Preisverleihung
Jörg Riechers zum Segler des Monats gewählt

Das britische Magazin "Seahorse" zeichnet den Einhandsegler für seine Leistungen im Jahr 2017 aus. Und es gibt Neuigkeiten zu seinem Mini "Lilienthal"

  • Lars Bolle
 • Publiziert am 31.01.2018
Riechers auf seinem Mini "Lilienthal" Riechers auf seinem Mini "Lilienthal" Riechers auf seinem Mini "Lilienthal"

Offshore Team Germany Riechers auf seinem Mini "Lilienthal"

Fast genau ein Jahr, nachdem die Kampagne Offshore Team Germany gegründet wurde, folgt nach dem sportlichen Erfolg die Anerkennung. Das Magazin "Seahorse", das monatlich eine Wahl des besten Seglers veranstaltet, hat den Hamburger Jörg Riechers gewählt.

Anfang 2017 gründete Riechers zusammen mit dem Starboot-Olympioniken Robert Stanjek und Manager Jens Kuphal das Offshore Team Germany. In Rekordzeit gelang es, den Mini "Lilienthal" zu bauen und zu testen. Riechers erreichte mit dem Boot einen herausragenden zweiten Platz beim vergangenen Mini-Transat.

Jens Kuphal Jörg Riechers auf seinem Mini-Prototypen "Lilienthal"

"Geschafft – was für eine große Ehre", kommentiert Riechers die Entscheidung des Magazins. "Diese Wahl bedeutet mir viel, sie ist eine Anerkennung einer ganz besonderen Saison, die mit einem hervorragenden zweiten Platz beim Mini-Transat hinter dem unschlagbaren Ian Lipinski abgeschlossen wurde."

Riechers’ Leistung wird vor allem in der internationalen Segelszene anerkannt. "Gib ihm ein gutes Budget, und er wird in jede Einhandklasse frischen Wind bringen", lautete etwa ein Kommentar zur Wahl.

Ein Grund für die Wahl war vielleicht auch die unnachahmliche Art, in der Riechers die Leser des Magazins zur Stimmabgabe animiert hatte: "Als ich jung war", schrieb er, "war 'Seahorse' meine Bibel. Kommt Jungs, stimmt für mich ab, wenn ihr mich mögt, und wenn ihr mich nicht mögt, seid ihr auch herzlich eingeladen, für mich zu stimmen."

Riechers bereitet sich jetzt auf das Barcelona World Race vor, das er zusammen mit Robert Stanjek segeln wird.

Und auch der von ihm mitentwickelte Mini "Lilienthal" wird weiter eingesetzt. Die ursprünglich geplanten Foils, die mit ein Grund der Namensgebung für den Mini waren, werden nicht mehr nachgerüstet. Die Erfahrungen des vergangenen Mini-Transats hätten gezeigt, dass der Flugmodus für nur 6,50 Meter lange Boote auf dem Atlantik nicht sinnvoll zu realisieren sei. Die Boote sind zu kurz für die Welle und würden, kaum dass sie abgehoben hätten, spätestens in der dritten Welle wieder feststecken. Letztlich sei auch der nur sechste Platz der mit Foils ausgerüsteten "Arkema" ein Beleg dafür.

Für "Lilienthal" hat das Offshore Team Germany jetzt ein "neues, vielversprechendes deutsches Talent im Visier, welches das kommende Mini-Transat bestreiten soll", so Manager Kuphal.


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Themen: Jens KuphalMini-TransatPreisverleihungRiechersSeahorseStanjek

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