Mini-Transat-Preisverleihung im Pariser Salon Nautic
Melwin Fink: "Das war ein schöner Abschluss"

Kurz vor Weihnachten wurden die Besten des 23. Mini-Transats geehrt. "SignForCom"-Skipper Melwin Fink erfuhr viel Anerkennung und hat schon neue spannende Pläne

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 12.12.2021
Das multinationale Mini-Podium bei den Serienbooten: Der Franzose Hugo Dhalenne ("YC Saint Lunaire") gewann die 23. Auflage des Mini-Klassikers vor dem Italiener Alberto Riva ("EdiliziAcrobatica") und Melwin Fink ("SignForCom") Das multinationale Mini-Podium bei den Serienbooten: Der Franzose Hugo Dhalenne ("YC Saint Lunaire") gewann die 23. Auflage des Mini-Klassikers vor dem Italiener Alberto Riva ("EdiliziAcrobatica") und Melwin Fink ("SignForCom") Das multinationale Mini-Podium bei den Serienbooten: Der Franzose Hugo Dhalenne ("YC Saint Lunaire") gewann die 23. Auflage des Mini-Klassikers vor dem Italiener Alberto Riva ("EdiliziAcrobatica") und Melwin Fink ("SignForCom")

Blondsign by Eike Schurr Das multinationale Mini-Podium bei den Serienbooten: Der Franzose Hugo Dhalenne ("YC Saint Lunaire") gewann die 23. Auflage des Mini-Klassikers vor dem Italiener Alberto Riva ("EdiliziAcrobatica") und Melwin Fink ("SignForCom")

Zwölf Tage vor Heiligabend feierte die Mini-Familie ihre Besten in Paris. Dort hatten die Veranstalter des 23. Mini-Transat EuroChef zur Siegerehrung auf der Bootsausstellung Salon Nautic geladen. Viele Miniisten waren dem Ruf gefolgt, einige mussten der Schlussfeier mit Corona-Erkrankung fernbleiben. Mit Melwin Fink aus Bad Salzuflen stand auch ein deutscher Skipper auf dem Podium. Der erst 19 Jahre alte "SignForCom"-Skipper hatte die umstrittene erste Etappe mit einem stürmischen Solo gewonnen. In Addition mit Rang 22 auf Etappe zwei war das bei Finks Mini-Transat-Premiere Platz drei im Gesamtklassement wert. "Es war ein guter Abschluss", sagte Melwin Fink am Wochenende in Paris, wo auch "Avanade"-Skipperin Lina Rixgens, die das Rennen nach der ersten Etappe mit technischen Problemen hatte aufgeben müssen, und Marc-Eric Siewert ("Absolute Sailing Team", 24. der Protowertung) gereist waren.

Blondsign by Eike Schurr Die Mini-Familie feiert die zurückliegende Ausgabe im Pariser Salon Nautic

Blondsign by Eike Schurr Gesamt-Dritter bei seiner Mini-Transat-Premiere: Melwin Fink mit seinem Preis bei der Siegerehrung in Paris

"Mit Abstand betrachtet, ist es schon krass, was da aus meiner ersten Teilnahme geworden ist und wie viele Menschen mich in Paris auf der Messe angesprochen haben", sagte Fink. "Bei der Siegerehrung wurden noch zwei Filme abgespielt. So konnte ich alles noch einmal gut Revue passieren lassen. Das war schön." Der Jura-Student war mit dem Auto nach Frankreich gefahren und nutzte die Stippvisite mit seiner Freundin für eine Fahrradtour durch Frankreichs Hauptstadt. Fink fährt noch an diesem Sonntag mit vielen neuen Plänen im Kopf wieder heim. Hier zum Rückblick ein Interview mit Melwin Fink, Christian Kargl und Irina Gracheva, Vierte der Proto-Wertung auf "Path", zu den Ereignissen der ersten Etappe, die von der internationalen Segelszene und in der Mini-Familie intensiv diskutiert worden waren (bitte anklicken!) .

Blondsign by Eike Schurr Melwin Fink und Klaus-Dieter Schmädicke vom Team-Partner Sign for Com feierten den Erfolg des jungen deutschen Solo-Skippers gemeinsam in Paris

Melwin Fink: "Das wird kein Hinterhofprojekt"

Anfang Februar wird Finks bereits vor dem Mini-Transat 2021 bestelltes neues Serienboot vom Typ Vector ausgeliefert. Bootsbauer Markus Mehlen wird das Boot in einer Lagerhalle in Bad Salzuflen über etwa einen Monat ausbauen. Sodann will Fink es nach Lorient bringen und dort seinen Trainings- und Regattabetrieb wieder aufnehmen. Allerdings nur so lange, bis der Startschuss für den neuen Zukunftsplan fällt, denn inzwischen hat der junge deutsche Einhand-Shooting-Star eine ganz andere Idee, will am nächsten Mini-Transat mit einer Protoyacht teilnehmen und verrät schon so viel: "Das wird kein Hinterhofprojekt."

Beflügelt zum Klassenwechsel hat Fink auch die Erkenntnis, dass sich in der Proto-Division in den vergangenen Jahren technologisch nur wenig Großes getan habe. Das reizt den Mini-Mann zu maximaler Veränderung: "Das Design des Proto-Siegerbootes dieser Auflage war sieben Jahre alt. Es wird Zeit, die Weiterentwicklung voranzutreiben." Näheres zu seinem spannenden Vorhaben will Fink zu Jahresbeginn bekanntgeben, wenn sein neues Team steht. Dazu befindet sich Fink in Verhandlungen mit seinem aktuellen und neuen interessierten Partnern. Den Vector-Serienmini will Fink nach Ausrüstung und Eigennutzung bei Fertigstellung des angestrebten Proto-Neubaus, für den Sam Manuard verantwortlich zeichnen soll, wieder verkaufen. "Die Minis sind so begehrt", sagt Fink, "der ist dann sofort weg. Aber bis dahin kann ich das Boot ja nutzen und trainieren."

Geehrt wurden in Paris auch die besten Proto-Skipper der zurückliegenden Edition. Gewonnen hatte der Franzose Pierre Le Roy ("Teamwork") vor seinen Landleuten Fabio Muzzolini ("Tartine Cherche Du Beurre") und Tanguy Bouroullec ("Tollec MP/Pogo"). Letzterer konnte erkrankt nicht in Paris sein, wurde aber gut und mit heiterer "Masken-Note" vertreten. Hier geht es zu den Gesamtergebnissen des Mini-Transat EuroChef 2021 (bitte anklicken!) .

Blondsign by Eike Schurr So kann man einen fehlenden Podiumssegler auch ersetzen: Tanguy Bouroullec wurde mit seinem Konterfei in Form einer Pappmaske gut vertreten. Sieger Pierre Le Roy und der Proto-Zweitplatzierte Fabio Muzzolini konnten selbst dabei sein


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Themen: Mini-Transat

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