Regatta-News
Leichte Winde für die Leichtbauten

Maxi Yacht Rolex Cup: "Morning Glory" wieder Zweite / "Hetairos" führt jetzt allein

  • Lars Bolle
 • Publiziert am 07.09.2006

Carlo Borlenghi/Rolex Traumhaft: Die Maxi-Flotte rundet während der Langstrecke die Insel Monaci

Die Leichtwindphase an der Costa Smeralda hielt auch am Mittwoch, dem dritten Tag des Maxi Yacht Rolex Cup in Porto Cervo, an. Sie bevorteilte bei der inoffiziellen WM der schnellsten Regattayachten der Welt in allen Divisionen erneut die Leichtbauten unter den Maxis.

Bei den Racern landete die neuseeländische "Alfa Romeo" schon den dritten Tagessieg in Folge vor der "Morning Glory" von Hasso Plattner (Walldorf), der sich aber auf dem zweiten Gesamtrang vor der "Wild Oats XI" (Australien) festsetzte. Nach einem Tagessieg hat die "Hetairos" von Otto Happel die Spitzenposition in der Klasse Spirit of Tradition wieder allein inne. Die "All Smoke" von Günter Herz aus Hamburg wurde bei den Cruisern Dritte und liegt auch nach drei von fünf Rennen auf Platz drei.

Nach zwei Leichtwindtagen mussten die Seglerinnen und Segler zunächst mangels Wind auf die dritte Wettfahrt warten. Nach der Startverschiebung am Mittag dauerte es etliche Stunden, bis alle Teilnehmer den 35 Seemeilen langen Kurs — 28 für die Klassiker — absolviert hatten. Die Racing Division entpuppte sich dabei als Fünf-Klassen-Gesellschaft, so klar waren die Abstände zwischen den einzelnen Booten. Berechnet hatte die "Alfa Romeo" mehr als sechs Minuten Vorsprung vor der "Morning Glory", die wiederum die "Wild Oats XI" um mehr als drei Minuten distanzierte. "Am Wind ist das deutsche Boot genauso schnell wie wir", meinte Neville Crichton, Eigner der "Alfa Romeo", "deshalb fürchte ich, auf normalen Kurzstrecken mit Kreuz und Vorwindgang würde sie uns berechnet schlagen."

Hinter den Australiern klaffte ein weiteres Loch von mehr als zehn Minuten zur "Y3K" von Claus-Peter Offen (Hamburg), die achteinhalb Minuten vor der "Maximus" aus Australien berechnet wurde. "Bei sechs bis sieben Knoten Wind haben wir mit 45 Tonnen Gesamtgewicht gegen die 28-Tonner keine Chance, zumal es wenig taktische Strecken gab", erklärte Karol Jablonski von der "Y3K". Der Steuermann des spanischen America’s Cup-Herausforderer, der für den Maxi Yacht Rolex Cup trainingsfrei bekommen hatte, ist als taktischer und strategischer Berater an Bord. "Wir haben sicher kaum Fehler gemacht, aber die kurze Startkreuz und die langen Halbwindgänge haben uns nicht gerade in die Karten gespielt."

Ganze elf Sekunden lagen in der Cruising Division berechnet zwischen der "All Smoke" und dem J-Klassen-Boot "Velsheda" — zugunsten der Vorjahressiegerin von Günter Herz. Entsprechend strahlte der Eigner an Land: "Wir sind gut gesegelt, taktisch einwandfrei." Er lobte vor allem die Tonnenmanöver und das Vorausdenken seines Skippers Ken Read. Auch der Amerikaner war mit der Leistung des Teams zufrieden: "Wir segeln konstant auf hohem Niveau. Bei einer Windstärke mehr könnten wir vielleicht noch weiter nach vorne kommen." Derzeit liegt die "All Smoke" mit neun Punkten hinter der "Roma" aus Italien (4) und der "Velsheda" (7) auf Rang drei.

Ein glänzendes Rennen segelte die 13 Jahre alte "Hetairos" von Otto Happel, die das größte Schiff des Maxi Yacht Rolex Cup, die 55 Meter lange "Adela" von George Lindemann aus den USA berechnet um siebeneinhalb Minuten schlug. In der Gesamtwertung machte Happel dadurch gleich zwei Zähler gegen die niederländische "Annagine" gut, die am Mittwoch Dritter wurde und insgesamt auf Rang zwei zurück fiel.


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Themen: MaxiPorto CervoRolex

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