Les Sables Les Açores
Nach starkem Endspurt: Lennart Burke Etappen-Fünfter

Am Ende der zweiten Etappe des Mini-Dreiteilers war der "Vorpommern-Skipper" wieder da, wo er sein wollte. Proto-Favorit Bouroullec siegte erneut

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 15.08.2020
Etappe 2 Etappe 2 Etappe 2

Arnaud Pilpré / SAS En Baie de Morlaix Etappe 2

Eine ganze Weile hat es auf der zweiten Etappe des im Corona-Jahr modifizierten Mini-Rennens Les Sables – Les Açores en Baie de Morlaix so ausgesehen, als könne "Vorpommern"-Skipper Lennart Burke seinen Erfolg von der ersten Etappe nicht wiederholen. Da hatte Burke das französisch dominierte Feld aufgemischt und die Ziellinie als Zweiter der Serienwertung gekreuzt. Entsprechend hatte er sich für die zweite von drei Etappen eine Top-Fünf-Platzierung vorgenommen. Zunächst jedoch segelte er im Leichtwindpoker von Les Sables-d'Olonne mit Kurs auf den Felsen Wolf Rock bei Land's End der Spitzengruppe etwas hinterher. Dann aber schaltete er auf Kurs Etappenhafen Roscoff seinen Turbo ein und holte noch bis auf Platz fünf auf. Damit hat er das selbst gesetzte Etappenziel erreicht.

Arnaud Pilpré / SAS En Baie de Morlaix So eng ging es in Teilen der beiden Divisionen bis ins Ziel zu

Breschi/Les Sables Les Açores En Baie de Morlaix "Vorpommern"-Skipper Lennart Burke

Arnaud Pilpré / SAS En Baie de Morlaix Proto-Sieger Tanguy Bouroullec

Für den Abschnitt über etwas mehr als 500 Seemeilen benötigte Burke mit seiner Pogo 3 bei einer Durchschnittsgeschindigkeit von 4,6 Knoten über Grund insgesamt 4 Tage, 13 Stunden, 4 Minuten und 25 Sekunden. Etappensieger Quentin Riché war auf "Eliott" 43 Minuten und 33 Sekunden schneller im Ziel, hatte sich zuvor einen packenden Dreikampf um den Sieg mit Jean-Marie Jéréquel ("Branchet/kpl") und Victor D'ersu ("Babouchka") geliefert. Die ersten beiden Boote der Serienwertung trennten in Roscoff nur 47 Sekunden. Zwischen Platz zwei und drei lagen im Finalkrimi gerade einmal 33 Sekunden. Melvin Fink erreichte den Etappenhafen auf seiner Pogo 3 "Sunovation" nach 4 Tagen, 14 Stunden und 36 Minuten als 19. noch in den Top 20 der Serienwertung. Der österreichische Mixed-Offshore-Europameister Christian Kargl vom Candidate Sailing Team folgte mit Platz 29. "Avanade"-Skipperin Lina Rixgens konnte sich auf der zweiten Etappe mit ihrer Wevo 6.50 noch nicht verbessern, hatte am Samstagvormittag als 15. der Protowertung noch drei Seemeilen ins Ziel zu absolvieren. Den Etappensieg der Protoflotte mit insgesamt noch 16 Booten im Rennen sicherte sich erneut Favorit Tanguy Bouroullec auf "Cerfrance", der damit seine Führung im Gesamtklassement ausbaute. Ihm folgten in Roscoff Antoine Perrin (Hydroprocess") und die erneut stark auftrumpfende Irina Gracheva auf "Canopus".

Arnaud Pilpré / SAS En Baie de Morlaix Schöne Stimmung: Die russische "Canopus"-Skipperin Irina Gracheva auf dem Weg ins Ziel

Arnaud Pilpré / SAS En Baie de Morlaix Nach Platz drei in Etappe eins erkämpfte sich Irina Gracheva in Etappe zwei den zweiten Rang. Entsprechend glücklich war die Skipperin aus St. Petersburg im Ziel

Der Solo-Klassiker für die Minis führt in diesem Jahr der Corona-Epidemie nicht wie gewohnt zu den Azoren, sondern wird küstennäher und in drei Etappen ausgetragen. Zum Auftakt ging es über 220 Seemeilen von und nach Les Sables. Die zweite Etappe führte die Flotte in ihren zwei Divisionen – Prototypen und Serienboote – nach Roscoff in der Nordbretagne. In Etappe drei geht es über Spanien wieder zurück nach Les Sables-d'Olonne. Gefordert sind die Miniisten dann sogar auf 870 Seemeilen. Mit seinem formidablen Endspurt im zweiten Abschnitt hat Lennart Burke vor dem Marathon-Finale seine Podiumschancen erfolgreich verteidigt.

Hier geht es zum Tracker und den Ergebnissen der am Samstagvormittag noch nicht für alle Starter beendeten zweiten Etappe.


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