Transatlantik
Mastbruch auf "Hugo Boss"

800 Seemeilen vor New York ist auf einer Überführung der Mast des Open 60 "Hugo Boss" gebrochen. Alex Thomsons vierköpfige Crew ist wohlauf

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 08.05.2014

Alex Thomson Racing Die aktuelle "Hugo Boss" gehört zu den schnellsten Open 60

Aus bislang noch unbekannten Gründen ist 800 Seemeilen vor New York der Mast der Imoca-Yacht "Hugo Boss" gebrochen. Das Unglück hat sich am Donnerstag bereits in den frühen Morgenstunden gegen 1.30 Uhr Ortszeit ereignet. Das Boot segelte auf einer Überführung nach New York in 25 Knoten Wind, als der Mastbruch die Mannschaft überraschte. An Bord befanden sich neben Skipper Alex Thomson auch Pepe Ribes, Ryan Breymaier und Willy Altadill. Die Segler sind wohlauf, und es gelang dem Quartett, den oberhalb der oberen Saling gebrochenen Mast zu stabilisieren. Boot und Segel blieben unbeschädigt.

Alex Thomson Racing Glück im Unglück: Thomsons Crew ist beim Mastbruch unversehrt geblieben

Die Ursachen für den Mastbruch sind noch nicht bekannt und können voraussichtlich erst im Zielhafen Newport auf Rhode Island ermittelt werden. Dorthin wollen Thomson und sein Team es aus eigener Kraft schaffen. Dafür haben sie den Mast stabilisiert und ein Notrigg errichtet. Die Crew wird voraussichtlich am Sonntag in Newport eintreffen.

Ob es dann zeitlich noch zum geplanten Start in das Rennen von Newport nach Barcelona reichen wird, blieb zunächst fraglich. Alex Thomsons Regattamanager Stewart Hosford sagte: "Wir sind erleichtert, dass es den vier Crew-Mitgliedern an Bord gut geht. Wir haben ihre Familien und unsere Partner informiert. Wir hätten kein besseres Team an Bord haben können, um hiermit zurechtzukommen. Mitglieder unseres Teams werden die Crew am Wochenende in Newport in Empfang nehmen. Gemeinsam werden sie die Untersuchungen durchführen und entscheiden, ob das Boot rechtzeitig zum Rennen von New York nach Barcelona repariert werden kann."

Hugo Boss Alex Thomson im Masttopp seines vorherigen Open 60 bei einer Werbeaktion

Zunächst plante Thomsons Team weiter für die Teilnahme von Pepe Ribez und Ryan Breymaier am Transatlantik-Rennen nach Barcelona. "Das ist immer noch unsere Absicht", so Hosford, "doch bis das Boot nicht im Hafen ist, können wir unsere Pläne nicht umsetzen."


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Themen: Alex ThompsonAtlantikHugo BossRyan Breymaier

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