Die 127. Kieler Woche läuft!
Fünfter deutscher WM-Sieg im Star: Gold für Negri/Kleen!

Da brandete am Freitagnachmittag Jubel auf dem Wasser auf: Diego Negri und Frithjof Kleen haben die 99. Starboot-Weltmeisterschaft vor Kiel gewonnen

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 10.09.2021
Weltmeister im Starboot: Der italienische Steuermann Diego Negri und sein Berliner Vorschoter Frithjof Kleen Weltmeister im Starboot: Der italienische Steuermann Diego Negri und sein Berliner Vorschoter Frithjof Kleen Weltmeister im Starboot: Der italienische Steuermann Diego Negri und sein Berliner Vorschoter Frithjof Kleen

ChristianBeeck.de Weltmeister im Starboot: Der italienische Steuermann Diego Negri und sein Berliner Vorschoter Frithjof Kleen

Zum fünften Mal in der schillernden Geschichte von Starboot-Weltmeisterschaften hat ein deutscher Segler die begehrte Trophäe mitgewonnen, die schon die Größten des Segelsports wie "Mister America's Cup" Dennis Conner, Buddy Melges, Paul Cayard, Torben Grael, Robert Scheidt oder Iain Percy in Händen hielten: Der Italiener Diego Negri und sein Berliner Vorschoter Frithjof Kleen haben die Welttitelkämpfe in der bis 2012 olympischen Kielbootklasse vor Kiel schon einen Tag vor dem Finale für sich entschieden! Mit den Rängen 4, 1, 1, 1 und 2 in bislang fünf Rennen sicherte sich das binationale Duo den Sieg. Zuvor hatten für Deutschland Willy Kuhweide/Karsten Meyer (1972), Alex Hangen/Vincent Hoesch (1981), Alex Hagen/Marcelo Ferreira (1997) und Kleen selbst mit Steuermann Robert Stanjek (2014) die Star-WM gewinnen können.

ChristianBeeck.de Kämpften am Freitag um ihren vedienten WM-Titel: Steuermann Diego Negri und Frithjof Kleen

ChristianBeeck.de Tief durchatmen, Diego Negri! Der Titel ist schon ganz nah…

ChristianBeeck.de Geschafft: Der WM-Sieg für Negri und Kleen ist einen Tag vor dem Finale gesichert!

"Dieser Titel bedeutet mir sehr, sehr viel. Ein Sieg in Kiel ist immer etwas ganz Besonderes. Die Konkurrenz ist immer noch stark, das Boot fordert dich in Trimm, Technik und Athletik enorm", sagte Vorschoter Frithjof Kleen wenige Minuten nach glücklichen letzten Zieldurchgang seines Teams. Der 38-jährige Olympia-Sechste von 2012 mit Robert Stanjek erzählte YACHT online: "Ich habe tatsächlich schon vor der WM darüber nachgedacht, dass es für uns am besten wäre, wenn wir den Titel einen Tag vor Ende gewinnen könnten. Mein Steuermann Diego Negri war schon dreimal WM-Zweiter, ist jetzt 50 Jahre alt und musste es endlich mal schaffen! Oft haben die Nerven am letzten Tag nicht standgehalten. Nun hat er bewiesen, dass er die Nerven behalten kann. Er ist ein kluger Segler, der wenig Risiko nimmt. Bei dieser Serie war das perfekt. Ich freue mich auch für ihn riesig!" Das deutsch-italienische Team wurde direkt nach dem Zieldurchgang schon auf dem Wasser von Freunden und Fans gefeiert, darunter auch der zweimalige Starboot-Olympiateilnehmer und 49er-Erfolgscoach Marc Pickel. Hier geht es zu den Ergebnissen der 99. Starboot-WM vor Kiel (bitte anklicken!) .

Das durch zwei Ausfalltage verkürzte und insgesamt von sehr leichten Winden geprägte 99. WM-Gipfeltreffen der auch nach dem umstrittenen Olympia-Aus leistungsstarken Kielbootklasse hat 82 Crews aus 18 Nationen nach Kiel gelockt. Die finalen WM-Medaillenentscheidungen fallen am Samstag im Rahmen der 127. Kieler Woche, die auch in den anderen laufenden Klassen ihrem Schlusswochenende entgegensegelt. Dabei feiern die iQFoil-Asse nach neun Jahren Pause das Comeback des olympischen Surfsports auf der Förde.

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Der deutsche Überflieger der Szene ist Sebastian Kördel. Der Mann vom Bodensee, der wie seine ebenfalls iQFoil surfende Freundin Helena Wanser für den Norddeutschen Regatta Verein startet und im spanischen Tarifa trainiert, war der Konkurrenz bereits am ersten Tag mit vier Siegen und einem zweiten Platz am ersten Tag davongerauscht. Mit 22 Knoten Geschwindigkeit foilten die Aktiven zunächst über die Ostsee, doch es geht bei den richtigen Winden und ohne das Kieler September-Seegras auch deutlich schneller. Kameramann Eike Schurr, zuletzt unter anderem mit dem österreichischen The-Ocean-Race-Team im Einsatz, berichtete in Kiel lächelnd, dass seine Kameradrohne für die besten Blickwinkel von oben auf die rasenden Neu-Olympioniken teilweise mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 50 Stundenkilometern gefordert ist. Kördel sagte in Kiel: „Es ist ein wichtiges Zeichen, dass wir schon diesmal hier in Kiel dabei sind. Die packenden Videos vom Auftakt dürften einen positiven Eindruck hinterlassen haben." Hier geht es zu den Zwischenständen der Klassen, die in der zweiten Kieler-Woche-Halbzeit gefordert sind (bitte anklicken!) .

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Themen: Starboot-WM

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