Danmark Rundt
Meldeschluss für Solo-Regatta nach Skagen rückt näher

Langstreckensegler haben diesen Sommer die Wahl: zweihand an der neuen Baltic 500 teilnehmen oder solo am Danmark Rundt. Viel Zeit bleibt aber nicht mehr

  • Jochen Rieker
 • Publiziert am 29.01.2019
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Nur noch zwei Wochen, dann schließt die Meldeliste für das sehr anspruchsvolle Einhand-Rennen rund Dänemark. Es wartet in seiner dritten Auflage mit einigen interessanten Neuheiten auf. Dazu zählt zum einen, dass Assens Start- und Zielhafen sein wird – günstig für deutsche Teilnehmer aus der westlichen Ostsee, denn so entfällt die früher weite Anreise nach Kopenhagen.

Auch in Sachen Sicherheit geht das Team um Initiator Jan Møller neue Wege: Erstmals werden alle Teilnehmer mit einem Satelliten-Tracker ausgestattet, der alle zehn Minuten die Position übermittelt. Das erfolgt über kompakte Garmin-inReach-Geräte. Damit ist gewährleistet, dass sämtliche Boote von Land aus nachverfolgt werden können – auch auf den längeren Etappen in freiem Seeraum, wo der Standort über AIS oder Mobilfunk-Netze nicht mehr zuverlässig übertragen wird.

"Sicherheit hat für uns oberste Priorität", betont Møller – selbst ein routinierter Solosegler, der vor genau 15 Jahren als erster Skandinavier einhand die Welt umrundete. Deshalb sind die Auswahlkriterien für eine Teilnahme am Danmark Rundt seit jeher die härtesten im gesamten Ostseeraum. Wer starten will, muss nicht nur ein gut ausgerüstetes Schiff vorweisen, sondern auch reichlich Erfahrung im Einhandsegeln mitbringen.

Danmark Rundt Die Etappen 2019

"Von diesem Jahr an kommt ein permanentes Monitoring durch die Wettfahrtleitung hinzu", sagt Jan Møller. Während der sechs Etappen, die sich zusammen auf rund 700 Seemeilen Streckenlänge addieren, werden alle Boote auf See Tag und Nacht überwacht. "Weicht ein Teilnehmer vom Kurs ab oder verliert deutlich an Fahrt, werden wir ihn sofort kontaktieren und wenn nötig Hilfe organisieren."

Mit diesen Maßnahmen setzen die Organisatoren Maßstäbe auch für andere Shorthand-Rennen. Das Danmark-Rundt-Team ist Teil einer speziellen Sicherheitskommission in Dänemark, an der sich auch andere Wettfahrt-Veranstalter beteiligen – etwa vom Silverrudder und Vegvisir-Race. Es hatte sich nach den teils stürmischen Regatten des vergangenen Herbstes gebildet, bei denen es zu zahlreichen Havarien gekommen war. Gemeinsam wollen die Beteiligten die Sicherheit verbessern. Während die Gespräche noch laufen, lässt die Crew um Jan Møller jetzt erstmals Taten folgen.

Wer Interesse hat, sich vom 28. Juni an gut eine Woche lang die Nächte um die Ohren zu schlagen, kann noch bis 15. Februar melden. Die Teilnahmegebühr beträgt 335 Euro; das Garmin inReach kann man stark rabattiert für nur 161 Euro kaufen – oder gegen denselben Betrag als Pfand fürs Rennen ausleihen.

Hier geht's zur Webseite  des Danmark Rundt Singlehand, hier zur Ausschreibung des Assens Sejlklub .

Als Alternative verspricht auch das Baltic 500 vom Yacht-Club Strande reichlich Seemeilen, über das wir bereits Mitte Dezember berichtet hatten. Es wird zweihand gesegelt und startet einen Monat eher; der Kurs ist etwas kürzer, wird  aber nonstop bestritten. Zahlreiche erfahrene Crews haben bereits fest zugesagt. Der Meldeschluss lässt auch Kurzentschlossenen noch eine Chance: 30. April. Hier die Meldeseite von Manage2Sail .


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Themen: AssensBaltic 500Dänemark RundtDanmark RundtEinhandSkagenSolo-RegattaStrande

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