Race to Alaska 2022
Sieg mit 200 Meilen Vorsprung

Während das Team "Pure and Wild" ihren Erfolg ausgelassen feiern kann, ist ein Großteil des Feldes noch weit weg von der Ziellinie - oder sogar ausgeschieden.

  • Max Gasser
 • Publiziert am 21.06.2022
"Pure and Wild" (USA 9700) auf Siegeskurs "Pure and Wild" (USA 9700) auf Siegeskurs "Pure and Wild" (USA 9700) auf Siegeskurs

R2AK/Liv von Oelreich "Pure and Wild" (USA 9700) auf Siegeskurs

Team "Pure and Wild" aus Seattle erreicht als erstes den Zielhafen in Ketchikan und sichert sich damit nicht nur mit riesigem Vorsprung den Sieg, sondern zudem auch 10.000$ Preisgeld. Zuvor hatte die dreiköpfige Crew die 750 Meilen beim härtesten und verrücktesten Segelrennen der Welt in 4 Tagen, 4 Stunden und 32 Minuten absolviert. Neben Jonathan McKee und Alyosha Strum-Palerm ist vor allem Matt Pistay kein Unbekannter. Er hatte 2019 bereits die letzte Ausgabe dieses besonderen Rennens gewinnen können und ist damit der Erste, dem zwei Erfolge beim Race to Alaska gelingen.

R2AK/Jim Meyers Vertizonphoto Die zweitplatzierte "Elsewhere" ist derzeit ungefähr 150 Seemeilen vom Ziel entfernt.

Das Gewinnerteam wählte ebenso wie die aktuell zweitplatzierte "Elsewhere" und ein weiteres Team eine neue Route und segelte an der Westküste von Vancouver Island entlang, anstatt diese wie üblich auf der Ostseite zu passieren. Das zahlte sich aus, denn auf dem offenen pazifischen Ozean enteilte die 44 Fuß lange "Dark Star" dem Feld und erreichte das Ziel mit ungefähr 200 Meilen Vorsprung, voraussichtlich Tage vor den restlichen Teilnehmern.

Das Rennen von Victoria in Kanada nach Ketchikan in Alaska erlaubt fast alles, lediglich Motoren verbietet das Reglement. Erstmalig wurde die Regatta 2015 ausgetragen und wird seitdem von Booten aller Art aufgesucht. Diesjähriger Start war am 13. Juni mit insgesamt 45 Teilnehmenden, doch alleine die Voretappe zwang ganze 10 Teams zur Aufgabe. Mittlerweile sind sogar nur noch 26 im Rennen beteiligt, einige haben erst einen Bruchteil der Strecke zurückgelegt.

R2AK/Rebecca Ross Das Boot von Team "Fix oder Nix" ist ein umgebautes offshore-taugliches Ruderboot.

Mit einem selbst gebauten und auf 24 Fuß verlängerten Angus Row Cruiser, der bis zu drei Masten tragen kann, ist der Deutsche Joachim Rösler gemeinsam mit Zoë Sheehan Saldaña aus Brooklyn am Start. Rösler war 2017 erstmalig dabei, damals jedoch komplett alleine. Aktuell liegt das Team "Fix oder Nix" auf Platz 18 und hat noch über 400 Seemeilen vor sich. Ein ausführliches Interview mit den beiden vor dem Event ist auch in der aktuellen Ausgabe der YACHT 13/2022 zu finden.

Den weiteren Verlauf des Race to Alaska kann man hier (bitte klicken!) auf dem Tracking live mitverfolgen, zur Seite der Veranstaltung geht es hier (bitte klicken!).

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Themen: Race to AlaskaRegatta

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