Jacques Vabre
Multis in Karibik, Renken muss stoppen

Wegen Ruderverlust haben die Deutsche Anna-Maria Renken und ihre Co-Skipperin Jakica Jesih die Azoreninsel São Miguel angelaufen

  • Johannes Erdmann
 • Publiziert am 14.11.2011

www.celox-womensailing.com "Gustbuster" vor dem Rennen. Das linke Ruderblatt fehlt nun

In den vorderen Rängen bleibt das Rennen spannend: Während "Actual" als erster Multihull heute früh die karibischen Inseln erreicht hat und "Maitre Jacques" mit 209 Seemeilen Rückstand folgt, jagen "Virbac-Paprec 3" und "Hugo Boss" auf die Mona-Passage zwischen Puerto Rico und der Dominikanischen Republik zu. Auch der Rest der Imoca-Boote liegt mit einem maximalen Rückstand von 393 Seemeilen dicht dahinter. Das letzte Schiff im Feld, "Safran", meldete gerade einen technischen Stopp an. Wegen Problemen mit der Steuerung wird die Crew einen Aufenthalt in der Dominikanischen Republik einlegen. Die Shorecrew befindet sich bereits auf dem Weg dorthin.

Die Class 40 dagegen segeln noch mitten auf dem Atlantischen Ozean. Das Feld wird weiterhin von "Aquarelle.com" angeführt, die mit einem Vorsprung von 135 Meilen gegenüber "eRDF" bereits jetzt gute Aussichten bezüglich der Endplatzierung hat. Dahinter liegt mit 260 Seemeilen Rückstand zum Erstplatzierten die "40 Degrees" von Hannah Jenner und ihrem Co-Skipper Jesse Naimark-Rowse.

www.celox-womensailing.com Gustbusters Ruderreste

Anna-Maria Renken, die einzige deutsche Teilnehmerin, lag zusammen mit ihrer Co-Skipperin Jakica Jesih und dem Neubau "Gustbuster" bereits seit dem Start im hinteren Feld. Das Duo erklärte, dass es immer noch mit der Eingewöhnung an das neue Schiff zu kämpfen hätte. Am vergangenen Freitag zwang sie zu allem Überfluss noch ein technisches Problem zu einem Zwischenstopp auf der Azoreninsel São Miguel: Eines ihrer Ruder fehlte plötzlich. Renken schrieb dazu in ihrem Internetblog: "Es zeigt sich, dass auch ein Boot, das für eine Weltumsegelung gebaut wurde, nicht unkaputtbar ist. Beim Abfallen reagierte das Ruderblatt plötzlich nicht mehr so wie vorher. Ich steckte meinen Arm unter den Rumpf, um nach dem Blatt zu fühlen – aber da war nichts, außer dem Schaft."

www.celox-womensailing.com Gustbuster an der Pier von Ponta Delgada

Mittlerweile liegt "Gustbuster" an der Pier von Ponta Delgada. Die Crew wartet auf ein Ersatzruder, um das Rennen wieder aufnehmen zu können. Denn die beiden sind sich einig: "Wir müssen das Rennen beenden. Wir haben viel durchmachen müssen, um nun hier zu stehen – und können deshalb an diesem Punkt nicht aufgeben."


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