18. ORC-WM
Leichtwind-Asse in Kopenhagen gekrönt

Die ORC-Weltmeisterschaft vor Kopenhagen ging am Wochenende mit den letzten Rennen in erneut leichten Winden und der Siegerehrung zu Ende

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 24.07.2016

Max Ranchi/ORC WM 2016 Jascha Bachs Italia 9.98 gewann die ORC-Weltmeisterschaft in Klasse C

Wasserbombenschlacht statt Wettfahrten, Sonnenbaden statt Segel-Action: Die ORC-Weltmeisterschaft 2016 war von leichten Winden, vielen Verschiebungen und einigen Ausfällen geprägt. Die neuen Titelträger sind in Klasse A die TP52 "Freccia Rossa", in Klasse B "Santa" und in Klasse C die niederländische "Bach Yachting". Für die insgesamt 131 teilnehmenden Yachten geht damit eine anfangs kalte, doch dann heiße, aber auch flaue Segelwoche zu Ende, in der aus deutscher Sicht nur die First 40 "Arxes-Tolina/BM Yachting" vom Flensburger Segel-Club auf einen Podiumsplatz segeln konnte. Skipper Peter Beck Mikkelsen und seine insgesamt neunköpfige dänisch-deutsche Crew gewannen vor Kopenhagen WM-Bronze.

Max Ranchi/ORC WM 2016 Das Bach Yachting Race Team im Duell gegen die "Hansen"

"Für das ORC war es die 18. Weltmeisterschaft", sagte der ORC-Vorsitzende Bruno Fazi, der die Welttitelkämpfe als "sehr erfolgreich" bezeichnete. "Wir hatten eine Rekordzahl von 131 teilnehmenden Booten aus 13 Ländern dabei. Wir haben in jeder der drei Klassen drei verschiedene Länder auf dem Podium erlebt. Die Rennen sind die ganze Woche sehr eng verlaufen. In vielen Wettfahrten entschieden Sekunden über die Abstände. Damit hat sich erwiesen, dass unsere Regeln über ein breites Spektrum von Bootstypen sehr gut funktioniert."

Yakimenko Vadims TP52 "Freccia Rossa" konnte sich in der kleinen Flotte der 13 Klasse-A-Yachten gegen Erik Berths Swan 45 SD "Tarok VII" und Fredrik Alexanderssons Swan 45 "Stell" durchsetzen. Den hartnäckigen deutschen Verfolgern, von denen so einige ihre bekannten Starkwind-Stärken nicht ausspielen konnten, blieben bis zum Schluss die Plätze vier bis acht. Axel Seehafers "Sportsfreund" hatte die Serie nach schwachem Auftakt mit einem zweiten Rang in der letzten Wettfahrt beendet und führte das hinter den drei Spitzenreitern liegende GER-Quintett als bestes deutsches Team in der größten Klasse in der Endabrechnung nach nur sechs Rennen an.

Max Ranchi/ORC WM 2016 "Santa" segelte in ORC-Klasse B zum WM-Titel

In Klasse B hatten sich die Weltmeister auf Claus Landmarks "Santa" (10 Punkte) und Aaro Cantells X-41 "Normet" (18) nach immerhin acht Rennen einen deutlichen Vorsprung vor Mikkelsens "BMW Yachting" (31,5 Punkte) erarbeitet. Thomas Jungbluts X-41 "Dockenhuden beendete die Serie als Siebte.

In der kleinsten Klasse C hatten Jascha Bach und sein Bach Yachting Racing Team die Titelkämpfe von Beginn an dominiert. Die Italia 9.98 holte zwei Wettfahrtsiege, drei zweite Ränge und blieb stets einstellig. Mit nur 15 Zählern auf dem Konto reichte es für die Niederländer locker zur WM-Krone. Silber sicherten sich Michael Mollmann und seine dänische X-37-Crew auf "Hansen" vor der modifizierten schwedischen First 37,7 von Patrick Forsgren. Die so stark in die Serie eingestiegene "Lance 12"-Crew um Bo Teichmann und Bouwe Bekking kam nach ihrer Disqualifikation nicht mehr so gut in Fahrt, konnte aber mit einem vierten Rang im Schlussspurt noch auf WM-Platz sechs vorrücken.

Hier geht es zu allen Berichten rund um die WM und den Ergebnissen

Max Ranchi/ORC WM 2016 Die "Tutima"-Seglerinnen sicherten sich Platz 3 in der Amateur-Wertung, hätten aber wie viele andere Teams auch gern einmal in stärkeren Winden gezeigt, was sie drauf haben


Lesen Sie die YACHT. Einfach digital in der Delius Klasing Kiosk App (iTunes und Google Play) oder bestellen Sie es im Shop als Abo oder Einzelheft:

iTunes Store Google Play Store Delius Klasing Verlag

Themen: BM YachtingBo TeichmannBouwe BekkingBruni FazitFlensburgKopenhagenORCORC-Weltmeisterschaft 2016Peter Beck Mekkelsen

Anzeige