52 Super Series
"Quantum Racing" siegt, "Platoon" eröffnet stark

Die 52 Super Series wurde in Kroatien eröffnet. Das von Dean Barker gesteuerte Team Quantum Racing verwies Harm Müller-Spreers "Platoon" knapp auf Platz 2

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 27.05.2018
Auftakt-Regatta in Kroatien Auftakt-Regatta in Kroatien Auftakt-Regatta in Kroatien

Nico Martinez/52 Super Series Auftakt-Regatta in Kroatien

Um wenige Punkte nur hat Harm Müller-Spreers "Platoon"-Crew den Sieg bei der Auftaktregatta der 52 Super Series im kroatischen Sibenik verpasst. Doch mit Platz zwei hinter der amerikanischen Gewinnerin "Quantum Racing" ist der Mannschaft um den Hamburger TP52-Weltmeister ein überzeugender Einstieg in die neue Saison des weltweit führenden Profi-Circuits auf Monohulls gelungen. Die von Harm Müller-Spreer selbst gesteuerte neue TP52 erwies sich über eine Woche lang vor der dalmatinischen Küste dem Boot unter US-Flagge nahezu ebenbürtig, an deren Steuer kein Geringerer als America's-Cup-Star Dean Barker agierte.

Nico Martinez/52 Super Series Dean Barker (ganz rechts) und das Team Quantum Racing feiern ihren Sieg bei der ersten Regatta der 52 Super Series 2018

Für das Team Quantum Racing war es der erste Regatta-Sieg seit der Key West Race Week 2017. Die Schlüssel zum "Quantum"-Sieg waren vor allem gelungene Starts und eindrucksvolle erste Kreuzen. Mit Platz zwei in der hochkarätig besetzten Flotte der zwölf Boote aus acht Ländern konnten Harm Müller-Spreer, sein Taktiker John Kostecki und die Crew mehr als zufrieden sein. Mit einem zweiten Tagessieg im achten und letzten Rennen waren sie es, die das letzte Ausrufezeichen setzten, bevor die zweite Regatta bereits in drei Wochen im nahe gelegenen Zadar beginnt. Platz drei sicherte sich bei der ersten Regatta der Saison Takashi Okuras "Sled" mit Taktiker Ray Davies vor der brasilianischen "Onda".

Ranchi/52 Super Series Im Interview trägt Harm Müller-Spreer den Namen des Trainingspartners auf dem Kopf: Quantum Racing

Nico Martinez/52 Super Series "Platoon" mit Eigner Harm Müller-Spreer am Steuer

Nico Martinez/52 Super Series "Platoon"-Eigner Harm-Müller Spreer (3. v. l.) und sein Team freuen sich über Platz zwei zum Saisonauftakt

"Platoon"-Taktiker John Kostecki sagte über die für diese Saison neu gebaute und von Judel/Vrolijk gezeichnete "Platoon": "Wir mögen sie, haben aber noch eine ganze Mege über sie zu lernen. Wir haben hier schon jeden Tag viel gelernt und werden besser. Aber wir haben noch einen langen Weg zu gehen. Das wiederum ist die gute Nachricht: Wir können schneller werden – was hilft." Zum Vergleich mit den "Quantum"-Trainingspartnern sagte Kostecki: "Wir testen jeden Tag mit ihnen. Da ist nicht viel Luft zwischen uns. Also kommt es darauf an, wer besser segeln wird." Auch Harm Müller Spreer bestätigte: "Der Unterscheid zwischen diesen beiden von unterschiedlichen Designern entworfenen Booten war im vergangenen Jahr größer. Ich weiß, dass ihr Leistungsvermögen in diesem Jahr enger beeinander liegt. Du kannst mit jedem der beiden Boote Rennen gewinnen. Aber es ist eine so lange Saison, dass es schwierig vorherzusehen ist, wie es ausgehen wird."

Einen guten Eindruck von den packenden Positionskämpfen in der mit Segelstars gespickten TP52-Flotte vermitteln die Bilder vom Tag vor dem Finale. Das Final-Video erscheint am Montag

Die 52 Super Series ist in diesem Jahr, beflügelt auch von einigen America's-Cup-Akteuren, die den Circuit als Trainingsspielfeld nutzen, so prominent besetzt wie lange nicht mehr. Von den zwölf Booten sind neun Neubauten. Ganz neu dabei sind auch Hasso Plattner und seiner Tochter Tina Plattner mit ihrer "Phoenix"-Crew, die in der finalen Wettfahrt mit Rang zwei ihre Möglichkeiten schon andeuten konnten, in der Gesamtwertung der Auftakt-Regatta aber zunächst mit Platz 8 zufrieden sein musste. Dabei ließ "Phoenix" allerdings schon langjährige TP52-Teams wie Ergin Imres "Provezza" hinter sich.

Nico Martinez/52 Super Series Patrizio Bertellis "Luna Rossa" im Einsatz

Max Ranchi/52 Super Series Hasso und seine Tochter Tina Plattner sind mit der "Phoenix" neu in die 52 Super Series eingestiegen

Ganz neu dabei sind auch Eduardo de Souzas brasilianische "Onda" mit dem fünfmaligen olympischen Medaillengewinner und Doppel-Olympiasieger Robert Scheidt als Taktiker und Patrizio Bertellis "Luna Rossa". Wie spannend es in den kommenden Monaten in der 52 Super Series zugehen wird, zeigt unter anderem die Statistik vom Auftakt: Mit "Quantum Racing" (3), "Platoon" (2), "Sled", "Paprec" (Ex-"Rán") und "Provezza" konnten fünf verschiedene Boote mindestens ein oder mehrere Rennen gewinnen.

Hier geht es zu den Ergebnissen.

Nico Martinez/52 Super Series Nacra17-Olympiasieger Santi Lange als Taktiker im Einsatz auf der italienischen "Azzurra"


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Themen: 52 Super SeriesPlatoonQuantum

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