Regatta
Lebenstraum: "Olympia, America's Cup, Feuerwehrmann"

Wenn das kein Leben für den Sport ist: America's-Cup-Gewinner Joe Sullivan steigt in den Bob ein, während die Kiwis ihre Verteidigung vorbereiten

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 03.01.2019
Parade in Auckland für das Emirates Team New Zealand Parade in Auckland für das Emirates Team New Zealand Parade in Auckland für das Emirates Team New Zealand

Screenshot/Whats on in Auckland Parade in Auckland für das Emirates Team New Zealand

2012 gewann er mit Nathan Cohen als Ruderer Neuseelands erstes Olympia-Gold der Olympischen Spiele in Großbritannien. 2017 triumphierte er mit dem Emirates Team New Zealand als "Radfahrer" im America's Cup und erhielt einen Anschlussvertrag für die Verteidigung für 2021. Heute überraschte Joseph Sullivan seine Landsleute nun mit einer überraschenden Ankündigung: Der 31-jährige Feuerwehrmann steigt zu seinem Landsmann Andy Williams in den Olympia-Bob, verlegt seine sportliche Karriere vorerst auf die Eisbahn und will künftig mit bis zu knapp 150 Stundenkilometern Geschwindigkeit Eiskanäle herunterjagen.

ACEA2017/Ricardo Pinto Hier feiern die Cup-Sieger von 2017. Ganz rechts im Bild ist Joe Sullivan zu sehen

Der neuseeländischen Tageszeitung "New Zealand Herald" sagte Joe Sullivan: "Mein Leben teilt sich in drei komplett unterschiedliche Teile. Ich habe die Traumjobs eines jeden fünfjährigen Kiwis gemacht: Olympia, America's Cup und Feuerwehrmann." Auf die Frage, was er wohl in 20 Jahren tun würde, lachte Sullivan und sagte: "So schnell, wie die Technologie heute voranschreitet, werde ich in 20 Jahren vielleicht ein Astronaut sein."

Gleichzeitig bereitet sich das Emirates Team New Zealand intensiv auf die Cup-Verteidigung im Jahr 2021 vor. Glenn Ashby, australischer Skipper der siegreichen Kiwi-Kampagne im 35. America's Cup vor Bermuda, ist als neuseeländischer "Ehren-Bürger" mit seiner Familie nach Auckland umgezogen. In Neuseeland treibt das Team um Chef-Dirigent Grant Dalton – wie gewohnt still und leise – Entwurf und Bau der ersten neuen Cup-Yacht vom Typ AC75 voran. Das Boot soll Mitte 2019 erstmals zu Wasser gelassen werden.

A-Cat Worlds / Emirates Team New Zealand Der multitalentierte Mister Glenn Ashby: siegreicher America's-Cup-Skipper und zehnfacher A-Class-Weltmeister

ACEA2017/Ricardo Pinto Seine 49er-Olympiakampagne läuft ebenso auf Hochtouren wie die Vorbereitung auf den 36. America's Cup: Steuermann Peter Burling bleibt ein viebeschäftigter Mann

Ashby wie auch seine Mitstreiter Peter Burling, Blair Tuke, Ray Davies, Josh Junior und Andy Maloney verbingen viel Zeit mit den Designern und Ingenieuren und "segeln" intensiv im Simulator. Ashby prophezeit den foilenden Einrumpf-Booten der neuen Cup-Klasse "unglaubliches Potenzial". Der zehnmalige A-Class-Katamaran-Weltmeister sagte dem "New Zealand Herald": "Ich denke, wir haben etwas vor uns, das nicht nur unsere eigenen Erwartungen, sondern auch die vieler anderer Menschen bei Weitem übertreffen wird." Ashby räumte ein, dass es in den ersten sechs bis zwölf Monaten schwer sein werde, die Boote zu beherrschen, dass man aber im America's Cup selbst etwas erleben würde, dass es so noch nie gab.

AC Die neuen futuristischen Einrumpfer für den 36. America's Cup


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Themen: America's CupBobfahrenJoseph SullivanOlympia-GoldRudern

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