Regatta-News
MacArthur gekentert

Der Orma-Tri "Foncia" ist gekentert. Der Crew um Alain Gautier und Co-Skipperin Ellen MacArthur geht es gut

  • Carsten Kemmling
 • Publiziert am 14.05.2003

Th. Martinez Ellen MacArthur

Die Britin hat sich mit dem 60-Fuß-Trimaran "Foncia" von Skipper Alain Gautier bei der Regatta Challenge Mondial Assistance von Cherbourg nach Rimini überschlagen.

Ein Boot der Shore-Crew schleppt sie in Sicherheit. Man kennt diese Bruchmeldungen von den 60-Fuß-Trimaranen, seit im vergangenen Oktober nur drei von 18 Tris die Einhand-Transatlantik-Regatta Route du Rhum beendet haben. Und es ist erschreckend, wie schnell man sich daran gewöhnt. Aber das liegt wohl daran, dass die Profis so damit umgehen, als wäre es das Normalste der Welt. Gautier setzte keine Seenot-Meldung ab. Er lässt sich vom eigenen Team helfen.

Der Tri nimmt beim am Sonntag gestarteten Langstreckenrennen für 60-Fuß-Katamarane mit Crew teil, das über 2.734 Seemeilen von Cherbourg nach Rimini führt. Zwölf Schiffe sind am Start, und schon einige mussten Boxenstopps wegen technischer Probleme einlegen. Zuerst erwischte es die "Sodebo". In Führung liegend, brach ihr der Titanbeschlag, an dem das kleine Solentvorsegel befestigt ist. Thomas Coville segelte nach La Trinité-sur-Mer für einen Reparaturstopp und ist jetzt Letzter. Dann stoppte "Gitana" nach Problemen mit dem Großsegel. Und "Belgacom" wird jetzt einen Stopp zur Reparatur eines beschädigten Falls einlegen.

ORMA 60 Trimaran FONCIA

Die Kenterung von "Foncia" 50 Meilen entfernt von der portugiesischen Küste hat wohl mit der taktischen Position zu tun. Gautier und MacArthur waren zu Beginn des Rennens nach einem Extremschlag in Rückstand geraten und starteten eine Aufholjagd, die sie schon wieder in Reichweite des Führungstrios gebracht hatte. Aber sie bewegten den Tri dabei offensichtlich am Limit. Bei dem Überschlag segelte das Schiff unter Gennaker 25 Knoten. Es heißt, die Crew sei von einer Bö und der folgenden Beschleunigung überrascht worden.

Weitere Stunts könnten bei der Passage der Straße von Gibraltar folgen, dort werden 40 Knoten Wind erwartet. Derweil ist das Rennen an der Spitze spannend. "Groupama" mit Franck Cammas liegt in Führung vor "Banque Populaire" mit Lalou Roucayrol und "Géant" mit Vendée-Globe-Sieger Michel Desjoyeaux. Knapp dahinter: "Bayer CropScience", dicht gefolgt von "Belgacom".

Das Rennen wird im Internet sehr gut unter http://www.challenge-mondialassistance.com/uk/accueil_uk.htm begleitet. Der Race Tracker aktualisiert mehrmals am Tag die häufig wechselnden Positionen der Boote.


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Themen: FonciaKenterungMacArthur

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