MOD 70
"Jetzt werde ich Albatrosse überholen"

Jean-Pierre Dick gibt Einstieg in die neue Einheitsklasse bekannt. Er wird seinen Trimaran nach der Vendée Globe 2012 übernehmen

  • Johannes Erdmann
 • Publiziert am 25.10.2011

Team Virbac-Paprec Jean-Pierre Dick beim Start der letzten Vendée Globe

Erst im August meldeten die beiden Teams Oman Sail und Spindrift Racing den Kauf eines MOD 70. Jetzt verkündete auch Jean-Pierre Dick, Sieger des Barcelona World Race 2010/11, mit seinen Partnern Virbac und Paprec den Einstieg in die neue Einheitsklasse. Das Schiff wird allerdings erst im Frühjahr 2013 fertig werden. Zuvor steht im November 2012 noch die Teilnahme bei der Vendée Globe auf dem Terminplan – vermutlich vorerst das letzte Rennen auf einem Monohull.

Über seine Beweggründe sagt Jean-Pierre Dick:

Was war der Auslöser der Entscheidung für einen MOD 70?

Y. Zedda / Virbac-Paprec Sailng Team Jean-Pierre Dick und sein Konkurrent, der Albatross

Ich war es einfach leid, im Südpolarmeer ständig von Albatrossen abgehängt zu werden. Jetzt werde ich sie zur Abwechslung mal überholen. Damit beginnt ein neuer Weg in meinem Seglerleben – und ich möchte diesen Weg fliegen, über dem Wasser! Die hohen Geschwindigkeiten auf dem Wasser faszinieren mich einfach. Meine Sponsoren und ich freuen uns auf neue Herausforderungen. Uns treibt der Vorgeschmack auf Abenteuer und ein großes Projekt. Für mich heißt es nun, wieder mit einer Crew zu segeln – was mir Spaß macht. Außerdem gilt es, ein neues Boot zu entdecken, neue Menschen kennenzulernen und neuen Pfaden zu folgen. Es ist wirklich aufregend!

Wie erwarten Sie, mit dem Mehrrumpfer zurechtzukommen?

Leroy Tremblot Entwurf der "Virbac-Paprec 70"

Ich bin alles andere als ein Spezialist auf 70-Fuß-Trimaranen – aber genauso war ich 2001 kein Profi auf 60-Fuß-Einrumpfern, als ich die erste Vendée Globe gesegelt bin. Da ist die reizvolle Seite, ein wenig bekanntes, neues Feld zu entdecken und alles dafür zu geben, es gut beherrschen zu lernen. Ich mag es, mich selbst herauszufordern, mit einem Team zu arbeiten, mich weiter zu entwickelt und ein Ziel zu verfolgen. Die Crews des America’s Cup haben bewiesen, dass man erfolgreich von Einrumpfer auf Mehrrumpfer umsteigen kann. Durch die Arbeit an ihren Booten haben sie die Unterschiede zu verstehen gelernt und sind nun ziemlich gut in dem, was sie machen. Natürlich wird es bei uns eine Lernphase geben, aber ich denke, dass wir schnell auf gleichem Niveau mit den Konkurrenten kämpfen werden.

Y. Zedda/MOD 70 Die erste einer neuen Generation: MOD 70 „Race for Water“

Wann beginnt das Projekt?

Mit der Unterstützung meiner Sponsoren können wir das Projekt sofort starten und die vierte und letzte französische Lizenz für den Bau nutzen. Im Moment nimmt die Vendée Globe 2012 meine ganze Aufmerksamkeit ein. Ich habe die vergangenen zehn Jahre hart gearbeitet, um sie zu gewinnen. Für alle Dinge gibt es eine Zeit. An der Ziellinie in Les Sables d’Olonne im Frühjahr 2013 werde ich dann von einem auf drei Rümpfe wechseln und mich für eine weitere Weltumsegelung auf dem MOD 70 vorbereiten.

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Kalender der "Virbac-Paprec 70":

– März 2013: Erste Probetörns

– Mai bis Juni 2013: Europa-Tour

– Oktober 2013 bis April 2014: Start der Ocean-World-Tour (Rennen rund um die Welt, in Etappen)

– August 2014: Krys Ocean Race (Atlantiküberquerung von Brest nach New York)


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Themen: Jean-Pierre DickMOD 70Vendée Globe

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