Kieler Woche
Kräftemessen im Starkwind auf der Förde

Bei 30 Knoten Wind und in Böen mehr waren es auch am Freitag die Lasersegler, die am längsten mit den Elementen rangen. Die DSV-Flotte feierte zwei Tagessiege

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 22.06.2018
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www.segel-bilder/Kieler Woche Kieler Woche 2018

Philipp Buhl hat bei der Kieler Woche seinen fünften Titel am Freitag schon etwas genauer ins Visier genommen. Der Vizeweltmeister rückte am dritten Wettfahrttag in der mit 118 Startern größten olympischen Flotte auf der Förde auf Platz zwei vor, verkürzte seinen Rückstand auf den britischen Spitzenreiter Eliott Hanson auf vier Punkte. Seinem ersten Rennsieg ließ der Sonthofener im Powerplay auf der Förde Rang fünf folgen.

Sascha Kahn/Kieler Woche Kämpft um seinen fünften Kieler-Woche-Titel: Philipp Buhl

Medveczki Foto Ein Bild von Svenja Weger, als sie 2014 die Europameisterschaft gewonnen hatte

Bislang konnten sich in der olympischen Hälfte der Kieler Woche acht Crews der DSV-Flotte auf Top-10-Plätzen behaupten. Darunter ist auch Laser-Radial-Steuerfrau Svenja Weger, die trotz bekannter Leichtwindstärke auch in den starken Winden punkten konnte. Weger erzählte: "Leichtwind liegt mir immer noch besser. Aber ich habe im Winter sehr intensiv im Kraftraum und auch an der Bootsgeschwindigkeit gearbeitet." Den Lohn dafür fuhr die Europameisterin von 2014 am Freitag auf der Förde mit den Rängen 6, 5 und 3 ein. Damit rückte die 24-Jährige auf Platz neun vor.

Den zweiten deutschen Tagessieg sicherten am Freitag bei ihrem Comeback die Kieler Nacra-17-Segler Paul Kohlhoff und Alica Stuhlemmer. Für das Duo ist es die erste gemeinsame Regatta nach Kohlhoffs Operation Ende 2017 und dem Wiedergenesungsprozess. «Wir sind noch ein bisschen eingerostet, aber schon ganz glücklich mit den Ergebnissen», sagte Kohlhoff. Die guten Einzelresultate des Teams werden von zwei Frühstarts belastet.

Mit der zweiten deutschen Nacra-17-Crew Johannes Polgar und Carolina Werner (NRV Olympic Team) bilden Kohlhoff/Stuhlemmer eine effektive und eng zusammenarbeitende Trainingsgemeinschaft, die für dieses Jahr nur ein Ziel kennt: bei der Weltmeisterschaft in Aarhus im August den deutschen Nationenstartplatz für die Olympischen Spiele 2020 im Mixed-Katamaran Nacra 17 zu sichern. Johannes Polgar, 2008 Olympia-Achter im Tornado, sagt: «Da ist mir nicht bange. Paul und Alica sind bei viel Wind absolute Raketen. Einer von uns wird das Ticket lösen.» Bei der Kieler Woche liegen Polgar/Werner und Kohlhoff/Stuhlemmer nach acht Wettfahrten in der Goldflotte auf den Plätzen 12 und 13, kämpfen am Samstag um den Einzug in die Medaillenrennen der besten zehn Teams am Sonntag.

www.segel-bilder/Kieler Woche Johannes Polgar und Carolina Werner rasen mit ihrem Nacra 17 über den Kurs

www.segel-bilder/Kieler Woche Paul Kohlhoff und Alica Stuhlemmer im Nacra 17 auf der Förde: Dem Duo gelang am Freitag ein Tagessieg in der Goldflotte

Für anhaltende Erfolge sorgen auf der Kieler Förde weiter die Seglerinnen der Segel-Nationalmannschaft. Bei den 470er-Frauen führen Nadine Boehm und Ann-Christin Goliaß aus Bayern. Die Berlinerinnen Frederike Loewe/Anna Markfort und Fabienne Oster/Anastsiya Winkel (NRV) liegen auf den Plätzen vier und fünf. Im 49erFX segeln Tina Lutz/Susann Beucke (Holzhausen/Strande) als Dritte weiter auf Medaillenkurs. Die Kieler Woche endet am 24. Juni mit den Medaillenrennen der Olympiasegler.

Sascha Kahn/Kieler Woche Bestanden die Härteprüfung am Freitag mit Bravour und führen die 470er-Flotte an: Nadine Boehm und Ann-Christin Goliaß aus Bayern


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Themen: Kieler WocheLaserPhilipp BuhlSvenja Weger

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