RORC Caribbean 600
Die Vorschau auf den Karibik-Klassiker

74 Yachten mit 700 Seglerinnen und Seglern aus 32 Nationen werden am Montag im Traumrevier vor Antigua ins "Rennen der 11 Inseln" geschickt. Mit Video-Vorschau

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 20.02.2022
Zählt zu den Favoritinnen im Kampf um die "Line Honors" im RORC Caribbean 600: die von Fernando Echavarri gesteuerte Club Swan 125 "Skorpios" Zählt zu den Favoritinnen im Kampf um die "Line Honors" im RORC Caribbean 600: die von Fernando Echavarri gesteuerte Club Swan 125 "Skorpios" Zählt zu den Favoritinnen im Kampf um die "Line Honors" im RORC Caribbean 600: die von Fernando Echavarri gesteuerte Club Swan 125 "Skorpios"

Team Skorpios Zählt zu den Favoritinnen im Kampf um die "Line Honors" im RORC Caribbean 600: die von Fernando Echavarri gesteuerte Club Swan 125 "Skorpios"

Die 13. Auflage des Karibik-Klassikers RORC Caribbean 600 startet am Montag (21. Februar). 700 Seglerinnen und Segler aus 32 Nationen nehmen auf 74 Yachten an der beliebten Langstrecke im Traumrevier teil, darunter viele prominente Segelrennställe, imposante Mehrrumpf-Mocras und rasant schnelle Maxis-Yachten. Nach der in Pandemiezeiten gestrichenen Auflage im vergangenen Jahr ist die Vorfreude im Hafen von Antigua besonders groß; deutsche Teams sind allerdings diesmal nicht am Start. Weshalb der große Erfolg, den Tilmar Hansen und seine Crew auf der TP52 "Outsider" vor zwei Jahren errangen, als sie überglücklich den Pokal der RORC Caribbean 600 in den Himmel heben durften, zumindest unter deutscher Flagge 2022 nicht wiederholbar ist. Hansens Triumph war der erste deutsche Gesamtsieg in der damals zwölfjährigen Geschichte des "Rennens der elf Inseln".

Carlo Borlenghi/Rolex Die karibische Inselwelt des RORC Caribbean 600 ab und nach Antigua zählt zu den schönsten Segelrevieren weltweit. Auch die Crew auf der Farr 100 "Leopard" will um die "Line Honors" kämpfen

RORC Caribbean 600/RORC Der Kurs für die 13. Auflage des ROR Caribbean 600

Ein deutscher Teilnehmer aber ist nach seiner Transatlantik-Premiere mit der betagten Imoca "Rosalba" auch in der Karibik wieder mit von der Partie: Frank Stum aus Berlin startet als Freund und Crew-Mitglied an der Seite des britischen Skippers Richard Tolkien und dessen beiden Landsleuten Matthew Pritchard und Dave Herrod in das karibische Regattavergnügen. Nachdem die "Rosalba"-Crew tagelang nicht trainieren konnte, weil die Bugleinen der in Antigua liegenden Yachten diagonal gespannt waren, während von der Seite die Böen reinfetzten, hatte das Quartett schon fast keine Hoffnung mehr auf wenigstens einen Testtag auf dem Wasser. Am Samstag aber wurde der doch noch möglich. Die "Rosalba" startet am Montag in der großen Gruppe IRC Zero, der mit 19 Booten größten Division des Rennens in diesem Jahr. "In dieser Gruppe sind wir dann das kleinste Boot. Die Gruppe fängt mit uns an…", erzählt Frank Sturm vom Cöpenicker Segler-Verein. Das Ziel der "Rosalba"-Crew hat sich vom Transat zur Karibik-Herausforderung nicht verändert. "Wenn es gut läuft, dauert die Regatta drei Tage", sagt Frank Sturm, "wir wollen gut segeln und das Beste aus den Bedingungen machen." Hier eine Video-Vorschau mit IRC-Zero-Einblicken (bitte anklicken!).

Team Rosalba Frank Sturm am Steuer der "Rosalba" beim Training für das RORC Caribbean 600 im Revier von Antigua

Tim Wright/Photoaction Bei dieser Auflage des Karibik-Klassikers mit multinationaler Crew und Skipper Deneen Demourkas aus den USA am Start: die VO65 "Sailing Poland"

Bei den Mocra-Mehrrumpfern kommt es zur Wiederauflage des Dreikampfes, der schon das RORC Transat Race so spannend gemacht hatte: Giovanni Soldinis Transat-Sieger auf "Maserati" treffen erneut auf Peter Cunninghams "PowerPlay" und Jason Carrolls "Argo", die mit dem Italiener und seiner Mannschaft nach deren Last-Minute-Coup im atlantischen Wettstreit noch eine Rechnung offen haben. Hier geben Segellegende Loïck Peyron und weitere Profis Einblicke in den Dreikampf und erklären die Unterschiede der Trimarane (bitte anklicken!) . Renndirektor Chris Stone fasste zusammen, was am Montag serviert wird: "Es ist ein wunderbares Rennen in Passatwinden für eine außergewöhnliche Flotte von Regattabooten – das ist ein Seglerparadies!" Was den Kurs des RORC Caribbean 600 taktisch und strategisch so spannend macht, erklärt Weltumsegler und "Tala"-Navigator Campbell Field: "Es ist ein großartiger Kurs, weil er volle Konzentration über zwölf Abschnitte erfordert und jeder dieser Abschnitte seine ganz eigenen Feinheiten hat." Zum Live-Tracker geht es nach dem Start am Montag hier (bitte anklicken!).

James Mitchell Können Giovanni Soldini und seine "Maserati"-Crew die anderen Mocras wieder in Schach halten, oder wird dieses Mal ein anderer Trimaran die Nase vorn haben?

Paul Wyeth/pwpictures Auf David Collins IRC 52 "Tala" ist Campbell Field als Navigator im Einsatz


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Themen: RORC Caribbean 600

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