Olympiaausscheidung
Nachspiel im Frauen-Duell

Die 470er-Crew Lutz/Beucke geht per Anwalt gegen ihre Konkurrentinnen Kadelbach/Belcher vor und will deren Ausschluss erreichen

  • Lars Bolle
 • Publiziert am 18.01.2012

R. Langdon (l.), kadelbachbelcher.de Konkurrentinnen: Lutz/Beucke (l.), Kadelbach/Belcher

Das interne Duell um die Olympiafahrkarte der 470er-Frauen geht in eine neue Runde. Eskaliert war der Streit der beiden Teams Tina Lutz (Bergen)/Susann Beucke (Bergen/Kiel) und Katrin Kadelbach/Friederike Belcher (Berlin/Hamburg) bei der Weltmeisterschaft in Perth Anfang Dezember 2011. Dort hatten Kadelbach/Belcher, nachdem sie eine Olympiaqualifikation nicht mehr durch ein eigenes gutes Ergebnis erreichen konnten, gegen Lutz/Beucke gesegelt und diese so in der internen Olympiawertung knapp hinter sich lassen können.

Lutz/Beucke sahen dieses Verhalten als unsportlich an. Am vergangenen Wochenende hatte jedoch der Olympia-Segelausschuss des Deutschen Segler-Verbandes das Ergebnis bestätigt und Kadelbach/Belcher zur Nominierung vorgeschlagen.

Dagegen wehren sich nun Lutz/Beucke mithilfe des Heidelberger Anwalts Michael Lehner. Dieser will eine Sperre von Kadelbach/Belcher wegen Unsportlichkeit durch ein Sportgericht erreichen, was ein automatisches Nachrücken von Lutz/Beucke zur Folge hätte.

Ein anderes denkbares Szenario wäre eine Entscheidungsregatta, wie die 470er-Weltmeisterschaft ab 10. Mai vor Barcelona.


Lesen Sie die YACHT. Einfach digital in der Delius Klasing Kiosk App (iTunes und Google Play) oder bestellen Sie es im Shop als Abo oder Einzelheft:

iTunes Store Google Play Store Delius Klasing Verlag

Themen: 470erBelcherBeuckeKadelbachLutzPerth

Anzeige