TP52 Super Series
"Platoon" verpasst Podiumsplatz knapp

Harm Müller-Spreers "Platoon"-Team hat den Podiumsplatz der 52 Super Series knapp verpasst und dennoch eine starke erste Saison absolviert

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 21.09.2015

MartinezStudio Platoon

Ausgerechnet im letzten Rennen der Saison verpassten Steuermann Harm Müller-Spreer und seine "Platoon"-Crew den möglichen dritten Podiumsplatz in der Saisonabschlusswertung der 52 Super Series und damit auch den Sieg in der "Owner/Driver"-Wertung. In Portugal erlebte die Crew einen schwarzen Sonntag, kreuzte die Ziellinie zweimal erst als neunte und rutschte deshalb in der Gesamtwertung des Cascais Cup auf Platz fünf zurück. Das wiederum kostete die entscheidenden Punkte im Kampf um den vor der Regatta noch nicht einmal für möglich gehaltenen, aber plötzlich nach herausragenden Leistungen in Reichweite gekommenen Sprung aufs Podest in der 52 Super Series. Die Serienwertung hat Harm Müller-Spreers Mannschaft nach insgesamt fünf Regatten vor Valencia, Porto Cervo, zweimal Mallorca und Cascais mit Platz vier abgeschlossen.

Nico Martinez / Martinez Studio Die 52 Super Series servierte in diesem Jahr hochspannenden Segelsport

Den Sieg vor Cascais sicherte sich am Wochenende das erfahrene amerikanische Team Quantum Racing vor der italienischen "Azzurra" und dem US-Team "Vesper". Die "Platoon"-Crew segelte beim portugiesischen Saisonfinale hinter der türkischen "Provezza" auf Platz fünf.

In der Gesamtwertung war in dieser Saison die italienische "Azzurra" von Alberto Roemmers mit Taktiker Vasco Vascotto und Skipper Guillermo Parada nicht zu schlagen. Mit nur 175 Punkten setzten sich die Italiener im fast schon traditionellen Duell mit Quantum Racing (202 Punkte) von Doug und Dalton DeVos mit Stratege (und manchmal auch Steuermann) Ed Baird und Navigator Juan Vila durch. Platz drei sicherte sich die "Sled"-Crew von Takashi Okura mit den olympischen Medaillengewinnern Ross MacDonald und Don Cowie an Bord.

Ford Vignale Valencia Sailing Week / Martinez Studio "Platoon"-Eigner Harm Müller-Spreer zählt in der 52 Super Series zu den wenigen Eignern, die selbst steuern. Bestes Ergebnis der ersten Saison mit neuem Boot war der Gewinn der Vize-Weltmeisterschaft

Martinez Studio "Azzurra" hat die 52 Super Series 2015 gewonnen 

Das Judel/Vrolijk-Design "Platoon" hat den siegreichen Botin-Booten in seiner ersten Saison aber bereits mehrfach erfolgreich Paroli bieten können. "Wir hatten hier keinen guten letzten Tag, waren heute ein bisschen zu nervös unterwegs", sagte "Platoon"-Taktiker Markus Wieser, "aber wir können auf einige Ergebnisse dieser Saison sehr stolz sein: Wir sind nicht nur viertbestes Boot der gesamten TP-52-Flotte, sondern auch Vizeweltmeister. Das ist eine wirklich gute Leistung in der ersten Saison mit dem neuen Boot." Die fehlenden Punkte, so Wieser, habe das Team vor allem in den ersten beiden Regatten liegen gelassen. Wieser erklärt: "Das Niveau ist in dieser Klasse brutal hoch. Das macht natürlich auch den Segelspaß aus." Die "Platoon" aus der Bremerhavener Designschmiede Judel/Vrolijk & Co ist laut Wieser "voll konkurrenzfähig" und ein "starkes Boot". Harm Müller-Spreers Team zählt nach dieser vielversprechenden Premierensaison im kommenden Jahr zum erweiterten Favoritenkreis.

MartinezStudio "Azzurra" auf dem Weg zum Saisonsieg

Hier geht es zu den Ergebnissen vom Cascais Cup 2015 und der Saison-Abschlusswertung


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Themen: 52 Super SeriesAzzurraHarm Müller-SpreerMarkus WieserPlatoonQuantum RacingTP52TP 52

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