News
"Rambler" ist Sieger der Atlantik-Regatta

Der 90-Fuß-Supermaxi von George David ist nicht mehr zu schlagen - In weniger als 12 Tagen von Newport nach Cuxhaven

  • YACHT Online
 • Publiziert am 06.07.2007

HSH Nordbank/N. Krauss Die Größte war auch die Schnellste. US-Supermaxi "Rambler"

Alle Yachten die noch auf der Nordsee segeln, kämpfen jetzt um die Plätze. HSH Nordbank rundet als letzte Yacht Fair Isle und setzt auch Kurs Cuxhaven. Am Wochenende Massenankunft im Hamburger Hafen erwartet

Jetzt steht es fest. Die amerikanische „Rambler“ ist Gesamtsieger des HSH Nordbank blue race aus. Das zumindest ergab die vorläufige Auswertung nach berechnezer Zeit.

Genau 27,43 Meter misst der Supermaxi, der von America’s Cup Segler Ken Read (46, aus Newport) und seiner internationalen Crew in Rekordzeit über den Nordatlantik gepeitscht wurde. Nur knapp 12 Tage brauchte die Yacht für die gut 3600 Seemeilen lange Strecke von Newport nach Cuxhaven, die noch bis Sonntag im Hamburger Hafen Überseebrücke) zu sehen ist.

„Wenn nicht noch etwas unvorhergesehenes dazwischen kommt, hat die Rambler das Rennen gewonnen“, bestätigt Wettfahrtleiter Alan Green. Rein rechnerisch ist die Chance für alle Konkurrenten heute Morgen abgelaufen“, so Green.

Damit steht der Sieger fest, obwohl ein Großteil der Flotte noch auf dem Wasser ist. Aber der Kampf um die Plätze im HSH Nordbank blue race geht unvermindert weiter.

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag lieferten sich die „Norddeutsche Vermögen Hamburg“, „Snow Lion“ und „Bank von Bremen“ ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen. Nach 19 Tagen auf See, segelten die drei Boote innerhalb einer Stunde ins Ziel vor Cuxhaven.

Der Zielschuss für die jüngste Crew im Rennen auf der „Norddeutschen Vermögen Hamburg“ fiel heute früh um 3.06 Uhr Ortszeit. Nur 42 Minuten später, um 3.48 Uhr war der US-Amerikaner Lawrence Huntington mit seiner „Snow Lion“ angekommen.

Als im Norden Schottlands die Konkurrenz noch in der Flaute saß, konnte die „Norddeutsche Vermögen Hamburg“ 140 Meilen aufholen und sich in der Nordsee noch vor die Yachten mit ähnlichem Rennwert setzen. „Ihr habt gute Arbeit geleistet“, lobte Lawrence Huntington (72), der älteste Skipper der Flotte, Torsten Hilbert (27) von der „Norddeutschen Vermögen Hamburg“, der als jüngster Crewchef gesegelt ist.

Huntington wäre gerne einen Tag eher ins Ziel gesegelt, doch am zweiten
Regattatag brach der Bugspriet der „Snow Lion“. „Seitdem sind wir hinterher gehumpelt und konnten nie die volle Geschwindigkeit erreichen“, bedauert der ehemalige Kommodore des New York Yacht Club, der bereits 2003 bei der Nordatlantikregatta am Start war.

Rainer Persch, der Skipper der „Bank von Bremen“, ist zwar froh, dass Schiff und Mannschaft heil in Cuxhaven angekommen sind, zeigte sich aber enttäuscht, dass er die Führung dieser Dreiergruppe im letzten Drittel der Strecke abgeben musste.

Auch berechnet liegen die drei Yachten nur wenige Minuten voneinander
getrennt auf den Plätzen, wie die Zuschauer sie ins Ziel kommen sahen. Die junge, für den Hamburgischen Verein Seefahrt startende blaue „Norddeutsche Vermögen Hamburg“ liegt derzeit auf Gesamtrang vier vor der amerikanischen Jason Kerr 50 „Snow Lion“, gefolgt von der „Bank von Bremen“.

Die drei Yachten wurden am Freitagnachmittag mit einem großen Welcome in Hamburg empfangen und kamen gerade rechtzeitig zur offiziellen Eröffnung des HSH Nordbank blue race Village.

Mittlerweile habe alle noch segelnden Teams die Nordspitze Schottlands
gerundet und befinden sich auf direktem Kurs ins Ziel. So berichtet Heiko Tornow von Bord der „Luv“: „Die Nordsee begrüßt uns mit glattem Wasser, einer netten Brise aus ziemlich der Richtung, in die wir wollen und einem großartigen Empfangskomitee. Die tollste, längste, vielseitigste Delphinshow mit vielleicht 30 gelb-grau gezeichneten Darstellern bietet stundenlange Unterhaltung vom Feinsten.“

Die „Tutima“, eine schnelle DK 46 von Thomas Ebert aus Frankfurt wird als
nächste Yacht am Sonnabendmorgen im Ziel erwartet. Gefolgt von der
„Iskareen“ mit Skipper Arnt Bruhns und dem zweiten Supermaxi „Bon Bon“ von Johan-Stephan Reith, die sich, wie die „Rambler“ im zweiten Start am 23. Juni auf den Weg gemacht hat.

Am Abend werden dann voraussichtlich die „Boatmen“ von Steffen Blunck und die einzige reine Frauencrew um Skipperin Inken Braunschmidt (32, Dortmund) auf der „KPMG“ ins Ziel segeln.

Der Empfang der eintreffenden Segler wird am Wochenende ganz groß im HSH Nordbank blue race Village gefeiert und Besucher sind herzlich eingeladen, die Segler nach ihrer Atlantiküberquerung zu treffen. Zudem lädt das Zeltdorf an der Kehrwiederspitze mit einem bunten Eventprogramm, einer musikalischen Bühnenshow und kulinarischen Köstlichkeiten zum Verweilen ein (zum Programm siehe separate Meldung weiter unten im blue race Spezial).


Lesen Sie die YACHT. Einfach digital in der YACHT-App (iTunes und Google Play) oder bestellen Sie es im Shop als Abo oder Einzelheft:

iTunes Store Google Play Store Delius Klasing Verlag

Themen: AtlantikHSH Nordbank Blue RaceRegatta

Anzeige