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HSH blue race: Für "Grey Goose" wird es eng

Tobias König hatte sein Ziel bereits von First Ship Home auf drittes Boot im Ziel korrigiert. Doch auch das ist unsicher

  • Jochen Rieker
 • Publiziert am 04.07.2007

HSH Nordbank/N. Krauss Schweres Finish. Die "Grey Goose" blieb bisher weit hinter den Ansprüchen zurück, kommt aber noch rechtzeitig zum Feiern

Wie ein ICE jagt die US-Crew um Hochsee-Veteran Ken Read auf dem Super-Maxi "Rambler" seit Tagen durchs Feld. Inzwischen an vierter Stelle liegend, wird sie die Swan 82 "Grey Goose" wohl noch vor Cuxhaven einholen.

Nach bald drei Wochen auf dem rauen Nordatlantik freuen sich die Teilnehmer des HSH Nordbank blue race auf die Feiern in Hamburg, wo Freitag das Race Village eröffnet.

Mit „Outsider“ und Chieftain“ haben bereits zwei Yachten im Hamburger Hafen festgemacht. Viele aber, die jetzt noch auf See sind, werden nicht müde an Schoten und Fallen zu zupfen, um möglichst schnell das Ziel zu erreichen. Bis zum Wochenende wird sich der Citysporthafen zunehmend mit den Regattayachten und ihren Crews füllen.

Zumindest „Land in Sicht“ hieß es für den Großteil der Flotte schon vorab. Während die „Grey Goose“ von Tobias König um die Bohrinseln in der Nordsee kreuzt, ist die Haspa Hamburg noch auf dem Weg nach Fair Isle nördlich von Schottland.

Aber auch dort wehte der Landgeruch schon herüber: „Langsam kommt man der Zivilisation näher. Wir können wieder über Funk Gespräche und
Wetter verfolgen. Die Tiefe des Atlantiks hat sich arg verringert. Wir fahren gleich über eine Sandbank, die nur 34 Meter unter uns liegt. Ehrlich, wir haben schon ein paar Schweißperlen auf der Stirn. Nach knapp 17 Tagen ist das doch recht ungewohnt“, schreibet Christina Böge von Bord der X-482 „Haspa Hamburg“.

Die „Rambler“-Crew um Skipper Ken Read segelt sich Stück für Stück nach vorne und kämpft zudem um die Bestzeit der Nordatlantikstrecke. Vor vier Jahren war die „UCA“ von Klaus Murmann schnellste Yacht der
Transatlantikregatta von Newport nach Cuxhaven. Die 26 Meter lange Yacht brauchte 13 Tage, sieben Stunden und 22 Minuten im Juli 2003.

Ob die größere (27,43 Meter) „Rambler“ diese Bestmarke unterbieten kann, zeigt sich bald: bis zum 7. Juli um 3.22 Uhr hat die amerikanische Yacht Luft, diesen Rekord zu unterbieten. Und es sieht gut aus für die Proficrew, die auch den Gesamtsieg der Regatta fest anpeilt.

Obwohl die Windverhältnisse in der Nordsee allen Yachten momentan eine schnelle Ankunft vereiteln, wird mit „Rambler“ doch als nächste Yacht im Ziel bereits im Laufe des Donnerstagabends gerechnet (5.7.). Aber auch die „Grey Goose“ versucht den besten Kurs zu finden, um noch vor der schnellen Amerikanerin als dritte Yacht die Ziellinie zu kreuzen. Die Bestmarke allerdings wird die graue Yacht damit sicher nicht unterbieten, denn die Swan 82 startete in der ersten Gruppe am 16. Juni und ist bereits 18 Tage unterwegs.


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Themen: AtlantikHSH Nordbank Blue RaceRegatta

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