. Und es ging auf, am zweiten Tag der Extreme Sailing Series, die derzeit in Istanbul Station macht.

Lloyd Images Auch wenn's hier nicht so elegant aussieht: Gäbler kann's. Dabei hat er bei jeder Regatta neue Leute auf dem Boot sitzen

Besonders die Italiener von „Luna Rossa" bemühten sich um Feindberührung und gaben sowohl bei „GAC Pindar" (GBR) und „Artemis" (SWE) ihre Vistenkarte ab. Am Ende hing das Boot am Kran zur Schadensinspektion. Es hieß, sie kriegen es hin und werden heute wieder mitmischen. Sehr zur Freude aller.

Lloyd Images Unaufgeregt, solide, flott: "Artemis" segelt konstant und führt überlegen

Wirklich freuen kann sich die Truppe von „Artemis” mit Terry Hutchinson an der Pinne, der sich bei den Extremes bewusst keine Extreme gönnt. Deshalb liegt er im Moment auch um ein Hauseck (19 Punkte) vor der Konkurrenz. „Es geht uns um den goldenen Mittelweg“, erklärte der Amerikaner. „Wir zeigen keine Kabinettstücke, leisten uns aber auch keine Ausfälle.” Hinter den Schweden firmieren derzeit punktgleich die Schweizer von „Alinghi” und die Kiwis von „Team New Zealand”.

Lloyd Images Böig, drehend und oft ein bisschen kitzelig: Hier versucht "GAC Pindar", einen Kopfstand zu vermeiden

Die Wettfahrten bei dieser Veranstaltung sind mit 10 bis 12 Minuten und zwei Runden sehr kurz, aber sehr intensiv, vor allem angesichts der unberechenbaren Bedingungen und mit den riesigen Gennakern. „Geht brutal her, da draußen”, stöhnte Dean Barker, der bei den Kiwis steuert. „Da waren ein paar Schrecksekunden dabei, aber man muss sich drauf einstellen und versuchen, es nächstes Mal besser zu machen.”

Lloyd Images Flugstunde am Goldenen Horn: Roman Hagaras Team von "Red Bull"

Besser machen will es auch Roland Gäbler, der mit „Team Extreme” die deutsche Fahne hochhält. Er ist wie gewohnt mit einer zusammengewürfelten Crew unterwegs und liegt auf Platz neun, zwei Ränge hinter dem Österreicher Roman Hagara und „Red Bull Extreme Sailing”. Gesegelt wird bis Sonntag. Heute wird’s noch einen Tick verrückter, weil ganz knapp unter Land für die Galerie gefahren wird. Wie in einem Stadion. Ergo nennt man's auch „Stadium Sailing”.

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