Maxi Yacht Rolex Cup
Rolex- und Wally-Hattrick für „Y3K"

Mal war zu viel, mal zu wenig Wind. Für Claus-Peter Offen war's gerade recht und genug: Sieg beim Maxi Yacht Rolex Cup und der Wally-WM

  • Dieter Loibner
 • Publiziert am 10.09.2011

Carlo Borlenghi/Rolex Es wurde knapper als gedacht, doch am Ende reichte es zum Hattrick für „Y3K"

Offen gewann gestern in Porto Cervo/Italien zum dritten Mal nacheinander mit seiner Wally „Y3K“ den Maxi Yacht Rolex Cup und holte sich auch den Gesamtsieg der inoffiziellen Weltmeisterschaft der Wally-Klasse. Bei den Super-Maxis wurde der in der Schweiz lebende Industrielle Otto Happel (Norddeutscher Regatta Verein Hamburg) mit seiner „Hetairos“ von der „Nyala“ des Belgiers Filip Balcaen entthront und belegte den dritten Rang. SAP-Gründer und -Aufsichtsratsvorsitzender Hasso Plattner (Kieler Yacht-Club) landete mit seiner „Visione“ auf Platz 2.

Carlo Borlenghi/Rolex „Visione" beim Runden einer Bahnmarke

Zwei anspruchsvolle Kurzrennen am Schlusstag bildeten einen würdigen und spannenden Abschluss einer diffizilen Woche, die unter zu viel und zu wenig Wind gelitten hatte. Bei leichten bis mäßigen Winden reichte „Y3K“ nach zwei Tagessiegen in den beiden vorangegangenen Küstenwettfahrten ein dritter und sechster Platz zum Sieg, der mit Cup und Rolex-Armbanduhr für den Eigner belohnt wurde.

Carlo Borlenghi/Rolex „Rán" auf der Fahrt zum Sieg in der Mini-Maxi-Klasse

Offen musste allerdings um den Hattrick bangen, als im letzten Rennen der Spinnaker beim Setzen zerriss. „Wir überholten gerade die ‚Magic Carpet‘ und wollten uns absetzen, als stattdessen einige andere an uns vorbeisegelten“, berichtete Taktiker und Segelmacher Thomas Jungblut (ebenfalls Hamburg). Aber die Crew meisterte die Situation mit einem Ersatzspinnaker und sicherte sich den sechsten Platz im Rennen, der in der Endabrechnung einen Zwei-Punkte-Vorsprung bedeutete.

Zufrieden sein konnte auch Hasso Plattner, der die nationalen Gegner hinter sich ließ. Im Vorjahr war er Happels klassischer „Hetairos“ unterlegen gewesen, die bei den Wettfahrten nach Handikap viel Zeitvergütung von den modernen Schiffen bekommt. Der Hamburger Immobilienmagnat Albert Büll konnte mit der 45,19 Meter langen „Saudade“, der größten Yacht unter 45 Teilnehmern, nicht an den Sieg vom Vortag anknüpfen und musste sich mit dem vierten Platz von neun Super-Maxis begnügen.

Maxi Yacht Rolex Cup

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Ideale Segelbedingungen vor Sardinien

Alter und neuer Mini-Maxi-Rolex-Weltmeister ist der Skype-Erfinder Niklas Zennström. Mit seiner „Rán 2“ gewann der Schwede am Steuer vor der „Alegre“ aus Großbritannien und George Sakellaris „Shockwave“ aus den USA. Der Hamburger Günter Herz (Ex-Tchibo) kam mit seiner „Allsmoke“ auf den sechsten Platz unter 16-Mini-Maxis.

  

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Themen: Maxi Yacht Rolex Cupoffeny3k

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