48. Rolex Fastnet Race
In Fastnet-Rekordzeit: Team Gitana gewinnt Giganten-Duell

Was für ein Kampf um die "Line Honors": Mit 58 Sekunden Vorsprung hielten Franck Cammas/Charles Caudrelier ihre Rivalen François Gabart/Jimmy Spithill in Schach

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 04.08.2019
48. Rolex Fastnet Race 48. Rolex Fastnet Race 48. Rolex Fastnet Race

Rolex / Carlo Borlenghi 48. Rolex Fastnet Race

Die Führung in diesem packenden Fastnet-Duell der Giganten hatte mehrfach gewechselt, der Kampf um die "Line Honors" dauerte bis ins Ziel des 605-Seemeilen-Klassikers an. Am Ende gewannen zwei französische Volvo-Ocean-Race-Sieger gegen den schnellsten Solo-Weltumsegler aus Frankreich und seinen australischen Co-Skipper, François Gabart und America's-Cup-Gewinner Jimmy Spithill. 58 Sekunden Vorsprung reichten dem Duo auf "Maxi Edmond de Rothschild" vom Team Gitana zum Triumph über "Macif". Den Kurs von Cowes rund Fastnet-Felsen und zurück nach Plymouth absolvierten die Sieger in nur 28 Stunden, 2 Minuten und 26 Sekunden. Damit stellten sie einen fabelhaften neuen Fastnet-Rekord auf, unterboten die alte Multihull-Bestmarke von Loïck Peyron aus dem Jahr 2011 um fast fünf Stunden.

Rolex / Carlo Borlenghi Dieses Strahlen von Charles Caudrelier (l.) und Franck Cammas kann man bestens nachvollziehen: Die beiden Franzosen holten mit "Maxi Edmond de Rothschild" die "Line Honors" im Fastnet Race, setzten sich knapp gegen die starke Konkurrenz auf "Macif" durch

Team Gitana Gestern gestartet, kurz den Fastnet Rock gerundet und heute im Ziel: Für einen potenten Trimaran kann man das 605 Seemeilen lange Fastnet-Rennen kaum mehr als Langstrecke bezeichnen…

Schon bei der Rundung des Fastnet-Felsens hatte "Maxi Edmond de Rothschild" zwei Minuten Vorsprung vor "Macif", doch das französisch-australische Duo Gabart/Spithill konterte und setzte sich zwischenzeitlich an die Spitze. Dass die mehr als 30 Meter langen foilenden Trimarane im Ziel keine Minute trennte, unterstreicht das Leistungsvermögen beider Mannschaften und verspricht für die Zukunft weitere spannende Begegnungen und Bestzeiten.

Screenshot 48. Rolex Fastnet Race: So knapp ging es im Finale des Giganten-Duell zu

Team Macif Graue Rundung des Fastnet-Felsens für François Gabart und Jimmy Spithill auf "Macif"

Solo ist bislang François Gabart das Maß der Dinge: Der 36-jährige aus Saint Michel hatte die vorletzte Auflage der Vendée Globe 2012/13 in 78 Tagen, 2 Stunden, 16 Minuten und 40 Sekunden auf See in neuer Rekordzeit gewonnen. Anschließend raste er 2018 in 42 Tagen mit einem neuen Weltrekord für die schnellste Solo-Nonstop-Weltumsegelung um die Erde. Team Gitana indessen dürfte sich selbst dazu beglückwünschen, mit Franck Cammas und Charles Caudrelier eine neue potente Doppelspitze für das Elite-Programm im Segelrennstall etabliert zu haben.

Für die Mehrheit der Rekordflotte der 388 Fastnet-Boote dauert die Langstrecken-Regatta weiter an. Die kleinsten Boote brauchen für die Strecke bis zu rund fünf Tagen und werden erst gegen Mitte der Woche im Zielhafen erwartet. Erst dann können die Gesamtsieger gekürt werden, weil die wichtigste Fastnet-Trophäe nach Handicap-Wertung vergeben wird.

In der Imoca-Klasse lagen Boris Herrmann und sein britischer Co-Skipper Will Harris auf "Malizia 2 – Yacht Club de Monaco" am Sonntagabend auf Platz sieben. Der Hamburger Segelprofi Jörg Riechers segelte dem Fastnet-Felsen mit seiner Crew auf "Imagine" in der Division Class 40 als Sechster entgegen. Spannend bleibt die Platzierung von Tilmar Hansens "Outsider": Das Team um Bo Teichmann, der am Sonntag Geburtstag feierte, lag am Sonntagabend auf dem vielversprechenden sechsten Platz in der IRC-Gesamtwertung.

Hier geht es zum Tracking, zu den Zielzeiten und den Zwischenständen.


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Themen: 48. Fastnet RaceCharles CaudrelierFranck CammasFrançois GabartJimmy Spithill

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