50 Jahre nach der Olympia-Regatta vor Kiel 1972
Jugend-Gipfel und Olympia-Revival vor Kiel

Segel-Brücke von der Vergangenheit in die Zukunft: Im August treffen sich vor Kiel zwölf deutsche Nachwuchsklassen und die sechs Olympia-Klassen von 1972

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 28.02.2022
Im Flying Dutchman (FD) starteten bei den Olympischen Spielen 1972 29 Crews. Hinter Großbritannien und Frankreich erkämpften sich damals Ullrich Libor und Peter Naumann Bronze für Deutschland Im Flying Dutchman (FD) starteten bei den Olympischen Spielen 1972 29 Crews. Hinter Großbritannien und Frankreich erkämpften sich damals Ullrich Libor und Peter Naumann Bronze für Deutschland Im Flying Dutchman (FD) starteten bei den Olympischen Spielen 1972 29 Crews. Hinter Großbritannien und Frankreich erkämpften sich damals Ullrich Libor und Peter Naumann Bronze für Deutschland

KN-Archiv Im Flying Dutchman (FD) starteten bei den Olympischen Spielen 1972 29 Crews. Hinter Großbritannien und Frankreich erkämpften sich damals Ullrich Libor und Peter Naumann Bronze für Deutschland

Das 50. Jubiläumsjahr der olympischen Segel-Regatta von Kiel 1972 in schon in Sicht. Vor einem halben Jahrhundert wurde im deutschen Norden vom 26. August bis zum 11. September um Olympia-Medaillen gesegelt. Das will Deutschlands Segel-Hauptstadt in diesem Jahr gebührend feiern. So ist nach der Kieler Woche vom 10. bis 12. August erst der Nachwuchs bei der Gemeinsamen Internationalen Deutschen Jugendmeisterschaft (GIDJ) in zwölf Disziplinen gefordert, bevor ab 17. August die Revival-Wettfahrten für sechs olympische Klassen von 1972 die Bilder von einst wieder wach werden lassen. Ein "olympisches" Wiedersehen gibt es mit den Klassen Drachen, Star, FD, Tempest, Finn und Soling.

LH Kiel/Sascha Klahn Sorgten zuletzt bei der Kieler Woche 2021 mit ihrem mitreißenden Sieg im 29er für viel Aufmerksamkeit für die Jugendklassen: die Brüder Anton und Johann Sach

Magnussen, Friedrich (1914-1987), Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte, aus dem Stadtarchiv Kiel Eine Momentaufnahme von der Eröffnungsfeier für die olympische Segelregatta 1972 und dem EInmarsch der Nationen. Für die Bundesrepublik Deutschland dabei (v. r.): Ulli Libor, Franz Heilmeier, dahinter Willi Kuhweide. In der zweiten Reihe Mitte ist Eckhard Wagner zu sehen, hinter ihm Bundestrainer Albin Molnár

"Unser Ziel ist es, die Vergangenheit mit der Zukunft zu verbinden", erklärt Organisationsleiter Dirk Ramhost die Verknüpfung des Jugend-Gipfels mit der Verneigung vor den einstigen Olympia-Klassen. Die früheren Olympia-Klassen, von denen sich die meisten auch Jahrzehnte nach dem Verlust ihres Olympia-Status weiter großer Beliebtheit erfreuen, haben das Kieler Gipfeltreffen selbst noch weiter aufgewertet. Die Tempest-Klasse hat ihre Weltmeisterschaft nach Kiel vergeben, die Finns tragen im Jahr nach ihrem letzten olympischen Auftritt in Japan 2021 im Jahr danach auf der Förde ihre Europameisterschaft und ihre Junioren-EM (U-23) aus und die Stare ihre Nordeuropäische Meisterschaft. Die Flying-Dutchman-Klasse hat das Revival zur Deutschen Meisterschaft gemacht. Für die Drachen wird es eine außerdordentliche Ranglistenregatta, bei 35 oder mehr Meldungen sogar ein Dragon Grand Prix. Hier geht es zur Homepage der olympischen Revival-Regatta (bitte anklicken!) . Und hier geht es zu einem Amateurfilm, der mit Originalaufnahmen an die Olympia-Regatta (bitte anklicken!) von 1972 erinnert und von den "Kieler Nachrichten" im Rahmen der Olympia-Bewerbung von Hamburg und Kiel um die Austragung der Olympischen Spiele 2024 vor sieben Jahren veröffentlicht wurde.

Gasch, Georg/Archiv Stadt Kiel Die Eröffnungsfeier der Kieler Olympia-Regatta 1972

Mit von der Partie sind im hochklassigen Tempest-WM-Feld die deutschen Titelverteidiger Markus Wieser und Thomas Auracher. Das bayerische Duo segelt seit zwei Jahrzehnten in kleinen und großen Booten erfolgreich zusammen und zählt bei den Welttitelkämpfen im Kieler Revier zu den Top-Favoriten. Noch ist das Meldeportal für das Olympia-Revival nicht geöffnet, das für die GIDJ aber schon. Mehr als 300 Meldungen sind für die insgesamt zwölf Disziplinen bereits zu diesem frühen Zeitpunkt eingegangen.

Tatjana Pokorny Die Weltmeister im Tempest: Hier gewannen Steuermann Markus Wieser und sein Vorschoter Thomas Auracher den WM-Pokal 2019 am Tegernsee


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