Rekordversuch
Mit "Malizia" auf Rekordjagd von Marseille nach Tunis

Heute hat Boris Herrmann mit "Malizia" seine erste Rekordjagd des Jahres überraschend früh eröffnet. Das Wetterfenster ist nicht ideal, aber vielversprechend

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 02.05.2018
"Malizia II" mit Boris Herrmann und Thomas Ruyant "Malizia II" mit Boris Herrmann und Thomas Ruyant "Malizia II" mit Boris Herrmann und Thomas Ruyant

Jean-Marie List/ALeA "Malizia II" mit Boris Herrmann und Thomas Ruyant

Riou Boris Herrmann

Seit mehreren Wochen schon ist Boris Herrmann in Monaco auf Standby. Gestern dann war er eilig zur Überführung nach Marseille aufgebrochen. Die zukünftige olympische Hafenstadt war der Ausgangshafen für seine erste Rekordjagd des Jahres: Herrmann will mit seiner Vendée-Globe-Yacht "Malizia" für den rund 460 Seemeilen langen Kurs von Marseille nach Tunis eine neue Bestmarke aufstellen. Am Mittwochabend um 19 Uhr deutscher Zeit gab es "Code Green". Boris Herrmann ist mit einer dreiköpfigen Crew unterwegs, darunter auch Milena Schoenahl, die sich als Riggerin um den Imoca-Racer kümmert.

Den aktuellen Rekord für Solosegler auf Einrumpfyachten hält Kito de Pavant, der diese Strecke schon zweimal in Bestzeit absolvierte. Zuletzt schaffte der Franzose das am 1. Juni 2013 in 1 Tag, 2 Stunden, 43 Minuten und 30 Sekunden. Die Bestmarke für Mannschaften auf Einrumpfyachten hält der italienische Skipper Giovanni Agnelli mit seiner "Stealth"-Crew seit 1998 mit 1 Tag, 5 Stunden, 2 Minuten und 6 Sekunden.

Der Rekordversuch zählt zu Herrmanns intensiven Vorbereitungen auf das große Ziel: die Teilnahme an der Solo-Weltumsegelung Vendée Globe, die am 8. November 2020 startet. In zwei Jahren will der 36-Jährige als erster deutscher Segler an der Solo-Nonstop-Regatta um die Welt teilnehmen. Das gleiche Ziel verfolgt auch der Hamburger Solosegler Jörg Riechers. Zum ersten Mal in der Geschichte der anspruchsvollsten Solo-Regatta der Welt würde es damit deutsche Teilnehmer an der Härteprüfung für Mensch und Material geben.

Hinweis: In einer früheren Version dieses Artikels war Pierre Casiraghi als Co-Skipper des wegen ungünstiger Wind- und Wellenbedingungen inzwischen abgeborchenen Rekordversuchs erwähnt worden. Casiraghi konnte wegen eines Terminkonflikts entgegen der ursprünglichen Planung allerdings nicht mitsegeln. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.

Das Boot, dass Boris Herrmann in der Vendée Globe 2020/2021 um die Welt tragen soll und jetzt in die erste Rekordjagd des Jahres gestartet ist


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Themen: Boris HerrmannMaliziaMarseilleRekordTunis

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