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Österreicher und Dänen gewinnen Regenduell in Rostock

Volvo Champions Race - 3. Tag in Rostock

  • YACHT Online
 • Publiziert am 04.07.2004

VCR Hagara/Steinacher

Die Tornado-Olympiasieger Roman Hagara und Hans-Peter Steinacher aus Österreich haben das Volvo Champions Race im Rostocker Stadthafen in zehn Wettfahrten für sich entschieden und ein Preisgeld von 3.000 Euro gewonnen.

Den Goldmedaillengewinnern genügte in der letzten Wettfahrt in der "Segelarena" auf der Warnow ein vierter Platz, um den 2. Tour-Stopp der dreiteiligen Serie Volvo Champions Race zu gewinnen.

In der Klasse der 49er setzten sich die Dänen Peter und Sören Hansen in elf Rennen durch und kassierten ebenfalls 3000 Euro. In der Gesamtwertung des Volvo Champions Race führen nun nach zwei Etappen Hagara/Steinacher und Hansen/Hansen in den jeweiligen olympischen Klassen.

VCR Hansen/Hansen

Sturmböen und sintflutartige Regenfälle hatten am Schlusstag im Rostocker Stadthafen für schwierige Bedingungen für die Segler gesorgt. Einer der Favoriten im Tornadofeld - der Australier Darren Bundock und sein Vorschoter Glen Ashby - konnten zur letzten Wettfahrt gar nicht mehr antreten, weil die Kieler Crew Johannes Polgar/Carsten Happel die viermaligen Weltmeister bei einem Tonnenmanöver rammten und das Boot von Bundock nicht mehr fahrbereit war. Da die deutschen Segler das Vorfahrtrecht Bundocks missachtet hatten, gab es einen Ausgleich für das australische Duo (Mittelwert aller gesegelten Wettfahrten). Trotz des Malheurs liegen Bundock/Ashby in der Gesamtwertung punktgleich mit Hagara/Steinacher an der Spitze des Volvo Champions Race.

Die deutschen Olympiakandidaten im Tornado, Roland Gäbler/Gunnar Struckmann (Tinglev/Kiel) konnten sich trotz zweier zweiter Plätze im achten und neunten Rennen nicht mehr weiter nach vorn verbessern und beendeten das Volvo Champions Race mit Platz fünf vor ihren deutschen Konkurrenten Polgar/Happel. Die Olympiakandidaten im 49er, Marcus Baur/ Max Groy (Kiel/ Fleckeby) setzten auf der Warnow zu einer erfolgreichen Aufholjagd an und wurden nach Rang vier am Vortag noch Zweite in Rostock. Im Gesamtklassement liegen die beiden deutschen Top-Segler damit auf dem zweiten Platz hinter dem dänischen Hansen-Duo.

Das Segelereignis Volvo Champions Race im Rostocker Stadthafen besuchten insgesamt 19.000 Zuschauer. Trotz der Wetterunbilden - vor allem am Sonnabend strömten immerhin 7000 Zuschauer auf die Kaimauern, um den Tornados und 49ern zuzusehen. Die dritte Etappe des Volvo Champions Race findet vom 24. bis 26. September in Travemünde statt.

Zu den Überraschungen des Sonntag zählte der Besuch von Dai Zhiqiang, Senior Spezialist des Segel-Komitees der Olympischen Spiele von Peking 2008. Das Mitglied des Organisationskomitees schaute sich die Wettfahrten der Tornados und 49er an und war auch Gast der Siegerehrung. In China gibt es kaum Tornado- und 49er-Segler, die Erfahrungen mit den beiden schnellsten olympischen Klassen sind nicht sehr groß. Dai Zhiqiang nutzte die Gelegenheit, beim Volvo Champions Race Eindrücke zu sammeln und vertiefte sich mit Thomas Hanel (Volvo) und Dirk Neumann (ForSail Projects) in einen Austausch über die Anforderungen und Besonderheiten der beiden Klassen und der medialen Umsetzung des Themas Segeln.

Thomas Hanel, Geschäftsleitungsmitglied der Volvo Car Germany GmbH und verantwortlich für das Volvo Champions Race, zog eine positive Bilanz: "Der gute Zuschauerzuspruch trotz der nicht gerade glücklichen Witterungsbedingungen und die TV-Live-Übertragungen zeigen, dass wir mit dem Volvo Champions Race auf dem richtigen Weg sind. Diese Form des Segelns ist zuschauerfreundlich, attraktiv und spannend. Viele Segler haben uns auch hier in Rostock bestätigt: So sieht die Zukunft des Segelns aus."


Ergebnisse:


Tornado, Endstand nach 10 Wettfahrten:
1. Roman Hagara/Hans-Peter Steinacher (Österreich), 23 Punkte;
2. Darren Bundock/Glen Ashby (Australien), 24,4 Punkte;
3. Diogo Cayolla/Nuno Barreto (Portugal), 30 Punkte;
4. Peder und Sören Ronholt (Dänemark), 30 Punkte;
5. Roland Gäbler/Gunnar Struckmann (Tinglev/Kiel), 33 Punkte;
6. Johannes Polgar/Carsten Happel (Kiel), 41 Punkte;
8. Helge und Christian Sach (Zarnekau), 47 Punkte;
15. Ingo und Anna Köhn (Schwerin) 125 Punkte.


49er, Endstand nach elf Wettfahrten:

1. Peter und Sören Hansen (Dänemark), 30 Punkte;
2. Marcus Baur/Max Groy (Kiel/Fleckeby), 31 Punkte;
3. Michael Hestbek/Dennis Dengsoe Andersen (Dänemark), 32 Punkte;
4. Marcin Czajkowski/Krzystof Kierkowski (Polen) 33 Punkte;
5. Jan-Peter und Hannes Peckolt (Hamburg/ Kiel), 35 Punkte;
6. Pawel Kacprowski/ Pawel Kuzmicki (Polen), 43 Punkte;
9. Ronald Rensch/Torsten Haverland (Schwerin), 67 Punkte.

Zwischenstand Volvo Champions Race nach 2 von 3 Stationen:

Tornado:

1. Roman Hagara/Hans-Peter Steinacher (Österreich), 3 Punkte;
2. Darren Bundock/Will Howden (Australien), 3 Punkte;
3. Diogo Cayolla/Nuno Barreto 8 Punkte;
4. Roland Gäbler/Gunnar Struckmann (Tinglev/ Kiel) 8 Punkte;
5. Peder Ronholt/Sören Jörgensen (Dänemark) 10 Punkte;
6. Johannes Polgar/ Carsten Happel (Kiel), 10 Punkte.


49er:

1. Peter Hansen/Sören Hansen (Dänemark), 4 Punkte;
2. Marcus Baur/Max Groy (Kiel/ Fleckeby), 4 Punkte;
3. Jan-Peter und Hannes Peckolt (Hamburg/ Kiel), 6 Punkte;
4. Michael Hestbek/Dennis Dengsoe, (Dänemark), 10 Punkte;
5. Pawel Kacprowski/Pawel Kuzmicki (Polen), 11 Punkte;
6. Marcin Czajkowski/Krzystof Kierkowski (Polen)


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Themen: RostockVCRVolvo Champions Race

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