Regatta-News
Pickel/Kolb schlagen Weltelite

Beim Bacardi Cup 2003 in Miami lassen Marc Pickel und Vorschoter Tony Kolb im vierten Rennen zahlreiche Olympiasieger und Weltmeister im Kielwasser

  • Mathias Müller
 • Publiziert am 06.03.2003

K.Andrews Pickel & Kolb

Im vierten Rennen des Bacardi Cup in Miami, nach internationalen Meisterschaften die wichtigste Regatta für Starboote, landete das deutsche Team Marc Pickel/Tony Kolb den großen Coup. Sie ließen die gesamte Weltelite der Klasse hinter sich.

"Wir hatten heute einen super Start", berichtete Steuermann Pickel glücklich, als er wieder an Land war. Aufgrund dessen, so der Kieler, hätten sie das gesamte Rennen über Druck auf die Spitze ausüben können. Ein wenig Glück auf dem Downwind-Kurs habe dann den Sieg perfekt gemacht. Für die beiden Athleten des Kieler Yacht-Clubs ist dies ein toller Teilerfolg, dient die Regatta im vorolympischen Jahr doch als wichtige Standortbestimmung.

Wie dieser Sieg einzuschätzen ist, macht ein Blick auf das Starterfeld der seit 1927 ausgetragenen Regatta deutlich. Direkt hinter dem deutschen Team, das die erste Saison gemeinsam bestreitet (Tony Kolb segelte im vergangenen Jahr erfolgreich auf der "illbruck" beim Volvo Ocean Race), kam der Schwede Fredrik Loof, Starboot-Weltmeister 2001, ins Ziel. Erst dahinter erreichte der Star der Szene Iain Percy das Ziel. Der Brite war Olympiasieger im Finn-Dinghy und wurde nach seinem Wechsel in die Starboot-Klasse im vergangenen Jahr sofort Weltmeister.

Auch Phillipe Presti (Frankreich), ehemaliger Finn-Dinghy-Weltmeister und Steuermann des französischen America?s Cupper Le Défi, erreichte hinter Pickel/Kolb das Ziel (8.). Ebenso wie der Amerikaner Mark Reynolds, mehrfacher Olympiasieger im Starboot (13.). Neidisch war wohl auch John Kostecki, Steuermann der "illbruck", auf seinen früheren Vorschiffsmann Tony Kolb. Der "Weltsegler des Jahres" schaffte im vierten Rennen der Regattawoche nur den 15. Rang.

Mit dem Sieg ist das deutsche Duo im Gesamtklassement nun vom 45. auf den 34. Rang vorgespült worden. Und dabei sollte es nicht bleiben. In der dritten Wettfahrt kassierte das Team nämlich aufgrund eines Frühstarts die volle Punktzahl von 113. Die äußerst miese Wertung dürfte bei der Gesamtabrechnung jedoch als Streichergebnis gewertet werden, wodurch die Segler noch einmal einen gehörigen Satz auf dem Tableau nach oben machen werden.

Derzeit ist das beste deutsche Team in der Gesamtwertung noch Joachim Hellmich mit seinem Vorschoter Martin Nixdorf. Mit den Ergebnissen 39., 8., 18. und 30. belegen die beiden im Moment den guten 16. Gesamtrang. Noch vor Pickel/ Kolb rangiert als zweites deutsches Team Phillip Rotermund und Florian Fendt auf dem 27. Rang (21., 40., 39., 43.).

Mit am Start ist in Miami auch der Präsident des Deutschen Segler-Verbandes Dierk Thomsen. Zusammen mit seinem Sohn Lars belegte er in den ersten vier Rennen die Plätze 84, 89, 79 und 93. Damit erreichen sie derzeit den 97. von insgesamt 112 Plätzen. In dem hochkarätigen Starterfeld sicher ein achtbares Ergebnis.

Weitere deutsche Teams mit derzeitigem Gesamtrang (nach vier Rennen):
Werner Fritz/Thomas Aurracher, 36.
Frank Tusch/Carsten Witt, 40.
Michael Koch/Marcus Koch, 44.
Alexander Hagen/Oliver Vitzthum, 48.
Joseph Pieper/Jochen Wolfram, 51.
Klaus Meyer/Peter Menning, 53.
Henning Voight/Dirk Struve, 64.
Felix Tonne/Alexander Schneider, 99.


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Themen: Bacardi Cup 2003deutsche PlazierungenMiami

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