Isaf-Weltcup
Nicht ganz vorn, trotzdem gut dabei

Leichter war's gestern in Weymouth, aber nicht einfacher. Nach der Flottenteilung geht’s auf die Zielgerade – in Richtung Jubel oder Jammer

  • Dieter Loibner
 • Publiziert am 10.06.2011

onEdition Luft an der Linie: Für die 49er-Goldflotte sind nur 25 Boote zugelassen. Drei deutsche Teams sind auch dabei, allerdings in der unteren Hälfte der Besten

In den USA nennen sie den ersten Tag nach der Flottenteilung „Moving Day": der Tag des Bewegens. Die Frage ist bloß, ob Richtung Medalrace oder Richtung „ferner liefen". Aufwärts ging es aus deutscher Sicht definitiv mit Phillip Buhl bei den Lasern, der mit einem 13. und einem zweiten Platz auf Rang vier im Gesamtklassement vorstieß. Simon Grotlüschen hat er dabei überholt, abhaken kann er den aber nicht. Denn der ist trotz eines mäßigen Tages immer noch auf Rang 7, grade mal vier Punkte achteraus. Tom Slingsby (AUS), der regierende Weltmeister, führt, Paul Goodison (GBR), der regierende Olympiasieger, ist Fünfter. Franziska Goltz stand den Männern im Laser Radial nicht viel nach. Mit den Plätzen 8 und 10 verbesserte sie sich in der Gesamtwertung auf den siebenten Rang, das Medalrace zum Greifen nah. Evi van Acker (BEL), Marit Bouwmeester (NED) und Annalise Murphy (IRL) haben sich vorn abgesetzt.

onEdition Fräulein Goltz, hier am windigen Mittwoch, kann's auch bei dicker Luft. Das Medalrace ist für sie in Griffweite

Bei den 470er-Damen haben Tina Lutz/Susann Beucke einen Traumtag erwischt. Mit den Plätzen 4 und 3 mischten sie in der Goldflotte ganz vorn mit und dürfen sich daher über Zwischenrang 8 freuen. Kathrin Kadelbach und Friederike Belcher hatten einen Dritten am Zettel, allerdings auch einen 23., der sie auf Rang 12 zurückwarf. Drei Punkte fehlen auf Platz 10 und damit auf das Medalrace. Bei den Staren spitzt es sich an der Spitze zu. Die Schweden Lööf/Salminen haben zu den bisher souveränen Brasilianern Scheidt/Prada aufgeschlossen. Recht bescheiden weiterhin das Abschneiden der STG-Truppe. Im mannschaftsinternen Kampf haben Robert Stanjek/Frithjof Kleen als 15. nun wieder knapp die Nase vor Alexander Schlonski/Matthias Bohn. Im Finn ist der Brite Ben Ainslie weiter einsam in Führung, von den Deutschen beginnt Jan Kurfeld Tritt zu fassen und hat sich auf Rang 21 etabliert.

onEdition Alexander Schlonski/Matthias Bohn sind als 17. zweitbeste Deutsche im Star

Im 2,4mR hatte Heiko Kröger einen durchwachsenen Tag und schon wieder einen schrägen Platz mit 7,5. Es ist das zweite „halbe" Ergebnis dieser Woche. Freuen wird’s ihn nicht, auch wenn er einen achteinhalbten Platz streicht, denn der siebente Zwischenrang erlaubt am heutigen Schlusstag in den paralympischen Klassen nur wenig Luft nach oben. Platz 5 wäre aber noch drin. Auf genau diesem ist derzeit Toni Wilhelm beheimatet, der bei den RS:X-Männern eine Serie von sieben einstelligen Plätze hingelegt hat. Moana Delle hingegen bewegt sich im Damenfeld eher im Rückwärtsgang und findet sich derzeit auf dem 19. Platz wieder. Ebenfalls mit fallender Tendenz haben die 49er-Segler Tobias Schadewaldt/Hannes Baumann zu kämpfen. Ein sechster und drei stark zweistellige Plätze (mit einer Wiedergutmachung) dämpften die Hoffnungen aufs Medalrace. Erfreulich: Erik Heil/Thomas Plössel, die in der 49er-Silberflotte vorn sind.

onEdition Gut sieht oft locker aus: Toni Wilhelm rangiert bei den RS:X-Männern auf dem exzellenten fünften Platz

In der Nationenwertung, dies sei noch nachgetragen, liegen die topklassierten deutschen Segler derzeit auf dem vierten Rang, unmittelbar vor den starken Vertretungen von Australien, Niederlanden und USA.

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