Regatta
Klassiker-Kampf vor Kiel

Am Wochenende trafen sich Sechser, Achter und Zwölfer zur Rolex Baltic Week. Deutsche und Schweizer dominierten

  • YACHT Online
 • Publiziert am 05.07.2010

ROLEX/NICO KRAUSS Trivia in Aktion

Perfekte Bedingungen, perfekte Regatten: Bei mediterranen Temperaturen und mittleren Winden fiel die Entscheidung bei den Zwölfern erst im letzten Rennen. Auch in den anderen Klassen wurde großer Segelsport geboten.

Unmittelbar vor Ende der letzten Wettfahrt sicherte sich die „Trivia" unter Führung von Eigner Wilfried Beeck aus Hamburg den Sieg in der großen Klasse. Ein zweiter Platz reichte der Camper&Nicholsons-Yacht, um den Robbe&Berking Sterling Cup vor der „Sphinx" von Gorm Gondesen und Jochen Frank aus Flensburg mit einem Punkt Vorsprung zu gewinnen.

Dritte wurde die „Vanity V" aus Dänemark mit Eigner Patrick Howald am Ruder, unterstützt von Taktiker Stig Westergaard. Die engen Regatten, die zum Teil in Matchrace-Manier ausgefochten wurden, boten vor allem für Zuschauer an Land spektakuläre Einblicke in die Welt der Klassiker. Eine Wendemarke lag direkt vor dem Hindenburgufer, ideal, um sich von der Schönheit der zum Teil fast 100 Jahre alten Schiffe verzaubern zu lassen.

In der 8-mR-Klasse dominierte die "YQuem II" des Schweizer Eigners Jean Fabre. Alles andere als ein Sieg wäre auch verwunderlich gewesen, schließlich ist die "YQuem II" die einzige Yacht in der Modern Division im Feld, also das Schiff mit Technologie-Vorsprung durch nicht traditionelles Material.

So überließ der Eigner im letzten Rennen denn auch den Schiffen der Classic- und First Rule Division das Feld. Die Neptune Trophy für Schiffe der Classic-Division gewann Hanns-Georg Klein mit seiner "Anne-Sophie". Der Münchener wurde Gesamtdritter hinter der japanischen "Aun" auf Rang zwei mit Eigner Yutaka Kobayashi am Ruder. Erwähnenswert ist noch, dass "Sposa", ein Holzrigg-Gaffelachter vom Bodensee, seinen Revierkollegen auf der "Elfe II" mit Carbon-Topprigg besiegte. Im letzten Rennen gelang es der "Sposa" gar, den Gesamtplatz drei einzufahren.

Die "Sleipnir II" hieß das Maß der Dinge bei den Sechsern. Der Enkel von Henry Rasmussen, Andreas Krause, fuhr auf seinem Heimatrevier souverän vorneweg. Dennoch gab es interessante Regatten. Vor allem auch deshalb, weil Anton Berking, selber eigentlich dem 29er-Skiff entstammend, mit seiner jungen Crew auf der von R&B gepflegten „Lillevi" mit einem dritten Gesamtrang für einiges Aufsehen sorgte. Offenbar kann ein 1938 gebauter Sechser in Dynamik und Attraktivität mit den modernen Spaßgeräten à la 29er gut mithalten. Zweiter vor der „Lillevi" wurde die „Aida", geskippert von Björn Stoßberg, der genau wie Anton Berking aus Flensburg kommt.

Die Faszination der Meterklassen nimmt immer weiter zu, die Schiffe sehen einfach zu gut aus. Die enorme Leistungsdichte in den Klassen tut ein Übriges. Die achte Rolex Baltic Week findet vom 28. Juni bis 3. Juli 2011 auf der Flensburger Förde statt.

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Themen: BerkingClassicMeterklassenRolex Baltic Week

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