Weltcup Weymouth
Lasersegler Buhl: "Krass verpeilt"

Die Deutsche Nationalmannschaft ist mit einer "Achterbahnfahrt" in die Isaf-Weltcup-Regatta gestartet. Allen voran Philipp Buhl

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 10.06.2015

onEdition Zurück im Goldrevier der Olympischen Spiele 2012: Die Isaf-Weltcup-Regatta begann am Dienstag

Der Auftakt war nach Plan verlaufen. In der ersten Weltcup-Wettfahrt im Olympiarevier vor Weymouth segelte Philipp Buhl am Mittwoch auf Rang drei und freute sich über den gelungenen Einstand. Zuvor hatte der Sonthofener angekündigt, er wolle beim Weltcup um den Sieg mitkämpfen: "Hier sind im Laser sehr starke Leute am Start, aber ich kann es ja auch." Für Buhl markiert die zweite und schon letzte Weltcup-Regatta in europäischen Gewässern die Generalprobe für die Weltmeisterschaft im Juli in Kanada.

Lars Wehrmann/STG Philipp Buhl

Viele andere deutsche Leistungsträger aber starten vor Weymouth nicht, weil sie sich schon in den jeweiligen Revieren ihrer kontinentalen oder Weltmeisterschaften auf ihre Jahreshöhepunkte vorbereiten. Für Buhl jedoch passt der Weltcup ins Trainings- und Wettkampfprogramm. Und der 25-Jährige hat sich viel vorgenommen, seit sein Rücken endlich schmerzfrei ist. Doch dem furiosen Auftakt folgte zunächst ein Rennen zum Vergessen. In der zweiten Wettfahrt des Tages kam Deutschlands Segler des Jahres erst als 28. ins Ziel, war nach anfänglich guter Positionierung im Verlauf des Rennens nicht mit den drehenden und böigen Winden zurechtgekommen.

STG Ferdinand Gerz

Buhls Trainer Thomas Piesker sagte: "Das erste Rennen war gut, doch im zweiten hat Philipp unnötig viele Punkte liegen gelassen." Buhl selbst war höchst unzufrieden mit seinen Leistungen in Durchgang zwei, sagte: "Ich habe mich in der zweiten Hälfte des Rennens krass verpeilt." Besser als Buhl machten es am ersten Tag die deutschen 470er-Segler. Dabei verlief die Leistungskurve von Ferdinand Gerz und Oliver Szymanski anders herum. Der Steuermann, der im Olympiarevier bei den Spielen 2012 auf Platz 13 gesegelt war, und sein Vorschoter kamen zunächst nur auf Rang 22, katapultierten sich dann aber mit einem Tagessieg auf Platz sechs. Platz sieben belegen nach dem ersten Tag in Weymouth die Brüder Julian und Philipp Autenrieth aus Augsburg.

onEdition Die deutschen 470er-Teams im Olympiarevier vor Weymouth

Beim Weltcup kämpfen 499 Athleten aus 49 Ländern in zehn olympischen und drei paralympischen Disziplinen um Medaillen und Preisgelder. Unter ihnen sind nur fünf deutsche Mannschaften. Die Regatta endet nach insgesamt fünf Tagen am 14. Juni mit den Medaillenrennen und der Siegerehrung.


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Themen: 470erGerz/SzymanskiLaserOlympiarevierPhilipp BuhlWeltcupWeymouth

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