Nord Stream Race
Mit 6:1 zum Matchrace-Sieg

Die Crew um Thomas Jungblut konnte sich vor Helsinki überlegen gegen die vier weiteren europäischen Nord-Stream-Race-Teams durchsetzen

  • Bendix Hügelmann
 • Publiziert am 22.10.2012

OnEdition Geballte Kraft und starke Nerven: Team Germany siegreich vor Helsinki

Hochspannung trotz Flautenschieberei. Bei sehr leichten Bedingungen wurde am Samstag vor Helsinki das Nord-Stream-Match-Race ausgesegelt. Nachdem die erste Offshore-Etappe von Sankt Petersburg nach Helsinki erst am Freitag zu Ende gegangen war, sahen sich die fünf europäischen Swan-60-Crews mit einem Wechsel im Rennmodus konfrontiert. Auf Offshore-Segeln im Fleetrace folgte das Duell Boot gegen Boot im Matchrace-Format.

In der leichten Acht-Knoten-Brise vor der Kulisse der finnischen Hauptstadt zählten frühe taktische Entscheidungen. Das deutsche Team um Skipper Thomas Jungblut ging, nachdem die erste Offshore-Etappe materialbedingt hatte aufgegeben werden müssen, mit Heißhunger auf Segeln in die Serie. Mit an Bord: Der ehemalige Matchrace-Weltmeister Jesper Radich.

Mit vier von vier möglichen Siegen dominierte Team Germany zunächst die Round Robin und sollte im Finale auf das zweitplatzierte Team Russia treffen. Wer die Russen zu diesem Zeitpunkt bereits abgeschrieben hatte, wurde jedoch schnell eines Besseren belehrt: Nachdem die Deutschen das erste Rennen noch souverän gewinnen konnten, gerieten sie im zweiten Rennen der Best-Of-Three-Serie unter Druck: In führender Position liegend, zwangen die Russen das deutsche Boot zu einem Regelverstoß.

Herzschlagfinale im letzten Rennen

Die Folge: Protest mit unmittelbarer Entscheidung der Umpires auf dem Wasser – Strafkringel für Team Germany, das Rennen verloren und das Finale somit bei einem Stand von 1:1 wieder offen. Doch die Deutschen behielten die Nerven und beendeten mit einem hauchdünnen Sieg im letzten Rennen die Matchrace-Serie mit einer Quote von 6:1 als Gesamtsieger. Skipper Thomas Jungblut sagte nach dem Rennen am Samstag:

"Natürlich war die Hoffnung auf einen guten Segeltag nach den Materialschäden zum ersten Offshore-Leg geweckt, aber mit einem Sieg im heutigen Matchrace hätte ich nicht gerechnet. Die Bedingungen waren tricky, man musste gut starten und technisch auf hohem Niveau segeln, um vorn zu sein."

Im "kleinen Finale" zwischen dem Dritt- und Viertplatzierten unterlag das von Tim Kröger geführte gemischte Team Europe den Holländern mit 2:1. Die zweite Etappe des Nord-Stream-Race über 280 Seemeilen von Helsinki nach Gotland startet heute um 13 Uhr. Bei aktueller Vorhersage werden die Crews bereits morgen Abend in Visby erwartet.

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Themen: MatchraceNord Stream Race

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