Regatta-News
Rolex sponsert Baltic Week

NRV gibt den Titelsponsor für Seesegelwoche 2004 bekannt

  • Carsten Kemmling
 • Publiziert am 19.01.2004

Die erste Seesegelwoche des Norddeutschen Regatta Vereins (NRV) Hamburg heißt Rolex Baltic Week. Sie findet vom 7. bis 15. August in Neustadt/Holstein an der Ostsee statt. Mit der wohl prominentesten Schweizer Uhrenmarke wurde zugleich ein renommierter Eventsponsor im Hochseesegeln Partner des NRV.

Zur internationalen Regattafamilie gehören in diesem Jahr unter anderem der Rolex Commodores' Cup in Cowes/England, der Maxi Yacht Rolex Cup und der Rolex Swan Cup in Porto Cervo/Italien sowie das 60. Rolex Sydney to Hobart Yacht Race in Australien. "Wir sind stolz, Rolex Deutschland als Titelsponsor für die Baltic Week gewonnen zu haben", sagte NRV-Präsident Gunter Persiehl bei der Bekanntgabe am Sonnabend (17. Januar) in Düsseldorf.

Unter dem Dach der Rolex Baltic Week finden insgesamt vier verschiedene Regatten statt. Sportliches Highlight ist die Internationale Deutsche Meisterschaft im Seesegeln in der ersten Hälfte. Zu den Titelkämpfen werden mehr als 50 einheimische Yachten in vier Klassen erwartet. Zudem gibt es Anfragen aus Dänemark und Norwegen.

Die Meisterschaft wird nach dem International Measurement System (IMS) gewertet und beginnt am ersten Wochenende mit einer Langstrecke über 80 bis 120 Seemeilen. "Sie hat den Wertungsfaktor 1,5 und darf nicht als schlechtestes Resultat gestrichen werden", erklärte Wettfahrtleiter Holger Benox. Am Montag und Dienstag sind jeweils bis zu vier Kurzrennen in der Neustädter Bucht geplant.

Titelverteidiger sind Detlef Amlong (SVFr) mit der "Froschkönig" in der Klasse IMS 3/4, der Flensburger Torsten Bastiansen auf der "Sailtron X Press" (IMS 2) und Thomas Brügge aus Neumünster mit seiner "Extasy" in der Königsklasse 1. Die Sieger werden am Dienstag Nachmittag - je nach Wetter - im oder vor dem Rathaus von Neustadt geehrt. Aus gutem Grund, denn das Stadtmarketing will die Rolex Baltic Week mit einem internationalen Event auf dem malerischen Marktplatz der ostholsteinischen Kleinstadt begleiten.

Ob Gaukler oder Oldiemusik live, auch die Landratten sollen etwas von der Veranstaltung haben. Und in der Ancora-Marina, die für eine Woche Hort der Regattasegler ist, bildet ein Festzelt den Anziehungspunkt zum Après-Sail. Der Spaß beim Sport ohne Verbissenheit steht beim NRV Ostsee Cup 2004 am Brückentag, dem Mittwoch (11. August), im Vordergrund. Die individuelle Startzeit nach dem Le-Mans-Prinzip gibt es kurz zuvor im Festzelt, und die Teilnehmer gehen auf Basis ihres Yardstick-Handicaps nacheinander im Känguru-System auf die je nach Wetterlage 100 bis 200 Seemeilen lange Regattareise.

Das Ziel wird bis Freitag (13. August) um 18 Uhr offengehalten. Ein Kontrollposten unterwegs gibt den notwendigen Stempel ab. Neben den IDM-Teilnehmern sollen damit auch Chartercrews und reine Freizeitskipper angesprochen werden, die sonst weniger um die Wette segeln. Während der Ostsee Cup noch läuft, gehen am Donnerstag (12. August) die Bavaria-Yachten auf die ersten beiden Kurzrennen des Internationalen Bavaria Cups.

Roland Herrmann, Marketing- und Verkaufsleiter der größten deutschen Sportbootwerft Bavaria Yachts aus Giebelstadt, sieht ein Potenzial von 80 bis 100 Schiffen aus dem In- und Ausland. Auf jeden Fall dürften die Bavarias die größte Gruppe in der Rolex Baltic Week bilden. Die Eigner und Mannschaften dieser Yachten, die üblicherweise an Bord auch übernachten, segeln am zweiten Tag eine Mittelstrecke über 40 bis 60 Seemeilen nach Hohenwieschendorf in Mecklenburg-Vorpommern, wo der Norddeutsche Regatta Verein derzeit einen weiteren Stützpunkt mit Clubhaus aufbaut.

Nach einer Grillparty am Steg geht es am Sonnabend zurück nach Neustadt. Dort wird dann bereits seit dem Vortag die German Open der weit verbreiteten J24-Klasse laufen. Finale der Bavarias und der J24 sind Kurzwettfahrten am Sonntag, dem 15. August, bevor es erneut auf dem Marktplatz zur öffentlichen Siegerehrung kommen soll.

"Wir wollen den Teilnehmern spannenden, fairen Sport auf dem Wasser und ebenso kurzweiligen Spaß an Land bieten", erläuterte Gunter Persiehl. Es reiche längst nicht mehr aus, tagsüber eine Regattabahn auszulegen und die Mannschaften mit ihren Familien und Freunden darüber hinaus sich selbst zu überlassen. So genannte Social Events, das Beiprogramm, machten das Salz in der Suppe der Attraktivität einer Segelsportveranstaltung aus. Persiehl: "Wir wollen die Kraft und Ideen unser zahlreichen Partner nutzen, dass alle Teams am Ende sagen: 'Eine runde Sache, wir kommen wieder'."


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Themen: Baltic WeekRolex

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