Regatta-News
Oryx Quest: Schafft "Cheyenne" den Anschluss?

Die Flotte passiert das Kap Hoorn

  • Andreas Fritsch
 • Publiziert am 08.03.2005

A. Fritsch YACHT "Cheyenne"

Das Rennen um die eine Million Dollar Preisgeld der Oryx Trophy wird wieder spannend. Nachdem der Kat "Doha 2006 " von Brian Thompson seit Wochen souverän mit teilweise 1.300 Meilen Vorsprung davonsegelte, rücken die Monster-Kats nun zusammen.

Am Kap Hoorn, das "Doha" gestern passierte, geriet das Team in wechselhafte Wetterbedingungen, die zwischen mildem Wind auf die Nase und Sturmbedingungen mit drittem Reff in nur wenigen Stunden wechselten. "Wir haben in acht Stunden praktisch alle Segel einmal gesetzt und dann schrittweise wieder geborgen bis hinunter zum dritten Reff", mailte die Crew erschöpft von Bord.

Währenddessen kommt David Scullys 125-Fuß-Kat "Cheyenne" mit Riesenschritten von hinten auf. Gestern segelte der Amerikaner mit seinem Team fast den ganzen Tag mehr als doppelt so schnell wie "Doha", und so gelang es, den Rückstand auf nur noch knapp 700 Meilen zu verkürzen — für diese Boote bedeutet das etwa eineinhalb Segeltage. Zurzeit sieht es so aus, als ob der Rückstand weiter verringert werden könnte. Allerdings ist noch nicht ganz absehbar, ob "Cheyenne" ähnlich unstabile Wetterbedingungen nach dem Runden von Kap Hoorn vorfinden und damit wieder Boden verlieren wird.

Mittlerweile weit abgeschlagen ist der dritte Kat des Feldes, "Daedalus" des Briten Tony Bullimore. Das kleinste und älteste Boot musste gestern sogar für einige Stunden umdrehen und gegen die Zielrichtung segeln, um dem Hurrikan "Percy" aus dem Weg zu gehen. Der drohte mit bis zu 80 Knoten Wind und gewaltigen Seen exakt die Bahn des Kats zu kreuzen. Durch kurzzeitiges Abdrehen auf Westkurs konnte das Team das Schlimmste verhindern und segelte so "nur" in 50 Knoten Wind (10 Beaufort).

Mit dem Ausgang des Rennens hat "Daedalus" allerdings wohl nichts mehr zu tun, der Rückstand ist mittlerweile auf über 3.000 Meilen angewachsen.


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Themen: Oryx QuestRegatta

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