Maxi Yacht Rolex Cup
Maximaler Regattaspaß vor Sardinien

Traumboote, Traumrevier, Traumbedingungen: Vor Sardinien feierten 39 Maxi-Crews ihren Sport in einem der schönsten Reviere Europas

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 14.09.2015

Rolex/Carlo Borlenghi Weltmeisterin "Bella Mente" im Duell mit "Robertissima III"

Das Spektakel der insgesamt 39 teilnehmenden Maxi-Yachten ging an einem der schönsten Segeltage des Jahres im ohnehin traumhaften Revier vor Sardinien in Winden um 20 Knoten mit einem kriminal spannenden Finale zu Ende. Die amerikanische "Bella Mente" (13.75 Punkte) von Hep Fauth gewann schließlich das Duell um den Titel der Rolex Maxi 72 Weltmeisterschaft mit nur einem Punkt Vorsprung vor "Robertissima III" (14.75 Punkte) von Roberto Tomasini. Fauth nannte "Geduld und Beharrlichkeit" den Schlüssel zum Erfolg seiner Crew. Platz drei erkämpfte sich Dieter Schoens "Momo"-Crew mit Taktiker Markus Wieser und 16.75 Punkten. Hinter diesem starken Trio klaffte eine Lücke von fast zehn Punkten bis zur viertplatzierten britischen "Jethou" von Peter Ogden.

ROLEX / Carlo Borlenghi Beste Segelbedingungen im Traumrevier von Sardinien

Andrew McIrvine, Generalsekretär der Internationalen Maxi-Klassenvereinigung, sagte bei der Siegerehrung: "Wir haben die Woche mit dem besten Wetter und Champagner-Segeln in 20 Knoten Wind beendet. Am Himmel war kaum eine Wolke zu sehen. Der Kurs war schön. Ich glaube, dass wirklich alle mit dieser Woche glücklich waren."

Rolex/Carlo Borlenghi Tolle Studie aus dem Helikopter von Fotokünstler Carlo Borlenghi

Ein bisschen dünn war die Besetzung im Oberhaus: Bei den Super-Maxis kam es nur zu einem Dreikampf, den die Teams allerdings beherzt austrugen und dabei für spektakuläre Bilder sorgten. Die Schweizer "Inui" setzte sich nach fünf Rennen gegen die italienische "Viriella" und "Heteiros" durch. Bei den Maxis waren immerhin vier Boote am Start: Michael Cotters "Windfall" gewann die Serie mit drei Tagessiegen und nur einem Punkt Vorsprung vor der ebenbürtigen "Grande Orazio Pioneer Investments" und Juan Balls britischer "Tugela" in der Racing/Cruising (RC)-Klasse. In der reinen Racer-Klasse startete Jim Clarks und Kristy Hinze-Clarks 30,5 Meter langes Geschoss "Comanche" ohne Gegner, die bei ihrer Saisonplanung an Sardinien vorbeigesegelt waren. Zum Trost gewann "Comanche" die "Line Honors" in allen vier längeren Rennen und setzte sich in dieser gesonderten Wertung erwartungsgemäß gegen die Konkurrenten durch.

ROLEX / Carlo Borlenghi Vier Starts, viermal "Line Honors" für Jim Clarks Geschoss "Comanche"

14 Mini-Maxis kämpften in zwei Divisionen um den Rolex Cup in ihrer Klasse. Bei den Cruiser-Racern segelten die italienischen Boote "H2O" und "Shirlaf" auf die Plätze eins und zwei. Bei der Racern gewann Roberto Lacortes "Supernika" vor der britischen "Spectre" und Maximilian Klinks "Caro".

ROLEX/ C. Borlenghi Die neue Mills 62 "Supernika" gewann die Mini-Maxi-Wertung

13 Wallys sorgten bis zum letzten Tag für spannenden Sport in ihrer Klasse. Thomas Bschers "Open Season" mit Jochen Schümann als Taktiker dominierte das Feld mit fünf Tagessiegen in insgesamt sieben Rennen. Sir Lindsey Owen-Jones’ britische "Magic Carpet" belegte punktgleich mit "J One" von Jean Charles Decaux Platz zwei. Claus Peter Offens "Y3K" verpasste den Podiumsplatz als Vierte mit zwölf Punkten Rückstand auf Platz drei, konnte in dieser Woche keinen Rennsieg erzielen.

"Es war perfekt", urteilte Thomas Bscher über den Finaltag des Maxi-Vergnügens. Seine "Open Season" erreichte am Wochenende Geschwindigkeiten von bis zu 20 Knoten. "Wir haben den Start gegen 'Magic Carpet' verloren, waren zwar immer dran, hatten jedoch keine Chance, sie zu überholen. Doch das war gar nicht nötig. Also sind wir auch keine hohen Risiken eingegangen, um es zu versuchen." Bscher wurde in Italien zum neuen Präsidenten der Maxi-Klassenvereinigung gewählt und sagte: "Wir sind auf dem richtigen Weg. Die große Aufgabe wird es sein, die großen Boote wieder zurückzuholen. Ich bin sicher, dass wir dafür eine Lösung finden."


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