Rekordversuch
Kenterung am Kap Hoorn

Der Franzose Yves Le Blevec kentert mit seinem Tri "Actual" beim Rekordversuch nach einem Bruch des Backbord-Beams

  • Andreas Fritsch
 • Publiziert am 15.12.2017
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Armada de Chile Actual Yves Le Blevec

Le Blevec war gestern mit dem Tri um vier Uhr morgens gerade dabei, Kap Hoorn zu runden, als in 40 bis 50 Knoten Wind und fünf bis sechs Meter hohen Wellen plötzlich die Backbord-Beams seines Tris versagten. In der Folge kenterte das Boot komplett durch und trieb kieloben. Seine zwei Epirbs an Bord lösten sofort aus, und das Team konnte ihn kurz danach erreichen. Le Blevec konnte sich unter Deck in Sicherheit bringen und ist unverletzt.

Eine sofort eingeleitete Rettungsaktion der chilenischen Coastguard delegierte das Passagierschiff "Stella Australis" zu dem gekenterten Tri, doch konnte dessen Crew wegen des starken Seegangs den Skipper nicht abbergen. Das erledigte gegen Morgen dann ein Hubschrauber der Coastguard, der Le Blevec von seinem treibenden Boot per Seilwinde rettete.

Der Franzose war vor einigen Wochen mit seinem Tri, der Ex-"Sodebo" von Thomas Coville, gestartet, um eine neue Bestmarke für die schnellste Nonstop-Weltumsegelung gegen den Wind, also Ost nach West, zu schaffen. Es war der erste Anlauf für ein solches Unterfangen mit einem Maxi-Tri (31 Meter). Die Bestmarke hält noch immer der Franzose Jean-Luc van den Heede, der 2004 erst im vierten Anlauf mit seiner 75-Fuß-Alu-Yacht "Adrien" die Bestmarke auf 122 Tage und 14 Stunden drücken konnte.

Armada de Chile Die "Actual" von Yves Le Blevec


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Themen: actualKap HoornKenterungLe BlevecRekordversuchSeenot

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